| Anlässlich des 85.Geburtstags von Erich Fried veranstaltete die Internationale Erich Fried Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg einen Wettbewerb zur Vertonung von Gedichten Erich Frieds.
Die Preisverleihung fand am 26. September 2006 im Rahmen einer Festveranstaltung in Hamburg statt
Das Preisgeld in einer Gesamthöhe von 6.000,- Euro wurde von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg gestiftet.
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls der Republik Österreich, Leopold Köllner.
Ehrengast war Catherine Fried.
Programm
Moderation: Juliane Votteler
Hans Werner Henze: "Recht und billig" von Erich Fried für Klarinette, Posaune, Bariton, Banjo und Bass
Carola Schaal (Kl), Jochen Paule (Pos), Joachim Kuntzsch (Bar), German Gajarbo (Git), Felix Weigt (Bass)
Begrüßung
durch den Vorsitzenden der Erich Fried Gesellschaft, Kurt Groenewold, den Vizepräsidenten der Hochschule für Musik und Theater, Michael von Troschke und den Generalkonsul der Republik Österreich, Leopold Köllner
Peter Michael Hamel: "... es werden nur Steine bleiben" von Erich Fried
für Piano solo
Volker Banfield, Piano
Improvisationen zu Erich Frieds "Wer sind wir wieder?"
Dieter Glawischnig, Piano
Dietmar Mues, Sprecher
"Die Preisträger stellen ihre Kompositionen vor
6 "Erschwerung"
für Stimme, Keyboards, Percussion, Gitarre und E-Piano
Komponisten: Johannes & Matthias Raschpichler
Johannes Raschpichler (voc, keyb); Matthias Raschpichler (perc), Markus Rennhack (git), Kai Gottschalk (bass), David Timm (e-piano)
5 "Inschrift"
für Stimme, Violine, Violoncello, Melodika, Gitarre und Bass
Komponistin: Maike Rosa Vogel
Maike Rosa Vogel (voc, git), Michael Zlanabitnik (vl), Konstantin Gropper (vc), Phillip Schwär (mel), Maximilian Schenkel (bass)
4 "Nur nicht"
für fünfstimmiges Vocalensemble
Komponistin: Karen Haugom Olsen
Torild Sandøe Møller (sop), Karen Haugom Olsen (alt), Harald Sandøe (ten), Frode Forland (bar), Jens Knigge (bass)
3 "Was es ist"
für Stimme, Gitarre, Bass und Schlagzeug (dr)
Komponist: Manuel Mera Burger
Manuel Mera Burger (git, voc), David Holl (git), Alexandros Miaris (git), Gabriel Nogueira (bass), Jerome Lellouche (dr)
2 "Meer"
für Stimme, Keyboard, Schlagzeug, Bass, E-Gitarre
Komponist: Daniel Schunn
Katja Zimmermann (voc), Daniel Schunn (keyb), Philipp Renz (dr), Judith Rummel (bass), Ingo Hassenstein (git)
1 "Der Hitlertod singt sein Leiblied"
für Stimme, Piano, Große Marschtrommel, Akkordeon und Trompete
Komponist: Konstantin Gropper
Konstantin Gropper (sprache), Michael Zlanabitnik (piano), Maike Rosa Vogel (gr tr), Phillip Schwär (akk), Maximilian Schenkel (trp)
Preisverleihung
durch die Vorsitzende der Jury, Sabine Groenewold
Die Mitwirkenden
Manuel Mera Burger, London
Geb. 1979, Gitarrenausbildung (u.a. in Tel-Aviv), Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Soloprogramme
Konstantin Gropper, Mannheim
Geb. 1982, klassische Instrumental- und Gesangsausbildung, Komponist, Bandgründer, Studium an der Popakademie Mannheim, Gründung des Projekts "The Grand Mirage" (mit Maike Rosa Vogel), Zusammenarbeit mit der Filmakademie Ludwigsburg (Videoclip)
Karen Haugom Olsen, Oslo
Geb. 1980, Kantorin, Komponistin, Chorleiterin, Konzertreisen im In- und Ausland
Johannes & Matthias Raschpichler, Delitzsch
Johannes Raschpichler, geb. 1980, Klavierausbildung, Mitglied in verschiedenen Chören, Studium der WW an der Universität Leipzig
Matthias Raschpichler, geb. 1983, Klavier- und Schlagzeugausbildung, Chormitglied, Studium der Medizin an der Universität Leipzig
Daniel Schunn, Hannover
Geb. 1978, Klavierausbildung und Musikstudium (Klavier / Keyboards, Drums), Komponist (u.a. von Kinder-Musicals), Dozent an der bayerischen Musikakademie, Veröffentlichung eigener Stücke
Maike Rosa Vogel, Mannheim
Geb. 1977, Songschreiberin, Gründerin einer Girls-Band, Zusammenarbeit mit Konstantin Gropper (Projekt "The Grand Mirage") und Filmakademie Ludwigsburg (Videoclip), Studium an der Popakademie Mannheim
Zur Ausschreibung
Die Ausschreibung richtete sich an Studenten und Komponisten unter 30 Jahren, und zwar in allen deutschsprachigen Ländern. Vertont wurde ein Fried Gedicht eigener Wahl. Alle klassischen und populären Stilarten waren zugelassen, mit besonderer Betonung von Pop, Rock und HipHop. Vorgaben waren, dass die Komponisten ihr Werk selbst aufführen - mit maximal fünf Bandmitgliedern, Songlänge maximal fünf Minuten.
Die Jury
Die Jury setzte sich aus drei von der Erich Fried Gesellschaft und drei von der
Hochschule für Musik und Theater benannten Mitgliedern zusammen.
Für die Erich Fried Gesellschaft:
-
Sabine Groenewold, Mitglied des Präsidiums und Vorsitzende der Jury
- Juliane Votteler, Chefdramaturgin Oper, Württembergische Staatstheater Stuttgart
- Udo Lindenberg
Für die Hochschule für Musik und Theater:
- Dieter Glawischnig, Leiter der NDR BigBand, Professor an der Hochschule
- Peter Michael Hamel, Professor für Komposition
- Fredrik Schwenk, Professor für Komposition
Insgesamt wurden 25 Einsendungen geprüft, von Teilnehmern aus Deutschland, aus Österreich, aus der Schweiz, aus Großbritannien und Norwegen.
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