Erich Fried Symposium 2005 - Rückschau
Das Erich Fried Symposium 2005, das vom 24. bis 27. November im Literaturhaus in Wien stattfand, hat mehr als fünfundzwanzig internationale Autoren und Wissenschafter in Wien versammelt, die über das diesjährige Symposiumsthema „Literatur und Politik“ diskutierten. Abschluss und ein Höhepunkt war am 27. November die Verleihung des Erich Fried Preises an Yaak Karsunke im Akademietheater.

„Die Erich Fried Tage 2005 beziehen sich auf gegenwärtige politische und intellektuelle Szenarien in Europa. Die aktuelle Erweiterung der EU ist Anlass genug, einige Probleme und Schlüsselereignisse der jüngeren Geschichte in Augenschein zu nehmen, an denen die - auch für den Namensgeber Erich Fried - zentralen Fragen des Verhältnisses von Literatur und Politik sichtbar gemacht werden können.“ (Ursula Seeber und Klaus Amann, Konzept und Programm)

Finden Sie hier eine kleine Rückschau in Bildern und Zitaten.

Ungefragt.
Über Literatur und Politik

Donnerstag 24. November 2005

Freitag 25. November 2005

  • Podium 1 Literarisches Engagement: ein alter Hut?
    Historische und aktuelle Fragestellungen
  • Podium 2 1955 - 1968 - 1989 - und
    Europa und die Schriftsteller

Samstag 26. November 2005

  • Podium 3 Unterwegs in Europa
    Flucht, Asyl und Migration, Gegenszenen
  • Podium 4 Werkräume des Möglichen
    Die "Ost-Erweiterung" der Literatur
  • Lieder gegen den Tritt
    Ein Abend der politischen Lyrik

Sonntag 27. November 2005

Pressestimmen

"Von Gisèle Freund sind die Worte überliefert, dass Fotografie keine Kunst, sondern 'ein Produkt der Zeit' sei. Mit der ersten Behauptung hat die 1908 in Berlin geborene und vor fünf Jahren in ihrer Wahlheimat Paris verstorbene große Porträtfotografin sehr tief gestapelt."
(Der Standard vom 24. 11. 2005)

"Schreiben ist Kampf, ein jedes Mal vor dem leeren weißen Blatt oder Schirm aufs Neue. Für Yaak Karsunke gilt die uralte Binsenweisheit gleich doppelt: Der 71-jährige deutsche Autor, der gestern im Akademietheater den Erich Fried Preis 2005 verliehen bekam, verstand sein Schreiben immer auch als Tätigkeit eines politischen Kämpfers.
'Die Rolle ist deshalb reizvoll', schreibt er dazu in einem Text über literarisches Engagement, 'weil sie gegenüber der Unsicherheit der künstlerischen Existenz und Produktion eine neue Gewissheit verspricht.' [...] In seinen Dankesworten erwies er sich zwar nicht als der Elfjährige, der er laut Ransmayr immer noch sei, aber als ein durchaus in Würde Gealterter mit immer noch bemerkenswert jungem Kopf."
(Der Standard vom 28. 11. 2005)

"Sind der europäischen Literatur mit dem Fall des Eisernen Vorhangs die großen Themen öffentlichen Engagements abhanden gekommen? Man zieht sich in gepflegte Individualität zurück und ist geneigt, das politische Feld anderen zu überlassen. Beim Wiener Erich Fried Symposium debattieren Autroen über einen intellektuellen Umbruch."
(Neue Zürcher Zeitung vom 28. 11. 2005)

"Politisch Lied Lied, ein garstig Lied? Großartig und geradezu glamourös sieht das politische Engagement berühmter Literaten aus, wie es sich auf den Bildern von Gisèle Freund zeigt. Sie fotografierte beim Ersten Internationalen Schriftstellerkongreß zur Verteidigung der Kultur in Paris 1935. [...] Der Autor Yaak Karsunke, dem vom alleinigen Juror Christoph Ransmayr der diesjährige Fried-Preis zugesprochen wurde (weil Karsunke wunderbare Gedichte schreibe und doch auch schon als junger Dichter von Erich Fried persönlich gefördert worden sei), engagierte sich seit den sechziger Jahren immer wieder auch politisch. Fried, erzählte Karsunke, sei ihm ab 1965 ein wichtiger Gesprächspartner geworden, die meisten Angehörigen dieser Generation seien ja bemerkenswert wortkarg gewesen."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. 11. 2005)


Impressum

Redaktion: Anne Zauner az@literaturhaus.at
Die vollständigen Texte und Reden erhalten Sie auf Anfrage; Vervielfältigung und Abdruck nur unter Wahrung der Urheberrechte.

© der Bilder vom 24. bis 26. November 2005: Lukas Dostal
www.lukasdostal.at
© der Bilder vom 27. November 2005: Marko Lipuš
www.literaturfoto.net

Texte und Zitate aus:
• Ungefragt. Über Literatur und Politik. Hrsg.: Klaus Amann, Heinz Lunzer, Ursula Seeber. Wien: Czernin, 2005. - 223 S., brosch.; EUR 16,00. (Begleitbuch zum Erich Fried Symposium 2005)
• sowie von den live-Mitschnitten der Podiumsdiskussionen
Auswahl: Monika Glavac





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