Erich Fried Preis 2009
PROGRAMM

Sonntag, 29. November 2009, 11 Uhr

  • Begrüßung: HEINZ LUNZER, Präsident der Erich Fried Gesellschaft
  • Einführung: ROBERT HUEZ, Leiter des Literaturhauses
  • Laudatio: JOSEF WINKLER
  • Preisverleihung: CLAUDIA SCHMIED, Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur
  • Rede: ESTHER DISCHEREIT

Musik
African/American/European and me
Harold Bradley (voice) Kofi Asamoah (djembe/voice) Norbert Mattes (sax) Chana Dischereit (djembe) Elisabeth Asamoah (voice/dance)


Die in Berlin lebende Autorin Esther Dischereit erhält den mit 15.000 Euro dotierten Erich Fried Preis 2009 - so hat es in diesem Jahr der alleinige Juror, der mit dem Großen Österreichischen Staatspreis und dem Büchnerpreis ausgezeichnete Autor Josef Winkler, bestimmt.

Der Preis wird, wie der Kleist Preis, auf Vorschlag einer jährlich wechselnden, autonom entscheidenden Jurorin oder eines Jurors vergeben.
Getragen wird der Preis von der Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache. Gestiftet ist er vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.


Josef Winkler in seiner Jurybegründung:
"Esther Dischereit, geboren 1952, gehört zur zweiten Generation, den Kindern der Shoah-Überlebenden. Die Auseinandersetzung mit ihrem Judentum hat die gelernte Schriftsetzerin, aktive Linke und Gewerkschafterin spät zur Schriftstellerin gemacht (Joemis Tisch, 1988).
Sprachempfindlich und -erfinderisch ist sie seither verletzten, abweichenden und ausbrechenden Wahrnehmungen und Erfahrungen auf der Spur, gibt ihnen, immer wieder neu, Raum und Form - anders in den Gedichten, in der erzählenden Prosa, in den Hörstücken, anders in den Texten der streitbaren Essayistin oder den Welt- und Selbst- auskünften ihrer gehaltvollen Interviews. Anzutreffen ist Esther Dischereit dazwischen, am Rand; ständig in Bewegung; zu Hause, wenn überhaupt, in ihrer Sprache; häufig zu Vortragsreisen in den USA; sie wohnt in Berlin."





Schwarz/Weiss
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