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Elfriede Czurda
Die Giftmörderinnen. Mit dem ersten Teil der Trilogie beginnt der Abgesang auf eine Gesellschaft, die Mann und Frau einer vorbestimmten Ordnung unterwirft. Der Gemeinplatz Ehe und seine abartigen Auswüchse werden hier minutiös be- und durchleuchtet, bis nichts Gutes mehr übrig bleibt von dieser allseits praktizierten Institution. Else Rinx und Erika Runk sind verheiratet mit Hans einerseits und Karl andererseits. Deren eine Schwiegermutter und deren andere leibliche Mutter bilden das jeweilig fünfte Rad am Wagen, das aber mehr als Ersatz sein möchte. Während Frau Rinx sen. die - doch schon etwas madige - Frucht ihres Körpers aus den Klauen Elses befreien möchte und für sich zurückfordert, wollen die einander nicht nur platonisch verbundenen Ehefrauen Else und Erika sich ihrer Ehemänner entledigen. Nach der Feststellung, daß die "Männer [...] ein Gift auf der Welt" (S. 103) sind, beschließen sie, "ein Gegen Gift" (S. 104) zu geben, um dem Ungleichgewicht ein Ende zu bereiten. Sprachlich bieten "Die Giftmörderinnen" noch mehr Mut zum Experiment. Von der Benennung der Figuren (Elselfe, Elsespatzkolibri, Elsespatzschönbistdu, Hansderkanns etc.) bis zur "Zerstörung" von Substantivkomposita wird ein Prozeß vorgeführt, der die Körperlichkeit von Schrift und Sprache oft bis zur Schmerzgrenze veranschaulicht. |
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