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| Petra Ganglbauer - "Tränenpalast" | |
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Leseprobe
Ratz-Wohl! Stets dasselbe Gesicht: verrußt; niemals seine Augen; niemals sah sie seine; sie mußten sehr dunkel gewesen sein, schwärzer als das übrige Aussehen. Kohleverrußte Kleider trug er, Samstag für Samstag und über die Jahre. Roch. Er roch nach Schnaps und Keller. Kellerschnaps. Billigzigaretten. Kettenraucher. Kohlenkeller.
Die Butte randvoll mit Braunkohle, Koks, ganze Trümmer purzelten ins Vorhaus, schallend, zerbröselten, zerschellten; färbten den Marmor ein, die BesenFinger. Die vom Alter verkleinerte Frau mit Schaufel / Bartwisch / Eimer.
Frühwinters, eines Spätnachmittags im Tagesdunklen, faßte er nach ihr, überschwengli ch, zog sie zu sich hinauf, küßte, umarmte sie, zwang sie nieder und hoch, der schwarze Mann. Laura quietschte, schrie, japste, bekam keine Luft; lauthals lachte er, als hätte er mehr Kraft als er hatte, packte sie schnurstracks in seine Butte und trug sie aus der Wohnung.
© 1999, Milena, Wien. |
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