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Leseprobe
Ich fahre nach Hause, packe mein Leben in Kisten, umwickle sie mit knisterndem Cellophan, Musik in meinen Ohren, habe alles im Griff, griffbereit, ich nehme nur das Nötigste mit, auf alles andere kann ich verzichten, das kann ich am besten, Verzicht, fast schon eine Meditationsübung. Bett, Betttuch, Kopfpolster, Daunendecke, Tisch, Geschirr (ein Teller, Messer, Löffel, Gabel), Kühlschrank, das muss reichen, reicht völlig. Manchmal ist alles schwer, ich trage die Kisten zum Auto, die Möbel kommen morgen, an die Reihe, Leine, in eine Liste, alles lässt sich ordnen, irgendwo festbinden. Ich ziehe um, darauf freue ich mich, wie schnell man doch zufrieden ist, ruhig gestellt werden kann. (S. 88)
© 2006, Residenz Verlag, St. Pölten, Salzburg. |