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Mi. 25. August 2010
Österreichische Literatur 2009 - Ein Pressespiegel

Bücher geschrieben und Bücher rezensiert werden viele. Schwierig wird es allerdings, möchte man einen guten und repräsentativen Überblick. Wie wurde ein bestimmtes Buch in diversen in- und ausländischen Zeitungen besprochen? Waren die Kritiken eher positiv oder negativ? Gab es Trends, Kriterien nach denen Bücher gerade besonders beurteilt werden? All das kann eine langwierige Internetrecherche erfordern. Es geht aber auch einfacher: Sie werfen einen Blick in den Pressespiegel der Dokumentationsstelle. Für das Jahr 2009 ist er soeben erschienen. Der Katalog ist zugleich eine gute Gelegenheit, die Buchproduktion des letzten Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Pressespiegel versteht sich nämlich nicht nur als "Almanach der Literaturkritik", sondern auch als ein "Nach-Lesebuch", das eine Orientierungshilfe innerhalb der jährlich erscheinenden Flut von Buchnovitäten bietet. Für alle, die über die zeitgenössische österreichische Literatur auf dem laufenden bleiben wollen: Germanisten, Studenten, Publizisten, Lehrer, Bibliothekare, Auslandslektoren, Leseratten.

 

Mi. 25. August 2010
Zwei Österreicher auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis

Zwei Österreicher haben es heuer auf die 20 Bücher umfassende Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft: Michael Köhlmeier mit "Madalyn" und Doron Rabinovici mit "Andernorts". Am 8. September wird dann die Shortlist mit sechs Titeln bekannt gegeben. Neben Köhlmeier und Rabinovici ist Österreich auch mit dem Droschl Verlag vertreten, der den Roman "Sogar Papageien überleben uns" der russisch-deutschen Autorin Olga Martynova herausgegeben hat.

 

Mo. 16. August 2010
"Rund um die Burg" findet doch statt

Das Literaturfestival "Rund um die Burg" soll am 17. und 18. September plangemäß stattfinden, hieß es auf Anfrage der APA. Da bis vor wenigen Wochen kaum Sponsoren zugesagt hatten, stand die 24-stündige Marathonlesung vor dem Wiener Burgtheater kurzfristig vor dem Aus. Mittlerweile ist Andy Gaiser, Geschäftsführer der veranstaltenden Marketingagentur, aber "wieder guter Dinge", bestätigte er gegenüber der APA. Wie jedes Jahr präsentiert das Literaturhaus eine Autorin/einen Autor mit anschließender Signierstunde im Literaturhauszelt. Dort wird auch erstmals die neue gestaltete Webseite des Literaturhauses präsentiert. Termin der Lesung ist der 17. September, 19 Uhr 30: Ruth Cerha ("Kopf aus den Wolken." Roman, Eichborn 2010).

 

Di. 10. August 2010
Milena Verlag wird 30

Der Milena Verlag wird heuer 30 Jahre alt. Grund genug ausgiebig zu feiern - in "mehreren Hauptstädten der Welt", wie es in einer Presseaussendung heißt. Den Anfang macht Wien: am 17. September ab 20 h am Badeschiff mit Lesungen, DJs und dem angeblich "schönsten Conferencier Österreichs". Der Eintritt ist frei.

 

Mo. 9. August 2010
Vorarlberger Literaturpreis an Arno Geiger

Arno Geiger erhielt den Literaturpreis der Vorarlberger Buch- und Medienwirtschaft. Die Mehrheit der 2500 teilnehmenden Leser kürte Geigers Roman "Alles über Sally" zu ihrem liebsten Buch.

 

Mi. 28. Juli 2010
Preis der Dr.-Karl-Renner-Stiftung vergeben

Alle drei Jahre verleiht die Dr.-Karl-Renner-Stiftung der Stadt Wien die mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Auszeichnung an Personen oder Personengemeinschaften, die sich hervorragende Verdienste um Wien und Österreich auf kulturellem, sozialem sowie wirtschaftlichem Gebiet erworben haben.
2010 erhalten die Theodor-Kramer-Gesellschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat, Leben und Werk Theodor Kramers zu erforschen und sich für die Verbreitung der Literatur des Exils und des Widerstandes einzusetzen, sowie das NS-Gedenkprojekt "Steine der Erinnerung" und das Betreuungszentrum Hemaya jeweils 15.000 Euro.

 

Mi. 28. Juli 2010
"Rund um die Burg" vor dem Aus

Trotz zahlreicher Interessensbekundungen u.a. seitens der Stadt Wien gibt es noch keine konkrete Zusage für die Rettung des Literaturfestivals "Rund um die Burg", erklärt eine Aussendung der IG Autorinnen Autoren vom 28. Juli 2010. Gibt es bis 1. August 2010 keine Lösung, kann der Veranstalter Andy Geiser/Asset Marketing den 24-Stunden-Lesemarathon schon allein aus Zeitgründen nicht mehr durchführen.

 

Di. 27. Juli 2010
Brigitte Schwaiger 1949 - 2010

Am 26. Juli 2010 wurde die Leiche von Brigitte Schwaiger tot aus der Donau geborgen. Die Autorin von "Wie kommt das Salz ins Meer" - ihrem Debut 1977- hatte offenbar nach Jahren der Depression den Freitod gewählt.
Den Schock, über Nacht berühmt geworden zu sein, habe sie nie überwunden, erklärte Schwaiger 2008 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Ich war doch so jung und so verträumt." 1949 in Freistadt geboren, katholisch erzogen, kam sie 1967 nach Wien. Einige Jahre auf Mallorca und eine Kurzehe mit einem spanischen Tierarzt später kehrte sie 1972 nach Österreich zurück. Schwaiger studierte an der Pädagogischen Akademie Linz und nahm Schauspielunterricht. 1977 erschien ihr schicksalshafter Bestseller "Wie kommt das Salz ins Meer" über eine lebenshungrige junge Frau, die aus Konvention heiratet und erkennen muss, die gesellschaftlichen Zwänge und ihre verlogene Moral nicht zu ertragen.

Brigitte Schwaiger veröffentlichte zahlreiche Werke, die zwar nicht an den Erfolg ihres Erstlings heranreichen konnten, ihr aber den Respekt und die Bewunderung von SchrifterstellerkollegInnen wie Elfriede Jelinek oder ihrem früheren Förderer Friedrich Torberg einbrachten: u.a. "Mein spanisches Dorf" (1978) und "Der Himmel ist süß" (1984); 1990 erschien "Schönes Licht", eine Satire auf den Literatur- und Medienbetrieb; es folgten "Tränen beleben den Staub" über das Suchtverhalten von zwei Frauen, das fiktive Tagebuch "Der rote Faden" und "Jaro heißt Frühling".
Zuletzt kam im Czernin Verlag der Roman "Fallen lassen" (2006) heraus, in dem die Autorin schonungslos die seit dreißig Jahren andauernde psychische Erkrankung mit all ihren Symptomen wie Depressionen, Wahrnehmungsstörungen und zahlreichen Selbstmordversuchen schildert.
Nachrufe

 

Mo. 26. Juli 2010
Webportal zu Österreichs Literaturzeitschriften 1945-1990 fertiggestellt

Seit Ende Mai 2010 ist ein digitales Verzeichnis zu mehr als 300 österreichischen Literaturzeitschriften von 1945-1990 online. Das groß angelegte und im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek angesiedelte Projekt wurde nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen.
Link: www.onb.ac.at/oe-literaturzeitschriften

 

Mi. 21. Juli 2010
Kafka-Nachlass wird der Prozess gemacht

Der seit Jahren schwelende Erbstreit um die Rechte am Franz Kafka-Nachlass zwischen den Erbinnen Eva und Ruth Hoffe einerseits und der israelischen Nationalbibliothek andererseits ist mit der Öffnung von zwei Tresoren in Tel Aviv und vier Schließfächern in Zürich um eine Facette reicher geworden. Neben Tausenden Manuskripten, Briefen und Zeichnungen sind nach Angaben der israelischen Tageszeitung "Haaretz" bisher unveröffentlichte Werke des Autors entdeckt worden. Worum es sich beim Inhalt des Schweizer Banksafes im Detail handelt, darf aufgrund einer Verfügung der Erben nicht veröffentlicht werden.
link

 

Di. 20. Juli 2010
Bernhard C. Bünker mit 62 Jahren gestorben

Der Kärntner Autor Bernhard C. Bünker ist am 16. Juli 2010 nach schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren im Waldviertel gestorben. 1948 in Leoben geboren, widmete er sich später wie sein Vater Otto Bünker der Kärntner Mundartdichtung. Gemeinsam mit Manfred Chobot gab er 1982 die "Dialekt-Anthologie 1970-1980" heraus, ein Standardwerk der österreichischen Dialektliteratur. Er gründete den Literaturstammtisch "Kovacic" mit wechselnden Standorten, die Dialektzeitschrift "Morgenschtean" und baute gemeinsam mit Hans Haid ein Dialektarchiv auf.
Werke in Mundart u.a. "Des Schtickl gea i allan" (1980), "Dazöhl (nix) von daham" (1991) oder "Karntn is lei a Grobschtan" (1990).

 

Mo. 19. Juli 2010
"Rund um die Burg" kämpft ums Überleben

Am 17. / 18. September 2010 sollte das Literaturfestival "Rund um die Burg" zum 19. Mal stattfinden, doch dem Veranstalter sind völlig überraschend die Privatsponsoren abhanden gekommen.
Die IG Autorinnen Autoren hat nun einen Aufruf gestartet, um den Weiterbestand des international ausgezeichneten Literaturfestes zu sichern, bei dem österreiche AutorInnen und Verlage die Möglichkeit hatten, ihre Neuerscheinungen exklusiv und 24 Stunden nonstop der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Fr. 9. Juli 2010
Autor Hans-Georg Behr mit 73 Jahren gestorben

Der österreichische Journalist und Sachbuchautor Hans-Georg Behr ist tot. Er starb am Mittwoch, 7. Juli 2010, im Alter von 73 Jahren in Hamburg, wie der Paul Zsolnay Verlag heute in Wien mitteilte.
Behr wurde 1937 in Wien geboren. Er studierte Medizin, klinische Psychologie und Linguistik und schrieb unter anderem für die "Zeit", den "Spiegel" und den "stern". Seit 1955 führten ihn viele Reisen in den Nahen und Fernen Osten, längere Zeit lebte er in Kathmandu.
Zu seinen Büchern gehören "Söhne der Wüste" (1975), "Die Moguln" (1979), "Von Hanf ist die Rede" (1982), "Weltmacht Droge" (1980) und "Fast eine Kindheit" (2002). Zuletzt erschien der zweite Teil seiner Autobiografie, "Fast ein Nomade" (2009).

 

Mo. 5. Juli 2010
Neue Leitung im Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg

Ab 1. Juli hat Gerhard Langer, der das Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg seit 2004 geleitet hat, sein Amt als Professor für Judaistik an der Universität Wien angetreten. Die Leitung des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte wurde inzwischen vom Historiker Albert Lichtblau und dem Germanisten und Spezialisten für jiddische Sprache und Kultur Armin Eidherr übernommen. Aber Herbst soll dort ein Masterstudium für Jüdische Kulturgeschichte eingeführt werden.

 

Mo. 5. Juli 2010
Neue Novelle in der Flex-Lichtzeile

Seit geraumer Zeit wird im Flex am Donaukanal eine Lichtzeile mit Literatur bespielt. Monatlich wechseln die Autoren. Im Juli tickert eine gekürzte Fassung der Novelle "Von den Himmeln" von Gabriele Petricek aus ihrem neuen, gleichnamigen Triptychon-Band: Täglich eine Fortsetzung ergibt nach 31 Tagen eine (gekürzte) Novelle. Nachzulesen ist das aber auch unter: www.lichtzeile.at.

 

Mi. 30. Juni 2010
Fußballkommentare von Michaela Falkner

Die Schriftstellerin Michaela Falkner leitet ein WM-Projekt im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Wiener Schule für Dichtung. Jeder, der will, darf auf einer eigens eingerichteten Website Mikroreportagen über einzelne Spiele online stellen. Falkner kommentiert und bewertet dann das Ergebnis. Mit üblichen Fußballkommentaren haben die Texte aber wenig zu tun. Die Teilnahme an der Klasse ist kostenlos und jederzeit möglich. Einzige Beschränkung ist die Textlänge: nicht mehr als 667 Zeichen. Infos dazu: Schule für Dichtung.

 

Mi. 30. Juni 2010
Priessnitz-Preis an Andrea Winkler

Der Reinhard-Priessnitz-Preis geht heuer an die österreichische Autorin Andrea Winkler, Jahrgang 1972. Der Jury gehören in diesem Jahr Robert Schindel und Gustav Ernst an. Die Verleihung der mit 4.000 Euro dotierten Auszeichnung findet am 2. November 2010 um 19 Uhr im Literaturhaus Wien statt, die Laudatio wird Manfred Müller halten.

 

Di. 29. Juni 2010
Literaturpreis der Wirtschaft an Glavinic

Thomas Glavinic erhält den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft - dotiert ist der Preis mit 20.000 Euro.

 

Di. 29. Juni 2010
Mediale Nachrufe auf Okopenko

Hier weitere Auszüge aus Nachrufen auf Andreas Okopenko.

 

Mo. 28. Juni 2010
Nachruf auf Adam Zielinski

In der Nacht zum Sonntag ist der Autor Adam Zielinski gestorben. Hier ein Nachruf seines Biografen Uli Schmidt.

 

Mo. 28. Juni 2010
Zusammenarbeit ÖNB und Google

Die Österreichische Nationalbibliothek ist eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Die IG Autorinnen Autoren fordert eine Offenlegung des Deals. Hier der Originalwortlaut.

 

Mo. 28. Juni 2010
Nachrufe auf Andreas Okopenko

Hier ein Nachruf auf den verstorbenen Autor Andreas Okopenko von Robert Huez und Heinz Lunzer.

 

Mo. 28. Juni 2010
Die YIVO-Enzyklopädie ist online

Eine der wichtigsten kulturhistorischen Quellen zum Judentum ist seit 10. Juni online: die YIVO - Enzyklopädie. Das New Yorker YIVO Institute for Jewish Research, wurde 1925 im heutigen Vilnius in Litauen gegründet und widmet sich der Erforschung deS osteuropäischen Judentums. Die Bibliothek umfasst über 385.000 Exemplare in 12 Sprachen. Das Archiv enthält 24.000.000 Exemplare, inklusive Manuskripte, Fotos, Tonaufnahmen, Kunstwerke, Filme, Poster, Musik. The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe war 2008 als Druckwerk bei Yale University Press erschienen und wurde für die online-Version stark erweitert.

 

Mo. 28. Juni 2010
Reaktionen zum diesjährigen Bachmann-Wettlesen

Das Klagenfurter Wettlesen ist entschieden: Peter Wawerzinek hat den 34. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Der 1954 in Rostock geborene Autor erhielt die Auszeichnung in Klagenfurt für einen Auszug aus seinem autobiografischen Text "Ich finde Dich/Rabenliebe". Hier sind Auszüge aus den nicht sonderlich begeisterten medialen Bewertungen des heurigen Jahrganges.

 

Mo. 28. Juni 2010
Andreas Okopenko ist gestorben

Der Autor Andreas Okopenko ist gestern Vormittag wenige Monate nach seinem 80. Geburtstag in einem Wiener Krankenhaus gestorben. Das gab der Leiter des Literarischen Quartiers Alte Schmiede, Kurt Neumann, bekannt. Okopenko, der am 15. März 1930 in Kosice (Slowakei) als Sohn eines ukrainischen Arztes und einer Österreicherin geboren wurde, war ein scheuer und stiller Vertreter der literarischen Avantgarde. Bekannt wurde er 1970 mit seinem "Lexikon-Roman". Als eine der ersten Vorwegnahmen von Netzliteratur und Hypertext wird hier der Leser dazu aufgefordert, sich einen individuellen Roman zu basteln. Okopenko wurde mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 1998 ausgezeichnet, 2002 mit dem Georg-Trakl-Preis für Lyrik. Im April hatte das Wiener Literaturhaus eine große Feier zu seinem Geburtstag ausgerichtet.

 

So. 27. Juni 2010
Interessenverbände in Sachen SVA

Die folgende Resolution wurde von 13 Interessenverbänden der Kunst- und Kulturschaffenden in Österreich verabschiedet und den folgenden Adressaten mit dem Ersuchen um ihre geschätzten Antworten zugestellt.

 

Do. 24. Juni 2010
Hohe Fluktuation im Grazer Kulturbeirat

Wolfang Riedler ist bereits der vierte Kulturstadtrat in Graz, der nun nach 2 Jahren zurücktritt, so berichtet der STANDARD. Auch seine Vorgänger haben aufgegeben oder sind dazu gezwungen worden- unter diesen Umständen sei eine "verbindliche, aufbauende, konstruktive Kulturpolitik" wohl eher utopisch, so der Grazer Kulturbeirat in einem offenen Brief. Wer letzten Endes Riedlers Nachfolger wird- Elke Edlinger fordert hierfür eine "qualifizierte Person mit dauerhaftem kulturpolitischem Interesse"- ist noch unbekannt.

 

Do. 24. Juni 2010
Rennen um Bachmann-Preis beginnt

Ab heute lesen 14 Autorinnen und Autoren aus bisher unveröffentlichten Werken um die Gunst der Jury und des Publikums. Verena Roßbacher, Thomas Ballhausen und Josef Kleindienst vertreten Österreich. Die deutsche Autorin Sabrina Janesch beginnt das Vorlesen mit einem Auszug aus ihrem Roman "Katzenberge". Der Wettbewerb läuft noch bis Samstag, danach werden 5 Preise vergeben. Der Hauptpreis ist der Bachmann-Preis im Wert von 25.000 Euro.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde zum ersten Mal 1976 von der Stadt Klagenfurt gestiftet und gilt als einer der wichtigsten literarischen Auszeichnungen des deutschsprachigen Raums.

 

Mi. 23. Juni 2010
Neuer Krimi-Preis der Stadt Wien

Wien vergibt heuer zum ersten Mal den Leo Perutz-Preis für Kriminalliteratur. Er wird im Rahmen der inzwischen traditionellen Kriminacht am 28. September 2010 verliehen, bei der Kaffeehäuser zu Schauplätzen von "Morden" werden.
Stefan Slupetzky und Paulus Hochgatterer, um zwei bekannte Namen zu nennen, sowie Gerhard Loibelsberger, Edith Kneifl und Nora Miedler sind für den Preis nominiert. Er wird von einer 5-köpfigen Jury vergeben, der u. a. auch HBV-Vizepräsident Erwin Riedesser angehört.
Außerdem startet am Donnerstag in ganz Österreich das "Krimi Literatur Festival". Mehr als 40 Autoren aus dem In- und Ausland werden an verschiedenen Standorten zu Gast sein.

 

Mo. 21. Juni 2010
Daniel Kehlmann gewinnt Prix Cévennes

Die französische Übersetzung von Kehlmanns Roman "Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten" gewann den Literaturpreis Prix Cévennes. Er wurde ihm am 12. Juni 2010 für den besten europäischen Roman verliehen. Auch die Übersetzerin des Werkes, Juliette Auberd, wurde bedacht. Der Preis ist mit 20.000 Euro für den Autor und 5.000 Euro für den Übersetzer dotiert. Laut Jury-Begründung stelle der Autor "wahre Lebensfragen, [z.B.] nach dem Wesen des Ruhms, der Identität und danach, was es heißt, den Anderen zu kennen oder eben nicht, ihn zu verkennen."

 

Fr. 18. Juni 2010
Bogdan Bogdanovic gestorben

Der Zsolnay Verlag gab bekannt, dass der serbische Autor, Architekt und Bildhauer Bogdan Bogdanovic heute, am 18. Juni 2010, im Alter von 87 Jahren in einem Wiener Spital verstorben ist. Im Jahr 2007 war bei Zsolnay sein letztes Buch "Die grüne Schachtel" erschienen.

 

Fr. 18. Juni 2010
Anton Wildgans-Preis geht an Alois Hotschnig

Der in Innsbruck lebende Autor Alois Hotschnig erhält den Wildgans-Preis 2009, der jedes Jahr neu von einer Jury der österreichischen Industriellenvereinigung vergeben wird. Besonders gelobt wird Hotschnigs Schreiben für seine Art und Weise, "genauer als gewohnt hinzuschauen und hinzuhören auf das, was [...] an den Rand geschoben, übersehen, überhört, verdrängt wird".
Der Wildgans-Preis wird seit 1962 verliehen; bisherige Preisträger waren: Thomas Bernhard, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann u.a..

 

Mi. 16. Juni 2010
Traumhafte Ausstellung

Vom 16. Juni bis 5. September 2010 zeigt die Stadt Zürich die Ausstellung "Ein Traum, was sonst?", die sich mit dem Traum in der Literatur beschäftigt. Dabei bezieht sie Freuds Traumdeutung und die Anfänge des Films ein und macht dann einen Rückblick auf die Romantik und die Antike. Wie der Traum literarisch eingesetzt und dargestellt wird, steht im Vordergrund. Zuletzt zeigt die Ausstellung, wie Dichter in privaten Traumtagebüchern der Träume habhaft zu werden oder sie mit geeigneten Stimulanzien anzureizen versuchen. Museum Strauhof, Augustinergasse 9, 8001 Zürich

 

Mi. 16. Juni 2010
O-Töne Literaturfestival 2010

Ab dem 8. Juli 2010 findet wieder das O-Töne Literaturfestival im Wiener Museumsquartier statt. An jedem Donnerstagabend im Juli lesen österreichische Autoren bei freiem Eintritt aus ihren Werken. Den Auftakt bildet Arno Geiger mit "Alles über Sally". Unter anderen werden noch erwartet: Michael Köhlmeier, Clemens Berger, Andrea Grill u.a. Auch dieses Jahr gibt es zur Eröffnung wieder einen musikalischen Akt, "Die Strottern" mit Wiener Liedern. Museumsquartier, 8. Juli - 26. August, jeden Donnerstag, 20.30h

 

Mi. 16. Juni 2010
400.000 Bücher der Österreichischen Nationalbibliothek bald digital

Google wird 120 Millionen Buchseiten aus urherberrechtsfreien Werken der Österreichischen Nationalbibliothek digitalisieren und so frei im Netz zugänglich machen. Es handelt sich dabei um Werke vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, unter anderem auch die ersten Übersetzungen Martin Luthers des Alten und Neuen Testaments. Google trägt die gesamten Digitalisierungskosten (die sich auf 30 Millionen Euro belaufen), habe aber "kein Monopol" über die Nutzung der Bestände, wie ÖNP-Generaldirektorin Johanna Rachinger versichert.
Die IG Autorinnen Autoren verurteilt die jüngst vereinbarte Kooperation zwischen Google und der Österreichischen Nationalbibliothek scharf. Lesen Sie die Aussendung der IG Autorinnen Autoren in vollem Wortlaut.

 

Di. 15. Juni 2010
Stücke frisch aus der Dramatikerschmiede

Studenten des Grazer Schreibseminars uniT präsentierten am Sonntag, dem 13. Juni 2010, bei Beck in der Porzellangasse Kostproben ihrer aktuellen Projekte.
Das Stück "Uns kriegt ihr nicht" von Lisa Danulat stellte einen skurrilen Generationendialog dar, "Die große zoologische Pandemie" von Natascha Gangl spielte mit der Vorstellung eines gesellschaftlichen Experiments und seinen Folgen. Christian Winklers "Räuberprojekt", ein Monolog über das Leben eines Häftlings, bildete den Abschluss; dieses Stück wird im Oktober 2010 in Jena uraufgeführt.

 

Mi. 9. Juni 2010
Das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele zeigen heuer im Schauspielprogramm eine Theaterfassung von Stefans Zweigs Novelle "Angst", Regie führt Jossi Wieler. Weiters im Programm: "Phädra" in der Regie von Burg-Direktor Matthias Hartmann - die Produktion übersiedelt im Herbst ans Burgtheater, weiters "Ödipus auf Kolonos" in der Regie von Peter Stein. Dichter zu Gast ist Claudio Magris.

 

Mi. 9. Juni 2010
10. Todestag von Ernst Jandl

Heute, am 9. Juni, jährt sich der Todestag des österreichischen Dichters und Schriftstellers Ernst Jandl zum 10. Mal. Bekannt wurde er durch seine experimentelle Literatur. Ernst Jandl wurde in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Aus Anlass seines 10. Todestages zeigt das Wien Museum heuer die Austellung "Die Ernst Jandl-Show" vom 4. November 2010 bis 13. Februar 2011. Zu sehen sein werden Ton- und Filmaufnahmen, Fotos und Lebensdokumente, Briefe, Manuskripte sowie zahlreiche unveröffentlichte Texte. Und die Festwochen Gmunden" veranstalten am 29. Juli ein "Fest für Ernst Jandl".

 

Mi. 2. Juni 2010
Symbolische Übergabe von NS-Raubgut

Die Restitution geraubter Bücher aus der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) nähert sich ihrem Abschluss: Am Dienstag wurden 8.363 Bücher an den Österreichischen Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus übergeben. "Es ist traurig und beschämend, dass eine so lange Zeit vergehen musste - 65 Jahre - bis die letzten Reste der NS-Raubzüge in der Österreichischen Nationalbibliothek bereinigt werden konnten", sagte ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger. Bei dem Konvolut der Druckschriften handelt es sich ausschließlich um Objekte, die keinerlei Hinweis auf ihre ehemaligen Besitzer tragen. Es sind zum überwiegenden Teil Bücher aus kleinen Privatbibliotheken emigrierter oder deportierter Wiener Juden, die ohne jedes Verzeichnis per LKW von der Gestapo in die damalige Nationalbibliothek geliefert wurden. Erst 2002 hatte die ÖNB begonnen, sämtliche Erwerbungen während der NS-Zeit systematisch zu untersuchen, 35.217 Einzelobjekte konnten seither an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Der nun dem Nationalfonds übergebene und um 135.000 Euro rückgekaufte "erblose" Bestand beinhaltet sowohl Kinderbücher, wissenschaftliche Standardwerke als auch theologische Abhandlungen aus dem 17. Jahrhundert.

 

Di. 1. Juni 2010
Randnotizen mit Kathrin Resetarits

Auch heuer gestalten wieder fünf Autoren und Künstler für den steirischen herbst ein multidimensionales Tagebuch im Netz. Der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Dietmar Dath, das britische Performance-Duo Lone Twin, der Künstler Peter Piller, der mit seiner Kamera das Grazer Stadtgebiet an der Grenze zwischen besiedelten und unbebauten Flächen umwandert, sowie die österreichische Schriftstellerin, Filmregisseurin und Schauspielerin Kathrin Resetarits. Ihre Notizen werden bis zum Ende des steirischen herbst 2010 laufend ergänzt und sich während des Festivals verdichten, wenn alle fünf jeweils eine Woche in Graz sein werden - und ergeben so eine parallele Vorgeschichte und literarische Fortsetzung des steirischen herbst.

 



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