Neu: Der Siegfried Unseld-Preis ab 2004
Die heute (24.1.03) konstituierte Siegfried Unseld Stiftung wird von 2004 an alle zwei Jahre einen mit 50.000 Euro dotierten Preis für Literatur und Wissenschaft vergeben. Der Unseld-Preis wird zum ersten Mal am 28. September 2004 verliehen. An diesem Tag wäre Unseld 80 Jahre alt geworden. Wie die Presseagenturen berichten hatte Unseld schon 1960 die Idee zu dem Preis entwickelt, die nun, mehr als 40 Jahre später, umgesetzt wird. Auf Wunsch Unselds besteht der Beirat aus den Autoren Ulrich Beck, Rainald Goetz, Durs Grünbein, Norbert Gstrein, Christoph Hein, Angela Krauß und Ralf Rothmann. Im Vorstand sind Unselds Witwe Ulla Unseld-Berkewicz und der Suhrkamp-Lektor Raimund Fellinger. Sie gemeinsam entscheiden, wer Preisträger wird. Sie legen auch fest, ob es einen alleinigen Träger gibt oder ob die Auszeichnung etwa in die Sparten Wissenschaft und Literatur aufgesplittet wird.

Die gemeinnützige Unseld-Stiftung ist nicht identisch mit der Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung. Diese wurde im vergangenen Jahr noch zu Lebzeiten Unselds errichtet, um über Unselds verlegerisches Erbe zu wachen. Die Familienstiftung hält Unselds Anteile an den Verlagen Suhrkamp und Insel. Vorsitzende ist ebenfalls Ulla Unseld-Berkewicz. Im Rat der am 1. Juni 2002 konstituierten Familienstiftung sitzen die Autoren Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Alexander Kluge, Adolf Muschg und Wolf Singer.





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