logo kopfgrafik links adresse mitte kopfgrafik rechts
   
Facebook Literaturhaus Wien Instagram Literaturhaus Wien

FÖRDERGEBER

Bundeskanzleramt

Wien Kultur

PARTNER/INNEN

Netzwerk Literaturhaeuser

mitSprache

arte Kulturpartner

Incentives

Bindewerk

kopfgrafik mitte

Leopold Federmair: Der Kopf denkt in Bilder.

Verschiedene Prosa.
Klagenfurt, Wien: Ritter, 1996.
ca. 200 S., brosch.; öS 188.-.
ISBN 3-85415-195-0.

Link zur Leseprobe

Leopold Federmair liebt die Sprache. Als Material zur Schaffung von Erinnungsbildern widmet er sich ihren lautmalerischen Möglichkeiten soweit, daß man seine Vorstellung vom Kopf, der in Bildern denkt, durchaus nachvollziehen kann.

In den sieben Prosastücken kommt es nicht so sehr auf eine realistische Wiedergabe des Erlebten an, sondern vielmehr auf die Vermittlung einer momentanen Stimmung, einer subjektiven Befindlichkeit.

Der Ich-Erzähler bereist verschiedene europäische Orte und Landschaften, schließt Freundschaft mit Einheimischen und erlebt seine unmittelbare Umgebung zusehends als einen Bilderrausch, dem kaum noch eine chronologische Abfolge anhaftet.

Der erste, nur zwei Seiten umfassende Text, "Herr Kaiser", läßt den Leser vermuten, daß noch einiges an Skurrilitäten auf ihn zukommen wird. Nicht daß man in der Folge enttäuscht wäre, aber das Geschilderte verlagert sich immer mehr ins Innere des Erzählers. Mit "Abfall. Fragmente" und "Palimpsest Babel" wird man in seine Lebens- und Erfahrungswelt eingeführt. Im Dialog mit Emilio durchwandert er ein Palimpsest von Sprachmelodien, deren sinnliche Ausstrahlung auch die Fragmente aus dem Alltag überlagert.

Im Zentrum steht allerdings der Essay "Nach der Kunst". Nun sind wir im Süden Frankreichs gelandet, wo der Ich-Erzähler mit dem Amateur-Bluesgittaristen Jean-Patrick und seinen Freunden herumzieht. Ausgehend von Bildern van Goghs und Cézannes' kommt er immer wieder auf die Sinnlichkeit von Sprache zurück, die letztlich nichts anderes vermittelt und darstellt als Bilder.

Die drei darauffolgenden Texte "Sieben Einsamkeiten", "Zwang und Neigung" sowie "Reinheit und Totalität" setzen schließlich den Prozeß der Auflösung fort und schließen ihn gleichzeitig ab.

Claudia Holly
13. August 1997

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Link zur Druckansicht
Veranstaltungen
Radio rosa 14 – U(n)topie Insel
Thomas Ballhausen | Michael Fischer | Sophie Reyer | Magda Woitzuck

Mo, 28.09.2020, 19.00 Uhr Text-Sound-Performances ACHTUNG Anmeldung erforderlich unter:...

„Lavant lesen IV“
Angela Krauß & Karl Wagner – „Ich hab ja auch Zeiten, wo ich grundlos glücklich bin“ – ABGESAGT

Di, 29.09.2020, 19.00 Uhr Lesung & Gespräch ACHTUNG: Die Veranstaltung muss aufgrund der...

Ausstellung
Claudia Bitter – Die Sprache der Dinge

14.09. bis 10.12.2020 Seit rund 15 Jahren ist die Autorin Claudia Bitter auch bildnerisch tätig....

Tipp
Incentives - Austrian Literature in Translation

Nava Ebrahimi, Monika Helfer, Sophie Reyer und Michael Stavaric sind die neuen AutorInnen auf...

Bücherflohmarkt

12.10. bis 29.10.2020 Bücherflohmarkt im Foyer des Literaturhauses Wien Mit neuwertigen...