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Leseprobe: Johannes Gelich - "Der afrikanische Freund."

Zurück im Partyraum fragte mich Max, ob ich noch etwas trinken wolle, worauf ich meinte, es sei mir gleichgültig. Er holte eine Flasche Weißwein aus der Küche, und wir tranken, während auf der Leinwand eine Verfolgungsjagd zwischen einem Polizisten und einem Gangster lief. Der Polizist saß in seinem Auto im Stau unter einer U-Bahn-Trasse fest und schlug auf das Lenkrad ein. Max fragte mich, warum ich noch nicht verheiratet sei, worauf ich entgegnete, ich würde im Herbst heiraten. Er wollte wissen, wie sie heiße und ob ich verliebt sei. Ich sagte, sie heiße Marie und es spiele für mich keine Rolle, ob ich verliebt sei oder nicht. Er fragte, warum ich sie dann heiraten würde, wenn ich nicht verliebt sei. Ich antwortete: Marie hat mich gefragt, ob ich sie heiraten wolle, und ich gab ihr zur Antwort, dass wir heiraten könnten, wenn sie wolle. Sie hat dich gefragt, und es war dir egal?, fragte Max. Ich antwortete: Es spielt für mich keine Rolle, man wechselt nie das Leben, eins ist so gut wie jedes andere. Max schien über meine Antwort verärgert und fragte mich noch einmal, warum ich sie dann heiraten würde, wenn ich nicht verliebt sei. Ich entgegnete, mir sei das Wort Liebe egal, es sei nur ein Wort. (S. 26f)

© 2008 Wallstein, Göttingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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