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Funkhausanthologie 5. Woche 2016


Beiträge 71-80

von: Wolfgang Ritzberger (Baustein 2), Birgit Flos, Norbert J. Rottensteiner, Michael Amon, Sylvia Treudl, Bernhard Brugger, Rudolf Muhr, Alfred Schmudermayer, Ilse Irmtraud Scherr, Gertraud Berka-Schmid


Wolfgang Ritzberger: Zweiter Baustein – Feueralarm

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre war ich auch Mitarbeiter bei Ö3, nachdem ich es jahrelang versucht hatte, dort Fuß zu fassen. Mein großer Traum, den Ö3 Wecker zu moderieren, ist mir allerdings bis heute versagt geblieben. Obwohl ich Stunden an Probesendungen mit Ö3-Kollegen aufgenommen hatte und den damals Sendungsverantwortlichen damit auf den „Wecker“ gegangen bin, es hat alles nichts genutzt. Sie, ich weiß noch genau wer es war, wollten mich einfach nicht als Wecker Moderator haben. Reinhard Mildner, ein ebenfalls legendärer Ö3 Redakteur und Moderator, bei dem ich sehr viel lernen durfte und dem ich nicht genug danken kann dafür, hat mich in sein Team genommen: Radio Holiday und eine Nachmittags und Abendschiene wo ich Beiträge machen durfte, Regie führte und später dann auch moderieren durfte. Und wie das halt so war damals, brach kurz vor den Sommer die Ferienzeit aus und die beiden Radio Holiday-Redakteure Kurt Panosch und Heinz Zuckerstätter entdeckten, dass wir dringend Beiträge für den Sommer brauchten. Und zwar, jetzt begannen sie zu rechnen, so für zwei Monate, jeden Tag mindestens drei bis vier Beiträge, macht dann nach Adam Riese, sechzig mal vier, sagma fünf, wären dann ... 300 Beiträge? Panik, Entsetzen und dann schwärmten wir alle in alle Himmelsrichtungen aus und begannen O-Töne, touristische Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Tagestipps etc. einzufangen, zu dokumentieren, mit den Tourismuschef vor Ort zu begehen und so weiter. Nach ein, zwei Wochen ins Funkhaus zurückgekehrt, hatten wir Kilometer an Bändern zu überspielen, zu schneiden und vor allem abzumischen, was in der Regel nur in den Studios machbar war, damals. Man erinnere sich noch: zwei bis drei EMT Plattenspieler, vier Studer Vollspur Bandmaschinen und ein Siemens Regiepult, so groß wie ein Konzertflügel. Digital war damals höchstens die japanische Armbanduhr. Und ohne Dispo und Zeiteinteilung und Studio-Reservierung ging da gar nix. Zumindest auf dem Papier und theoretisch. Die wilde Ö3-Truppe hatte da einen anderen Zugang, wir bestachen die Tontechniker, die Ö3-affin waren und deren Namen man ebenfalls kannte (Alfons Galotti, Beppo Brehm, Günther Reis, Gerald Pally, um nur einige zu nennen) mit einem frugalem Abendessen und dem Versprechen, dass das nie wieder vorkommen werde – und begannen ab ca. 22:00 Uhr, wenn im Stockwerk, wo die Studios lagen, langsam Ruhe einkehrte, mehrere Studios zu besetzen. Das Szenario, dass sich alsbald bot: in etlichen Studios standen an den Bandmaschinen Redakteure und schnitten die Zuspielungen für die Beiträge (Bandkuchen, die Zuspielungen mit Gelbfilm getrennt – auf dem Fußboden Berge von Bandmaterial für den Kübel) und hämmerten die Texte in die Schreibmaschine (Durchschlagpapier, echte Schreibmaschinen), in zwei Studios mischten die Tonmeister die Beiträge mit den Moderatoren ab. Reinhard Mildner inmitten des ganzen Zirkus, immer alles im Auge behaltend und selbst am Gerät. Beim Griechen in der Argentinierstrasse hatten wir eine Platte „Olympia“ oder „Aphrodite“, irgendwie so wird sie schon geheißen haben, für 20 Leute bestellt, die auch kurz vor Mitternacht geliefert und  in einem Studio bereit gestellt wurde. Und wir haben fast alle geraucht, nein, wir haben gepofelt, gequalmt wie die Schlote und einen Tschik nach dem anderen in den Mund gesteckt. Reinhards Memphis (die Marke gibt’s noch heute) waren legendär und hingen, wenn er moderierte, in dicken Schwaden im Studio. Aber schon damals waren, vor allem in den Studios, überall Rauchmelder angebracht, die irgendwann einmal nicht mehr unterscheiden konnten: ist das jetzt das Souflaki-Buffet, die Memphis vom Reinhard Mildner oder meine Gitane (die haben damals auch noch so richtig gestunken haben) oder der Rauch von einem echten, wirklichen Feuer, dass der Löschung durch echte, wirkliche Feuerwehrmänner bedarf und dann losheulten. Wobei diese Dinger eben nicht losheulten, sondern nur ganz keusch blinkten, fast unsichtbar, so als ob sie sich genieren würden, dass sie jetzt loslegten. Das hatte zur Folge, dass das Kommende nicht aufzuhalten war, denn die Wiener Berufsfeuerwehr und die damals nur Herren der nahen Polizeiwachstube setzten sich mit großem Trara Richtung Funkhaus in Bewegung, stürmten am Nachportier vorbei in den Studiotrakt und standen dann dort mit dem Schlauch in der Hand in der Tür. Begegnungen der vierten Art. Und das war damals dann nicht so streng, mit Alkohol im Dienst. Ein Glaserl Retsina war schon drinnen, bevor die vereinigte Blaulichttruppe wieder abzog. Damit war aber die nächtliche Session, bis dahin nur ein geduldetes Gerücht (im Prinzip war es für den ORF die budgetsparendste Variante: keine gebuchten Studios, keine Überstunden der Technik oder der angestellten Redakteure und ein enormer Output), sozusagen amtlich, denn die Polizei und die Feuerwehr mussten ihren Einsatz dem ORF verrechnen und spätestens am übernächsten Tag lag dem Hausverwalter, der damals noch ein Gesicht und ein Büro hatte, die Sache am Tisch und damit auch im Magen. Denn, wie erwähnt, der hatte damals noch ein Gesicht und war ein echter Mensch, der uns wilde Truppe ganz gut leiden konnte. Die Lösung war ebenso einfach wie effizient: am nächsten Tag in der Früh, nach nur wenigen Stunden Schlaf – wenn überhaupt: Gerüchten zu Folge, sollen etliche nach der Session im Funkhaus den Rest des nächtlichen Arbeitstages als „apre travail“ in zwielichtigen Nachtcafes zugebracht haben – wurde eine Delegation beim Hausverwalter vorstellig. In der einen Hand den Betrag, der an die Feuerwehr zu entrichten war, der zuvor als Kollekte eingetrieben worden war, und in der anderen Hand einen Doppler, jenes Weingebinde, das jahrzehntelang als Inbegriff österreichischer Weinkultur und völlig unbestritten auch für Qualität stand. Damit war die Sache erledigt. Und Radio Holiday für den Sommer gerettet. In einem Sommer wie damals.


Birgit Flos

Ich möchte mit allen Betroffenen verhindern, dass gerade in diesen trüben Zeiten der wichtigste Standort für die Geschichte und Gegenwart der österreichischen Radioarbeit und damit auch einer der aktivsten Orte für die Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Kultur verloren geht. Hoffentlich gelingt es uns, den drohenden Verlust des Funkhauses zu abzuwenden.


Norbert J. Rottensteiner: funk.haus.aus

unerhörtes gehört gehört. schulterzuckend verkündet der wohlbestallte kunstabbauminister seichten offenbarungseid seines kulturverständisses. ‚das sag’ ich euch, der komplette sendebetrieb wird sogleich überstellt nach dem orf-zentrum, dann schön und ordentlich filetiert, basta! ‚elitäre hochkultur’, dass ich nicht lache! cluster-lösungen werden ventiliert allerorten. schwere wie träge gedankengänge politisch gedrechselter medienmanager produzieren luftblasen im leerlauf! so viel immerhin, was also kommt: unter großem getöse wird eine rundfunkreform ausgebrütet, darin sich tummeln werden ein religions-cluster, ein kultur-cluster, ein info-cluster und viele andere cluster mehr. alles zugeclastert! wird alles extrahiert, genommen, gestohlen, entzogen, stiebitzt aus dem prallen ö1-fundus. der rest ist ö1! basta! nostalgiere mir keiner vom fabelhaften genius loci vom funkhaus zu wieden, ravag und hohen zeiten! da rühr` ich kein ohrwaschl! wir verramschen und verschicken kompletten sender richtung küniglberg; direttissima in das zentrum des kulturellen niedergangs, in die niveaulose programm-suppenküche, in das stille auge des quotendesaster-orkans also. was will man mehr? einheitsbrei anrühren, da kennen wir uns aus!’ wie, ein kunstminister?! ‚dann logiert ö1 endlich nah den quoten-quatschtanten, den fußmaroden dancingstars und den seichten, untiefen sendemüll-formaten. dann findet ultimativ zusammen was nicht zusammengehört. und wenn man nicht spuren mag, so könnten sich ja die ö1-mitarbeiter, ö1-sendungsmacher sowie anderes lichtscheues radiokulturgesindel auf der zuckersüßen couch der nachmittagstalk-quatschkönigin medienwirksam ausweinen. oder-welch geniale idee! – wir entsenden diverse ö1-jammertanten in die nächste tranche dancing stars, aber ja doch!’ protest gehört gesagt. PROTEST!


Michael Amon


Das ist ein legendärer Ort, nur Kulturbanausen vergreifen sich am Funkhaus.


Sylvia Treudl: Funkhaus

„Der Zug fährt Richtung Küniglberg“ zitiert die Wiener Zeitung im März 2014 „mit der Sache vertraute Personen“, als die ORF-Führung nach jahrelangen Debatten in martialischer Manier die Diskussion um Auflassung resp. den Verkauf des Funkhauses vom Tisch haben möchte. Schluß, aus, Ende, einsteigen in die Einbahn Richtung „zentraler Newsroom“ und Einheitsbrei, pfeif auf den traditionsreichen Standort und den denkmalgeschützten Großen Sendesaal. Ach ja? Aber nein, ganz bestimmt nicht! Wenn der Zug in die falsche Richtung fährt, dann nützt es auch nichts, vorgeblich das Tempo zu erhöhen. In Wahrheit ist aus der flotten Schiene ohnehin längst eine lahme Ente geworden, der man halt das Umkehren beibringen muß. Hörst du's nicht, ORF-Leitung, wie ein Holzkügelchen – erst leise klackernd, sich dann immer schneller in ein Crescendo verwandelnd – vom Eingang Richtung Bühne kullert, beim Festakt 2004, der die Neueröffnung des behutsam akustisch wie architektonisch renovierten Großen Sendesaals säumt? Hörst du's nicht, ORF-Führung, wie dieses Holzperlchen ein fulminantes Konzert eröffnet? Siehst du's nicht, ORF-Chefetage, wie die Mitglieder des Radio Sinfonie Orchesters strahlen, weil der Große Sendesaal endlich klingt und die Musiker/innen lachend feststellen, daß sie nun nicht mehr „im Sarg“ spielen, sondern in einem state of the art-Ambiente? Spürst du's nicht, ORF-Elite, wie warm die Wandpaneele schimmern und wie sehr die Besucher/innen sich der Atmosphäre anvertrauen und genießen, was in dieser gut behausten Kostbarkeit geboten wird? Schämst du dich nicht, ORF-Leitung, vom Großen Sendesaal bis hin zu den einzelnen Regie-Plätzen über Jahre hinweg zu sanieren, besser auszustatten – um dann im Diktatoren-Gestus zu beschließen, einen Fixpunkt der heimischen Kunst- und Kulturszene wegzuwerfen – und mit dem Standort auch Jahre der liebevollen Pflege eines schützenswerten Objekts in den Dreck zu werfen, das weit mehr als eine beliebige Immobilie ist? Hörst du's tatsächlich nicht? Wie groß muß denn das bunte Ohr in der Argentinierstraße noch werden? Funkhaus gehört gehört; gehört uns allen – wir kaufen es nämlich. Hoffentlich, ORF-Chefetage hast du's gehört; und verstanden?


Bernhard Brugger: Ein paar Gedanken

Leider ist es gang und gäbe Bewährtes zu zerschlagen um Tempel zu errichten die einen Zweck haben irgend eine Lobby zu Aufträgen zu verhelfen – die Argumente sind fadenscheinig dünn – man versucht jene zu ignorieren – die noch ein Verhältnis zur Wirklichkeit haben – diejenigen die dann in solche Sterilitätstürme einziehen sollen – sollen dann Leben mitbringen –  mit jeder "Verschalwand" wird ein Stück Durch- und Zulässigkeit von sich wettstreitenden Ideen zu geschüttet – mit Eisen die Eingangstüren verrammelt – mit viel Pomp und Kompetenz. Trara wird eine wortreiche Hülle über die Türme geschüttet. Mit einem Turm kann man keine Ideen erzeugen – besonders dann wenn im Hintergrund ein Wettbewerb tobt – der die Identitätstürme der einzelnen Lobbys in Fahnen vor sich her trägt – und dann enttäuscht ist das sie nicht wehen – am Gedanken – Wind der einzelnen Menschen – denen Leben mehr ist wie nur "Job" Arbeit ist – sie dann den Wind zu entfachen sollen. Womit? Mit einer Betonwand sicher nicht – mit ihr kann man ausgrenzen und verschrotten – da der verschrottete Schotter schon seine Schuldigkeit getan haben wird – nämlich Schotter verdient für wen? Und von wem?


Rudolf Muhr

Finden wir uns nicht damit ab, dass unter den merkwürdigsten Begründungen eine wichtige Institution zugesperrt wird. Das stillschweigende Zusperren sollte sich in diesem Land nicht einbürgern dürfen. Das Funkhaus in Wien als bedeutender kultureller Veranstaltungsort MUSS erhalten bleiben!


Alfred Schmudermayer

Ich möchte mich für die Erhaltung des Funkhauses aussprechen. Begründungen: Einerseits ist das Funkhaus das historische Stammhaus des Österreichischen Rundfunks, repräsentativ und gleichzeitig zweckmäßig und zentral gelegen. Es mag sein, dass es seit einiger Zeit modern ist die Stadtzentren auszuräumen und groß auf in der Peripherie zu planen. Stadtplanerisch und ökologisch gesehen kontraproduktiv. Zweitens besitzt das Funkhaus die optimale Infrastruktur für den Hörfunkbetrieb und hat sich auch, dank dem Programm Ö1, einen in der internationalen Medienwelt einzigartigen Ruf geschaffen. Dazu kommen auch meine persönlichen Erinnerungen, da ich in diesem Haus für einige Jahre mein Arbeitsplatz gehabt habe und ich in dieser Zeit für mein weiteres Leben im positiven Sinne geprägt wurde


Ilse Irmtraud Scherr

Als der Österreichische Rundfunk den Status des weitgehend Unbekannten hatte, verbannte man ihn in eine Wiener ‚Anstalt‘. Seine per ‚kurzer oder mittlerer Ätherwelle‘ ins Land getragenen verbalen Ausflüge trugen womöglich den Keim des Manipulativen in sich. So, wie der am 6. April 1945 zuletzt in Aktion gewesene ‚Reichssender Wien‘ oder der ‚Besatzungssender‘ der Russen ... – Aber die Unken aus dem Lager versteifter Pragmatiker beruhigten sich schnell: E i n Sendemast mit 30 Watt, was sollte der schon ausrichten? Als dessen Stärke 1946 auf ganze 10 Kilowatt erweitert wurde, war keiner mehr da, der dem neuen Österreichischen Radio das Wasser abgraben wollte. Sie waren schnell ‚Volkseigentum‘ geworden, die ersten ‚Mikrophon-Künstler‘. Ihr selbstironischer Umgang mit den unvermeidlichen Unzulänglichkeiten der Anfangsjahre war bald eine der unverzichtbaren Quellen von Kabarett und Heurigen-Humor. Und, ganz wichtig: Neben den neuesten Nachrichten wurden tagtäglich Kultur und Musik ins Heimatland hinaus getragen! Österreich war frei, der Donauwalzer befreit. Das ‚Anstaltskind‘ gedieh. Nicht einem Menschen gleich. Da war eher die Spezies Polyp gefragt. Viele Augen, viele Arme, wie etwa Funkerzählungen als neues Genre; sozusagen die dreidimensionale Erzählkunst. Kultur, Krimi, Kinderprogramm, Sachen zum Lachen, Radiokolleg ... Das Funkfeature wurde geboren; eine der hohen Schulen aktueller Reportagen ... Ebenso - unter dem berühmten Dirigenten Max Schönherr – das Rundfunkorchester: 50 Musiker ‚life‘ im Radio! Was für ein Fortschritt! Schon bald nach dem Ton lernten in der ‚Rundfunk-Anstalt‘ auch die ersten Bilder das Gehen. Damals hieß das Gebäude schon Funkhaus Argentinierstraße. Es hatte den Status einer wichtigen ORF-Sendezentrale erreicht ... die Historie des Funkhauses in der Argentinierstraße mit seinem ‚Ohr am Puls des Volkes‘ – sie bevölkerte Geist und Genie von Vielen, die dort aus und ein gingen. Von 1945 bis heute. Und jetzt soll Schluss sein? Clemens Holzmeister würde in seinem Grab kreisen, wüsste er das. Immerhin war er  mit den Architektenkollegen Heinrich Schmid und Hermann Aichinger für den ersten Nachkriegsumbau des 1945 bombardierten Gebäudes verantwortlich. Und dem nicht minder berühmten Gustav Peichl, der 1979 bis 1983 Hand an den Bau legte, muss die karikierende Tuschefeder in der Hand gefrieren, wenn er das erkennt ... Vielleicht sollte man die Verantwortlichen Goethes ‚Zauberlehrling‘ rezitieren lassen. Wegen der Geister, die sie riefen. Noch ist nichts verloren. Oder?


Gertraud Berka-Schmid

Der ORF in der Argentinier Strasse ist ein wichtiger Kulturort inmitten der Stadt, der vor allem auch die Kunst der Gegenwart LEBEN LÄSST und fördert. Viele Veranstaltungen sind Ergebnisse der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, wie z.B. der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien. Auch Interdisziplinäres hat genügend Platz. Es ist ein Treffpunkt für die buntesten Mischungen und Interessen. Philosophie, Wissenschaft, Forschung, Politik, Schauspiel, Sprache, Kabarett, Kritikfähigkeit darf sein .... Diesen kulturdurchtränkten Platz aufzugeben, hieße ein Stück Identität und Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner und Mitgestalter zu verlieren. DAS SOLLTEN WIR UNS NICHT LEISTEN DÜRFEN! KAPUTT IST KAPUTT!! Innovation aus Tradition, Vielfalt und Offenheit lassen sich nicht einfach umtopfen. Da gehört viel mehr dazu. Kunst und Kultur kann nicht der sogenannten Wirtschaftlichkeit, die keine Sinnfragen stellen muss, untergeordnet werden. Ein Budget ist per Gesetz „wirtschaftlich, sparsam und zweckmäßig“ zu verantworten und zu verwenden. SINNVOLL muss es nicht sein!!! Dafür beinhaltet es eine Tautologie. Die Wirtschaftlichkeit beinhaltet nämlich per se die Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit. Sinnlose Sparmaßnahmen zerstören wichtiges Gewachsenes. Rundfunkchor aufgelöst, RSO ständig in Gefahr ebenfalls aufgelöst zu werden, welche Sparten sind die nächsten?? Muss denn wirklich weiter an dem Ast gesägt werden, auf dem wir sitzen?

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Tipp
REANIMATION LAGEBEZEICHNUNG
flugschrift von Christian Steinbacher

Lediglich in Stichwörtern, ja so möchte sich eine besonnene Konzeptliteratur verwirklicht...

Incentives – Austrian Literature in Translation

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