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Peter Rosei: Karst.

Leseprobe

 

Die Wiener Szene ist in deutlich voneinander separierte Kreise, Netzwerke und Klüngel organisiert, dabei gegliedert nach Interessen, nach Prestige und Einfluss, nach Vermögen naturgemäß. Allerdings gibt es Leute, die überall drinsitzen und mitspielen: Da wird dann alles bald klein und übersichtlich, eins hängt wie die Klette am anderen, hebst du ein Ende auf, hast du das Ganze schon in der Hand.

(S. 99)

Da lachte Jana. In Tonios gebrochener Rede kam das auch zu drollig heraus.
"Wo hast du nur dein Deutsch her?"
"Aus Piran. Von den Gästen da gelernt."
"Piran? Erzähl!"
Tonio erzählte vom elterlichen Hof, von den Hügeln, der Küste, dem Meer. Es machte ihm Spaß, zu erzählen: von den Olivenbäumen, den Hühnern, vom Wein. Vom Karst. Von den Felsen. Vom Strand. Wie er später in Piran als Gigolo gearbeitet hatte, jahrelang. "Und diese Weiber hast du wirklich alle gefickt?", fragte Jana, fast ein wenig aufgebracht.
"Die waren nicht so wie du."

(S. 154)

Was Karst heißt, ist eine mehr oder weniger kahle Hochfläche über dem Meer, die aus Kalkstein besteht. In früherer Vorzeit wohl bewaldet, ist der Boden infolge der Abholzung jetzt karg, fruchtbare Erde findet sich bloß noch in den Poljen, die des Öfteren auch landwirtschaftlich genutzt werden: Wein, Mais und Weizen. Die meisten dieser Poljen stehen allerdings leer, sind von Dornengestrüpp überwuchert.

(S. 155)

En kovac konja kuje,
koliko žebljev potrebuje?
En, dva, tri,
pa povej število ti!

S. (176)


© 2018 Residenz Verlag, Wien

 

 

 

 

 

 

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