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Leseprobe: Egyd Gstättner - "Februarreise an den Tejo."

Dieses Buch der Unruhe sind die Selbstzeugnisse des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares aus Lissabon: Ein Journal intime. Ein Zigarettenrauch. Eine Traurigkeit. Ein epochaler poetischer Nihilismus. Una vita, der zweite - entstehungszeitlich eigentlich der erste - große Buchhalterroman der Literaturgeschichte, ist das Zeugnis des Buchhalters Alfonso Nitti aus Triest, die Schikanen in der Bank, die Degradierung von der Korrespondenz zur Buchhaltung, das Herauslösen des Lebens aus der Existenz, dessen Verwandlung in Rauch, das allmähliche Buchhalterexistentialistischwerden betreffend. (Mit Zeno Cosini hat Svevo auch den ersten großen Kettenraucherroman der Literaturgeschichte geschrieben). In beiden Büchern spielt der Ort, die Stadt - hier Triest, dort Lissabon -, in beiden Büchern spielen Landschaft, Klima, Wetter eine entscheidende Rolle. Hier werden alle Ereignisse entweder von der erfrischenden Bora oder dem niederdrückenden Schirokko angekündigt, dort vom Tejo, dem Meer, dem Regen, der Hitze, dem Wind, dem Dunst überhaupt ersetzt. Da und dort wird das Büro zur Weltbühne. Die kleinen Angestellten ohne Macht, Mittel, Kompetenzen zwischen ihren Listen und Registern und Tabellen sind die neuen Abenteurer, was in ihnen an Unruhe inmitten des Stillstands um sie ist, sind die neuen Abenteuer. Und in beiden Büchern wird der verblüffende Beweis angeboten, daß es so etwas tatsächlich gibt: Puren portugiesischen Nihilismus. Puren italienischen Nihilismus.
(S. 12f.)

© 2001, Edition Atelier, Wien.
Publikation mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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