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Cognac & Biskotten

Das schräge Tiroler Literaturmagazin feiert seinen 20. Geburtstag und präsentiert sich mit einer Ausstellung im großen Lesesaal unserer Bibliothek.

Cognac & Biskotten – wohl eine der schrägsten, ungewöhnlichsten und wahnwitzigsten Literaturzeitschriften der Welt – gibt es in vielerlei Gestalt. Es erscheint als Plastiksackerl, Konservendose, Fahne oder bedruckte Straßenbahn genauso wie als Diskette oder Schallplatte. Von Ausgabe zu Ausgabe wechselt dieses Tiroler Off-Szene-Projekt Thema, Format und Präsentationsort. Ein detailreich komponiertes Gesamtkunstwerk mit Alltagsgebrauchswert soll am Ende eines jeden Ausgabenexperimentes stehen. Zum zwanzigsten Geburtstag dieses Flaggschiffs innovativer Literaturvermittlung werden im Literaturhaus alle bisherigen vierzig Ausgaben sowie einige Relikte und Dokumente zu sehen sein.

Für Bibliotheken und Archive bedeutet dieses radikale Bekenntnis zum materialen wie formalen Experiment eine Herausforderung. Normalerweise stehen Periodika in unserem Lesesaal auf langen Regalen, ordentlich in schützenden Kartonboxen verwahrt und alfabetisch geordnet nach dem Titel der Zeitschrift. Die Alfabetisierung ist auch bei C&B kein Problem – aber die Lagerung?

Straßenbahnen sind hier nicht unterzubringen, riesige Fahnen auch nur schwer und wohin mit der Konservendose? Manchmal hat Thomas Schafferer ein Erbarmen und produziert parallel zur jeweiligen Aktion etwas, das vom äußeren Erscheinungsbild heimelig vertraut anmutet. Etwa der Kalender 2006 zum Thema „Ordnung“ im Format eines A4-Zeitschriftenheftes mit dem Titel „I-Tüpferlreiter & Zweierreihen“. Mitunter gibt’s auch ein normales, wenn auch verkleidetes Buch wie Schafferers „Splitternackt“ (2001) oder eine Begleitpublikation in Buchform wie zur „literarischen Straßenbahn“ (2007) oder zum 24-stündigen Theatermarathon „Provinzposse“ (2014).

Archivarisch etwas schwieriger war schon das Handling der „literarischen Archivschachtel“ (2006), zumindest vom Format her unproblematisch hingegen die Ausgabe Nr. 39 mit zehn literarischen Türanhängern „Bitte nicht stören!“

Andere Formate der besonderen Art werden exklusiv in der Ausstellung zu sehen sein und nach deren Ende in der einen oder anderen Form unsere Sammlungen bereichern. Für die Archivierung werden sich Lösungen finden.

Zur Ausstellungseröffnung am 18. September 2018 findet eine kurzweilige, melancholisch tiefgehende bis humorvoll augenzwinkernde Lesung statt, wo sich Thomas Schafferer (Tiroler Autor, Maler, Multimedia-Künstler sowie Gründer bzw. Mastermind von Cognac & Biskotten) durch alle Ausgaben lesen wird. Unterschiedlichste Texte von un- und bekannteren AutorInnen werden abwechslungsreiche, berührende und inspirative Einblicke in das „Literaturmagazin mit dem Wow-Aha-Effekt“ geben. Lesetechnisch und musikalisch wird er dabei von der vielseitigen Tiroler Musikerin Tanja Pidot begleitet.

Die Ausstellung ist bis 15. November 2018 während der Bibliotheksöffnungszeiten zu sehen.

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