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LITERATURpassage 2013 - 2018

Der Literaturautomat
Eröffnung der LITERATUR-
passage am 9. Oktober 2013
Wandzeitung "Beherrschen Sie sich", 2016
Wandzeitung "Warum lesen Sie?", 2017

Lesezimmer der Stadt im Wiener Museumsquartier

Vom 29. April bis 29. August 2019 präsentiert eine kleine Vitrinen-Ausstellung im großen Lesesaal der Literaturhaus-Bibliothek die Aktivitäten der Edition Atelier und ihrer Kooperationspartner im
Mikro-Museum der LITERATURpassage

Die LITERATURpassage ist eine der künstlerischen Themenpassagen des MuseumsQuartiers, die als offen begehbare Mikro-Museen das inhaltliche Spektrum des Areals erweitern.

Von 2013 bis 2018 wurde die LITERATURpassage kuratiert von Sarah Legler, Jorghi Poll (beide Edition Atelier), Elena Messner und Eva Schörkhuber - in Zusammenarbeit mit dem quartier21 sowie mit dem MQ-Writer-in-Residence-Programm, organisiert in Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

 

Die Ausstellungen umfassten:

- wechselnde Textinstallationen (Wandzeitungen) mit multimedialen Verknüpfungen
- die Reihe mit Vorsatz (Literaturautomat)
- Schaufenster, in denen zeitgenössische Literaturprojekte präsentiert wurden (Vitrinen-Ausstellungen).

 

Die künstlerische Gestaltung der Themenpassage

Sie wurde von Johanna Kandl (Wien/Berlin) unter dem Motto "Mit Vorsatz" umgesetzt.
Ausgehend von den Vorsatzpapieren, die bei der bibliophilen Bindung von Büchern eine große Rolle spielen, bemalte Johanna Kandl die Wand- und Deckenfelder der Passage mit verschiedenen Mustern und Motiven nach historischen Vorsatzpapieren.

 

Textinstallationen – Wandzeitungen

Die Wandzeitungen in der LITERATURPassage boten Textfragmente zu unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Themen, verortet auf aktuellen oder historischen Stadtkarten. Mit multimedialen Verknüpfungen in Form von QR-Codes konnten sich die PassantInnen weitere literarische Zugänge erschließen. So wurde die Passage auch zur Schnittstelle zwischen der Stadt als einem urbanen, politischen Raum und ihrer Literatur.

Die Textinstallationen wurden von Jorghi Poll, Nicole Szolga, Philipp Markus Schörkhuber und Dana Rausch gestaltet, die bearbeiteten Themenfelder lauteten:

- Eingelesen – Ausgelesen (2013)
- Fluchtwege (2015)
- Beherrschen Sie sich (2016)
- Querweltein (2016)
- The Hunger Strikes (2017)
- Monster der Natur, Kreaturen der Stadt (2017)
- Warum Lesen Sie? (2017)
- Kaisermühlen (2018)
- Eine Welt ohne Hunger ist möglich (2018)
- 100 Jahre Wahlrecht (2018)

 

Ein Ort der Produktion und Rezeption

Im Sinne der Passage, des Passierens und Gehens in der Stadt wurde das Lesezimmer der Stadt als interaktiver Ort gegenwärtiger literarischer Produktion und Rezeption gestaltet. In den Texten von AutorInnen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa wurden verschiedene räumliche, historische und politische Aspekte Wiens verhandelt.

Diese literarischen Neu-Perspektivierungen der Stadt wurden den PassantInnen durch die Ausstellungen und durch multimediale Verknüpfungen zugänglich gemacht. So konnten etwa mittels QR-Codes literarische Stadtspaziergänge heruntergeladen werden, die an andere Orte Wiens führten – hörend oder mitunter auch gehend, die Texte im Ohr, die Stadt vor Augen.


Die Reihe mit Vorsatz – Literaturautomat

Die neun Bände der Reihe mit Vorsatz konnten als Mini-Anthologie im Passagen-Automaten um 2,- Euro pro Stück erworben werden. In ihnen wurden Wiener "Klischees zum Zerreißen" ebenso literarisch verhandelt wie aktuelle gesellschaftspolitische Fragen.

- Band 1: "Ob Wien die Psychoanalyse erfunden hat und andere Klischees zum Zerreißen", mit Texten von Tamta Melaschwili, Sebastian Fust und Uroš Miloradovic (2013)
- Band 2: "Bitte sich festzuhalten" mit Texten von Jenny Dünser, Marion Guerrero und Claudia Tondl (2014)
- Band 3: "Kaffeesätze" mit Texten von Nomen Nescio, Elena Messner und Georgi Gospodinov (2014)
- Band 4: "Wiener Wind und Wetter" mit Texten von Eva Schörkhuber und Thomas Ballhausen (2015)
- Band 5: "Echte Wiener" mit Texten von Barbara Eder, Hanno Millesi, Sophie Reyer und Maria Seisenbacher (2016)
- Band 6: "Süsse Madeln" mit Texten von Clara Felis, Ursula Knoll, Ulrike Schmitzer und Berta Wirzing (2016)
- Band 7: "Das gute alte Wien" mit Texten von Else Feldmann, Lina Loos, Walter Buchebner und Joseph Roth (2017)
- Band 8: "Hackeln und Hadern" mit Texten von Peter Rezman, Eva Schörkhuber und Hans Weinhengst (2017)
- Band 9: "Wer* die Wahl hat. 100 Jahre Frauenwahlrecht", herausgegeben von Elena Messner, Eva Schörkhuber und Petra Sturm (2018)


Schaufenster – Vitrinen Ausstellungen

Die beiden Vitrinen in der LITERATURpassage boten Einblicke in zeitgenössische Projekte, die sich mit Literatur, ihrer Produktion, ihrer konkreten gestalterischen Umsetzungen, ihren gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen, ihrer Übersetzung und insgesamt mit ihrer Vielfalt beschäftigen.

 

Vitrinen-Kooperationen fanden statt mit:

- Keine Delikatessen (Literaturzeitschrift Wien)
- Triëdere. Periodikum für Theorie und Kunst (Literaturzeitschrift Wien)
- PS – Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben (Literaturzeitschrift Wien und Leipzig)
- metamorphosen. Magazin für Literatur und Kultur (Literaturzeitschrift Berlin), Jenny (Literaturzeitschrift Wien)
- Xaver Bayer und Hanno Milesi (Children of Revolution – Literaturzeitschriften der 1970er-Jahre und Austropilot)
- Podium (Literaturzeitschrift Wien)
- Institut für Anarchismusforschung (Ausstellung)
- papiertheater zunder (Ausstellung zum Stück Pannekoeks Katze – Die Sache mit den Räten)

 

Sommerloch-Festival

Drei Jahre lang, 2014 bis 2016, war die LITERATURpassage auch Schauplatz des Sommerloch-Festivals, bei dem SoundkünstlerInnen, MusikerInnen und AutorInnen gemeinsam die Grenzen künstlerischer Genres umspielten und neue Klang- und Sprachräume ausloteten.
Kooperationspartner dabei war der Dschungel Wien.

 

Soundspaziergänge zum Download:

- Kaisermühlen: soundcloud.com/sole-noir_textfeld/spaziergang-kaisermuhlen

- Museumsquartier: soundcloud.com/sole-noir_textfeld/sets/museumseinquartierungen-soundspaziergange-museumsquartier


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