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Sonja Harter katzenpornos in der timeline (Luftschacht, 2020)
Hermann Niklas Wetter (Limbus, 2020)
Dine Petrik Traktate des Windes (Bibliothek der Provinz, 2019)


Sonja Harter, Foto: © privat

Hermann Niklas, Foto: © Maria Seisenbacher

Dine Petrik, Foto: © privat

Fr, 27.03.2020, 19.00 Uhr

Neuerscheinungen Frühjahr 2020 | Buchpräsentationen mit Lesungen & Gespräch

ABGESAGT / VERSCHOBEN
NEUER TERMIN WIRD BEKANNTGEGEBEN

Literaturhaus-Leiter Robert Huez stellt drei Lyrik-Neuerscheinungen vor und spricht mit den Autor/inn/en über ihre Texte.

In ihrem vierten Lyrikband katzenpornos in der timeline arbeitet sich Sonja Harter (geb. 1983 in Graz, lebt als Autorin und Journalistin in Wien) Schritt für Schritt an vordergründig unscheinbaren Alltagssegmenten ab und wirft sie als Sprachstücke aus. Ihre gestellten Suchanfragen erstrecken sich von der Betrachtung des Kunstbetriebs bis hin zu übersteigerten Poetiken, der Überforderung im Netz und heilbringenden Politikern. Das alles geschieht frei von überhöhten Bildern, Harters Sprache ist dabei knapp, welthaltig und von einem lakonischen Witz getragen.

Menschen leben immer schon unter dem Einfluss des Wetters; entsprechend große Bedeutung hat der Blick in den Himmel. Wetter, Hermann Niklas' (geb. 1976 in Marbach/NÖ, lebt als Autor und politischer Bildner in Wien) lyrische Durchmessung der Troposphäre wird unversehens zur Untersuchung des eigenen Ich, des Du, des Lebens. Mit seinen sprachlichen Wetterphänomenen erschafft Niklas intime, immer stimmige Tonalitäten, die je nach atmosphärischer Schicht dicht und reibungsvoll oder luftig und flüchtig sind.

„Bei Dine Petrik ist schon die Prosa poetisch, wie sie mit der Kindheitsgeschichte Stahlrosen zur Nacht bewies. Der Band Traktate des Windes zeigt die Wiener Autorin nun als Lyrikerin, die viele Tonlagen, Stimmungen und auch Zwischentöne beherrscht. Sie hat den Band sorgsam komponiert und in die Abschnitte ‚Klage', ‚Getöse' und ‚Flucht' geteilt. Auf schmalem Raum finden Zartes, Elegisches und Hartes Platz. [...] Dem Buchtitel, der auf die Flüchtigkeit von Worten verweist, entsprechend weht einem aus diesen Gedichten etwas angenehm Leichtes entgegen.“, schreibt Sebastian Fasthuber im FALTER.


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