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Wien – Budapest Transit III – Zsófia Bán & Doron Rabinovici


Zsófia Bán, Foto: © Dirk Skiba

Doron Rabinovici, Foto: © Reinhard Werner

Zoltán Lesi, Foto: © Michal Gina

Di, 05.12.2017, 19.00 Uhr

Lesungen & Gespräch (auf Ungarisch & Deutsch)

Die Veranstaltungsreihe Transit ermöglicht seit 2014 den künstlerisch-literarischen Dialog zwischen ungarischen und österreichischen Autor/inn/en. Im öffentlichen Austausch wird es dem Publikum möglich, die im besten Sinne und in mehrfacher Hinsicht grenzüberschreitenden Begegnungen zu erleben.
Auch die aktuelle
Transit-Ausgabe ist der Programmatik kritischer Vitalität verpflichtet, bringt sie mit Zsófia Bán und Doron Rabinovici doch zwei Stimmen zusammen, deren Werke klug und reflektiert den Einfluss von Geschichte auf die Gegenwart reflektieren. Beide machen in ihren Texten das Unterschlagene, nicht zuletzt auch der Shoah, hörbar, arbeiten die Verantwortung des Einzelnen in den Zeiten globaler Zumutungen heraus.

Moderation: Zoltán Lesi (Autor, Mitglied des Attila József Kreis) & Barbara Zwiefelhofer (Literaturhaus Wien)

Zsófia Bán, 1957 in Rio de Janeiro geboren, aufgewachsen in Brasilien und in Ungarn, ist eine namhafte Kunst- und Literaturkritikerin. Sie hat in Filmstudios gearbeitet, war Ausstellungskuratorin und lehrt Amerikanistik in Budapest. Ihr literarisches Debüt Esti iskola (dt. Abendschule übers. v. Terézia Mora, Suhrkamp 2012) erhielt 2008 den Attila-József-Preis. Der Prosaband Amikor még csak az állatok éltek (dt. Als nur die Tiere lebten übers. v. Terézia Mora, Suhrkamp 2014) war auf der Shortlist des vom Berliner Haus der Kulturen ausgelobten Literaturpreis für einen "herausragenden fremdsprachigen Titel der internationalen Gegenwartsliteraturen und seine deutsche Erstübersetzung“). "Bilder, so einschneidend wie Messerklingen. ... Als nur die Tiere lebten ist ein Buch voll Leidenschaft und voll Tragik", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Homepage von Zsófia Bán

Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, in Wien aufgewachsen, ist Schriftsteller und Historiker. Sein Werk umfasst Kurzgeschichten, Romane und wissenschaftliche Beiträge. In Österreich hat er immer wieder prominent Position gegen Rassismus und Antisemitismus bezogen. Für seine Dissertation Instanzen der Ohnmacht. Die Wiener jüdische Gemeindeleitung 1938 bis 1945 und ihre Reaktion auf die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung, die 2000 im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp erschien, wurde er mit dem Jean-Améry-Preis für Essayistik ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Andernorts (Suhrkamp, 2010) und gemeinam mit Natan Sznaider Herz relo@ded. Kein Märchen. (Jüdischer Verlag, 2016), einen Crossover-Text über Zionismus und Israel. Sein jüngster Roman Die Außerirdischen (Suhrkamp, 2017) – "eine um die Ecke gedachte, bitterböse Zeitdiagnose" (Falter) – war auf der Longlist des Österreichischen Buchpreises. http://www.rabinovici.at/

Zoltán Lesi, geb. 1982 in Ungarn, lebt und arbeitet als Autor und Literaturübersetzer (aus dem Deutschen ins Ungarische) seit sechs Jahren in Wien; er publizierte in ungarischen und deutschsprachigen Zeitschriften sowie die Lyrikbände Daphnis ketskéi /Ziege von Daphnis (FISZ Verlag, 2009), Merül /Tauchen (JAK-Prae Verlag, 2014). 2016 wurde er mit dem Zsigmond Móricz Stipendium ausgezeichnet, derzeit ist er Teilnehmer des Austauschprogramms zwischen der Akademie Schloss Solitude (Stuttgart/D) und dem József Attila Attial Kreis – Literarische Vereinigung junger Schriftsteller (JAK) in Budapest.. Zoltán Lesi ist Begründer der literarischen Veranstaltungsreihe Wien-Budapest Transit und Redakteur der Weltliteratur Serie des Jelenkor-FISZ Verlags.

(Eine Kooperation von: Attila József Kreis, Bellestristikgesellschaft Ungarn und Literaturhaus Wien)


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