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"Im Anfang war Felix der Kater …" - Zu Ernst Kreneks Kino- und Filmallotria der Zwischenkriegszeit


Ernst Krenek, Paris 1924, Foto: Franz Löwy. © Wien Museum

Mi, 12.02.2014, 19.00 Uhr

SYNEMA & ÖSTERREICHISCHE EXILBIBLIOTHEK

Vortrag

Als einen "Ort irrationaler Freude" hat Ernst Krenek das Kino früh kennen und schätzen gelernt. In der Zwischenkriegszeit schreibt der 1900 in Wien geborene Komponist filmspezifische Beiträge für die Frankfurter Zeitung, die Musik-Monatszeitschrift Anbruch sowie die Wiener Zeitung. Unzählige Male ist in seinen Vorträgen, Werkstattberichten, Buchkritiken, Reiseessays und Zeitglossen von Film und Kino die Rede. Kreneks Befunde sind den in der Frankfurter Zeitung erscheinenden Denkbildern von Siegfried Kracauer, einem der profiliertesten Filmkritiker und -theoretiker der Weimarer Republik, verwandt: Wochenschau und Micky Maus, aber auch die dem Publikum aufgedrängten Kommerzkitsch-Produktionen werden als Mittel der Abblendung von der Wirklichkeit entlarvt. 1934, vier Jahre bevor Krenek in die USA emigriert, entsteht dann der Entwurf für einen österreichischen Film.
80 Jahre später nimmt Rebecca Unterberger (Universität Klagenfurt) das Szenario-Exposé in ihrem Vortrag in Ton und Bild zum Anlass, Ernst Kreneks (versuchten) Beitrag zur Film- und Kino-Debatte der Zwischenkriegszeit zu beleuchten.
Vorspann: Brigitte Mayr & Michael Omasta von SYNEMA
Ernst Krenek, geboren 1900 Wien, gestorben 1991 Palm Springs / USA, Komponist und Dichter; Schwiegersohn von Gustav Mahler, Schüler von Franz Schreker; emigrierte 1938 in die USA; Vertreter der Neuen Musik; schrieb Symphonien, Orchesterwerke, Kammermusik, Jazzmusik, Vokalwerke, Lieder und Opern, u. a. Jonny spielt auf (UA 1927).
Rebecca Unterberger (geb. 1983), Studium der Deutschen Philologie in Klagenfurt (Diplomarbeit: Jazz, Oper und Literatur. Ein Beitrag zur Avantgardediskussion der Zwischenkriegszeit; Dissertation: Zwischen den Kriegen, zwischen den Künsten. Ernst Krenek – „Beruf: Komponist und Schriftsteller"). 2008-2011 Mitarbeiterin im FWF-Projekt Moderne-Antimoderne. Zur Literatur und Kultur der österreichischen Zwischenkriegszeit; Forschungsschwerpunkte: Phänomene der (Inter-)Medialität, Reiseschreibung; Amerika-, Russland-Diskurse). Im Sommersemester 2013 Lehrbeauftragte an der Universität Klagenfurt. Jüngste Publikation (gem. mit Primus-Heinz Kucher): Akustisches Drama. Radioästhetik, Kultur und Radiopolitik in Österreich 1924-1934 (2013).
(Eine Veranstaltung von SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien – in Kooperation mit der ÖSTERREICHISCHEN EXILBIBLIOTHEK)




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