Erstes Wiener Lesetheater – Im Steingebirg von Elisabeth Freundlich


Di, 11.06.2013, 19.00 Uhr

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Politische Arbeit ist für Elisabeth Freundlich stets wichtiger als literarische, und ihre literarischen Arbeiten sind immer politisch, heißt es im Nachwort zu dem Band Finstere Zeiten (persona, 1986), der vier Erzählungen der Wiener Schriftstellerin Elisabeth Freundlich (1906–2001) – darunter auch die Novelle Im Steingebirg – enthält.
Freundlich, die in ihrer Geburtsstadt Wien Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaften studierte, floh 1938 mit ihrer Familie – ihr Vater, ein sozialdemokratischer Rechtsanwalt und Präsident der Arbeiterbank wurde 1934 verhaftet und unter Hausarrest gestellt – zunächst nach Zürich, später nach Paris, und 1940 nach New York. 1950 kehrte sie mit ihrem Ehemann, dem Philosophen Günther Anders, nach Wien zurück und war vor allem als Übersetzerin und Journalistin tätig.
Im Steingebirg – 1944 in New York entstanden – spielt zu Kriegsende im Salzkammergut. Ein ungewöhnlicher Kriminalfall schreckt das Dorf, das "früher" vor allem von Sommerfrischlern aus Wien gelebt hat, auf.
Es lesen: Hilde Schmölzer, Andrea Pauli, Judith Gruber-Rizy, Christa Nebenführ und Ruth Aspöck (verantwortlich).
(Eine Veranstaltung des Ersten Wiener Lesetheaters)