Reinhard Kaiser-Mühlecker Enteignung (S.Fischer, 2019)


Reinhard Kaiser-Mühlecker, Foto: © Jürgen Bauer

Fr, 15.03.2019, 19.00 Uhr

Neuerscheinung Frühjahr 2019 | Buchpräsentation mit Lesung & Gespräch

Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück, an dem er nie heimisch war. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, er beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Rätselhaft und faszinierend sind sie, Ines, Hemma, Flor, und sie ziehen ihn hinein in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen weggenommen wird. Ein existentieller und aufwühlender Roman darüber, wie diese Welt im Umbruch unsere Gefühle und Beziehungen verändert. Reinhard Kaiser-Mühlecker erzählt in Enteignung (S. Fischer) von einer Zeit tiefer Verunsicherung – er erzählt von unserer Gegenwart.

Lesung: Reinhard Kaiser-Mühlecker
Einleitung/Moderation:
Stefan Gmünder (Der Standard)

Reinhard Kaiser-Mühlecker, geb. 1982 in Kirchdorf an der Krems, wuchs in Eberstalzell/OÖ auf und lebt in Wien. "Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt."
Für seine sechs Romane und einen Erzählungsband wurde er vielfach ausgezeichnet,
Fremde Seele, dunkler Wald (S. Fischer, 2016) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
Peter Handke formulierte zum Werk Kaiser-Mühleckers: "Zwischen Stifter und Hamsun sind Sie ein Dritter."

Stefan Gmünder, geb. 1965 in Bern, lebt in Wien. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Zeitungsbranche arbeitet er seit 1998 bei der Wiener Tageszeitung Der Standard, deren Literaturredakteur er ist. Seit 2015 Jurymitglied des Ingeborg-Bachmann-Preises. Stefan Gmünder ist Herausgeber des 2005 in der Edition Selene erschienenen Bandes Die Republik Nizon. Eine Biographie in Gesprächen. 2018 veröffentlichte er im Suhrkamp Verlag gemeinsam mit Klaus Zeyringer den Band Das wunde Leder. Wie Kommerz und Korruption den Fußball kaputt machen.