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Internationale Erich Fried Tage 2016


Mo, 21.11.2016

17.00 Uhr  Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa | Round Table
Erinnerung im globalen Zeitalter
Fast jeder zehnte Mensch in Europa lebt, vielfach den Kriegen und Diktaturen der Gegenwart geschuldet, nicht in seinem Geburtsland. Im Vordergrund steht die Frage nach einem "europäischen Gedächtnisraum", einer durch den Holocaust angestoßenen Gedächtniskultur über die historischen und regionalen Kontexte hinaus.
Einführung: Veronika Zwerger
Mit:
Edek Bartz (Karaganda/Wien), Barbara Honigmann (Straßburg), Robert Schindel (Wien).
Moderation:
Doron Rabinovici (Autor, Historiker)
Edek Bartz, geboren 1946 in Karaganda, Kasachstan, ist ein österreichischer Musiker, Kulturschaffender und Kulturmanager. Mit seinem Schulfreund Albert Misak bildete er in den 1970er-Jahren das Duo Geduldig un Thimann, das die Pflege jiddischer Volksmusik betrieb. Er ist Lektor an der Universität für Angewandte Kunst und kuratiert seit vielen Jahren die Jahresausstellungen der Universität.
Barbara Honigmann wurde 1949,in Ostberlin geboren. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. Honigmann wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. 2000 mit dem Kleist Preis, 2004 dem Koret Jewish Book Award und 2011 mit dem Max Frisch Preis der Stadt Zürich. Ihre Bücher erscheinen im Hanser Verlag. Zuletzt: Bilder von A. (2011) und Chronik meiner Straße (2015).
Robert Schindel, geboren 1944 in Bad Hall bei Linz, ist Lyriker und Romancier. 2009 begründete er das Institut für Sprachkunst an der Wiener Universität für angewandte Kunst. Werke zuletzt: Man ist viel zu früh jung. Essays und Reden (2011), Der Kalte. Roman (2013), Scharlachnatter. Gedichte (2015). Robert Schindel wurde u. a. mit dem Erich Fried Preis (1993), und dem Heinrich-Mann-Preis (2014) ausgezeichnet.
(In Kooperation mit Wiener Vorlesungen)

 

19.00 Uhr Tagung Jüdische Gegenwarten in Europa | Round Table
Zeitgenössische jüdische Literatur
Es sollen Fragestellungen und Schreibprogramme jüdischer Autor/inn/en und Intellektueller der jüngeren Generation diskutiert werden, und zwar jenseits der Demarkationslinie öffentlicher Erwartungen und Zuschreibungen, gleich ob sie Vereinnahmung oder Ausschluss bezwecken.
Einführung: Ursula Seeber
Literarische Prologe:
Deborah Feldman (New York/Berlin) – Unorthodox (Secession, 2016) und Arnon Grünberg (Amsterdam/New York) – Muttermale (Kiepenheuer & Witsch, 2016)
Round Table:
Deborah Feldman, Julia Franck (Berlin), Arnon Grünberg
Moderation:
Bettina Bannasch (Literaturwissenschaftlerin)

Deborah Feldman, geboren 1986 in New York, wuchs in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, auf. Ihre autobiografische Erzählung Unorthodox erschien 2012 bei Simon & Schuster und war auf Anhieb ein New York Times-Bestseller. 2014 folgte Exodus. A Memoir bei Pinguin. Heute lebt die Autorin als Schriftstellerin mit ihrem Sohn in Berlin.
Julia Franck, geboren 1970 in Berlin. 1997 veröffentlichte sie ihr Debüt Der neue Koch. Ihr Werk erscheint in Deutschland im S. Fischer Verlag und ist in knapp 40 Sprachen übersetzt. Für ihren Roman Die Mittagsfrau erhielt sie 2007 den Deutschen Buchpreis, zuletzt publizierte sie 2011 den Roman Rücken an Rücken.
Arnon Grünberg, geboren 1971 in Amsterdam, ist für seine Tätigkeit als Kolumnist, Essayist, Journalist und Blogger bekannt. Neben allen großen niederländischen Literaturpreisen erhielt er 2002 den NRW-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Romanpublikationen zuletzt: Der jüdische Messias (2014), Der Mann, der nie krank war (2014), Muttermale (2016). Grünberg lebt und arbeitet seit 1995 in New York City.



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