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Ein Album für die Ewigkeit – Bodo Hell zu Gast bei Fritz Ostermayer


Bodo Hell, Foto: © Sigrid Landl

Fritz Ostermayer, Foto: © Pamela Russmann

Di, 26.03.2019, 19.00 Uhr

Autor/inn/en reden über Musik und Textproduktion

Ich befürchte, dass Bodo Hell bei der Wahl seines „Ewigkeitsalbums“ alles zuzutrauen ist. Alles außer Rock oder gar Pop. Bodo Hell und Motörhead gehen einfach nicht zusammen und es ist auch kaum vorstellbar, dass der Dichter als Senner auf seiner Alm laut Lady Gaga schmettert. Sonst aber bin ich auf alles gefasst: Solo-Maultrommel-Exzesse, Ziegenchöre, Okarina-Etüden oder – fast schon zu plakativ für den studierten Organisten Hell – das gesamte Orgelwerk von J. S. Bach. Blöd schauen würde ich allerdings, tanzte Bodo Hell mit DJ Hell an. An einen Culture-Clash der Namen Bodo und Bobo wage ich gar nicht zu denken.
(
Fritz Ostermayer / Leiter der schule für dichtung)

Bodo Hell, geb. 1943 in Salzburg, Studien am Salzburger Mozarteum (Orgel), an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (Film und Fernsehen) sowie an der Universität Wien (Philosophie, Germanistik, Geschichte). Er lebt heute als Dichter, Essayist und Künstler in Wien, im Sommer als Senner auf einer steirischen Alm am Dachstein. Hell erweist sich mehr und mehr als Meister eines Montage-Realismus, der dem Alltag, d. h. dem ganz normalen Wahnsinn, zur Sprache verhilft und so auf äußerst amüsante Weise dem Leser Einblick verschafft in sich selbst und ins Haus, das er bewohnt, ins Tollhaus unserer Gesellschaft. Hells vielseitiges avantgardistisches Werk umfasst neben Texten auch Fotografien, Filme, Hörspiele, Musikalben und Theaterstücke. Zusammenarbeit mit Friederike Mayröcker, Liesl Ujvary und Hil de Gard. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (1972), dem Erich Fried-Preis (1991), dem Berliner Literaturpreis (1998), dem Preis der Stadt Wien (1999), dem Preis der Literaturhäuser (2003) und dem Telekom-Preis Klagenfurt (2006). 2017 erhält er den Christine-Lavant-Preis und den Heimrad-Bäcker-Preis; aus der Begründung der Jury: "Bodo Hell eröffnet mit seinem Werk ein großartiges Panoptikum – er erkundet die Welt auf der Basis ihrer sprachlichen Aspekte und umgekehrt: sein Werk schafft sprachliche Szenarien, die uns unsere Umwelt neu erfahren lassen." Homepage Bodo Hell

(Eine Kooperation mit der schule für dichtung | www.sfd.at)



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