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Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung 2018


Maja Badridse, Foto: privat

Cornelius Hell, Foto: © Jelena Dabic

Preisverleihung am Sonntag, den 30.06.2019 um 11.30 Uhr in der Literaturhaus-Bibliothek

Die alljährlich verliehenen Österreichischen Staatspreise für literarische Übersetzung, dotiert mit zweimal 10.000 Euro, würdigen die Leistung von Übersetzer/innen fremdsprachiger Literatur ins Deutsche und von Übersetzer/innen österreichischer Literatur in andere Sprachen. Die Staatspreise für das Jahr 2018 gehen an Cornelius Hell und Maja Badridse (Georgien).

Begrüßung:
Robert Huez (Leiter Literaturhaus Wien)
Werner Richter (IG Übersetzerinnen Übersetzer)

Einleitende Worte:
Jürgen Meindl
(Leiter der Sektion für Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt)

Festrede:
Daniela Strigl

Vorstellung der Preisträgerin und des Preisträgers:
Andy Jelcic
(Preisträger des Österreichischen Staatspreises für literarische Übersetzung 2017)

Preisverleihung:
Jürgen Meindl
(Leiter der Sektion für Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt)

Dankesreden und Lesungen der Preisträgerin und des Preisträgers

Musik:
Sandro Miori (Saxophon, Querflöte)

Cornelius Hell ist neben seiner Tätigkeit als Literaturkritiker und Publizist seit rund 20 Jahren Übersetzer und Vermittler von Literatur aus dem Litauischen. Als solcher erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen von litauischer wie österreichischer Seite. Mit dem Österreichischen Staatspreis wird nun sein Lebenswerk als literarischer Übersetzer gewürdigt, das einen Querschnitt durch die zeitgenössische litauische Literatur darstellt. Beispielhaft erwähnt seien hier die historische Fiktion von Undiné Radzeviciute (u. a. Fische und Drachen, dt. 2017, Residenz; und Das Blut ist blau, dt. 2019, Residenz) mit ihrer minimalistischen, stark rhythmisierten Sprache oder der kraftvolle, durch eine geradezu soghafte Verbindung von Ironie, Scharfsinn und unerwartetem Einfall gekennzeichnete Stil von Giedra Radvilaviciute, einer der wichtigsten Essayist/inn/en Litauens. Dank seiner großen stilistischen und idiomatischen Sicherheit und seiner Fähigkeit, den Ton des Originals präzise zu treffen, findet Cornelius Hell in seinen Übersetzungen überzeugende, natürlich klingende Lösungen, was nicht zuletzt deshalb eine besondere Leistung darstellt, weil sich das Deutsche strukturell stark vom Litauischen unterscheidet.

Maja Badridse ist studierte Germanistin und arbeitet als Verlagslektorin und Übersetzerin deutschsprachiger Literatur in Tbilissi/Georgien. Ihre Übersetzungstätigkeit weckte in Georgien das Interesse für die österreichische Literatur, durch ihre Übersetzung wurde Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften einem breiten Publikum bekannt. Sie selbst erhielt dafür den renommierten Gala-Preis für die beste Übersetzung des Jahres. Maja Badridse ist es auch zu verdanken, dass die Werke Hermann Brochs den Weg ins Georgische fanden und dort nun in erstaunlichem Ausmaß rezipiert werden (Der Tod des Vergil, Die Schlafwandler). Der Name Maja Badridse gilt als Qualitätsmerkmal für die Übertragung österreichischer Literatur in eine Sprache, die der Deutschen so fern ist.

(Veranstaltet von der Interessengemeinschaft Übersetzerinnen Übersetzer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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