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Leseprobe: Peter Orthofer - "Money mag man eben."

Über Geld spricht man nicht, Geld hat man! Falls man davon zufällig weniger hat, als man braucht, schreibt man darüber. So entstand dieses Buch, das Sie nun, für wenig Geld, um viele Erfahrungen reicher macht. Kein schlechter Tausch - oder?
Ursprünglich waren ja alle Geschäfte rein Tauschgeschäfte. Das begann schon bei Adam und Eva, die uns allerdings kein Vorbild sein sollten: Sie tauschten ein ganzes Paradies gegen einen wurmstichigen Apfel. Schuld war natürlich die Schlange, der erste Anlagenberater der Geschichte! Der Tauschhandel konnte sich übrigens erstaunlich lange halten und wurde sogar noch zu Zeiten praktiziert, als es längst andere Möglichkeiten gab. So bezahlte etwa der Abt von Fulda für ein Stück Land noch im Jahre 827 in Naturalien. Er bot dafür unter anderem acht Schwerter und zwei Paar Ohrringe. Solche Geschäfte ergeben sich heute relativ selten, weil man kaum noch einen Abt trifft, der ein paar Schwerter mit hat oder gar Ohrringe trägt.
(S. 15)

Millionen Menschen bezahlen heute ihre Einkünfte mit Kreditkarten. Das hält zwar an der Kasse ein bißchen auf, und die Leute, die hinter einem in der Schlange stehen, murren, aber dafür hat man dann, wenn man heimkommt, dieses wunderbaren Gefühl, als sei einem eine gute Fee begegnet. Man hat einen riesigen Sack voll mit den schönsten Dingen und hat trotzdem kein Geld ausgegeben!
Leider kommt für das Ganze irgendwann einmal eine Rechnung. Dann ist man natürlich irrsinnig frustriert, und um den Frust loszuwerden, geht man wieder einkaufen.
(S. 70)

© 1999, NP-Buchverlag, St. Pölten, Wien.
Publikation mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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