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Double Exposure. Stimmen der Flucht. Österreichische Emigration nach Großbritannien ab 1938

Ein Projekt von von Bea Lewkowicz (Ausstellung und Film) und Anthony Grenville (Publikation)

 

Großbritannien nahm zwischen dem „Anschluss“ und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs über 30.000 vor den Nazis geflüchtete Österreicher auf, 90 Prozent von ihnen waren Juden. In nur 18 Monaten flüchtete also fast ein Sechstel der österreichisch-jüdischen Bevölkerung nach Großbritannien, das dadurch zu einem der wichtigsten Exilländer wurde.

Viele Kinder und Jugendliche erreichten die Insel mit den Kindertransporten, Erwachsene konnten etwa mit Visa für Hauspersonal einreisen. Nach der britischen Kriegserklärung an Deutschland als “enemy aliens” klassifiziert, wurden viele Flüchtlinge in Lagern interniert und teilweise nach Kanada oder Australien deportiert. Wer nicht in andere Exilländer weiterreiste oder nach 1945 zurückkehrte, baute sich ein Leben als “Continental Briton” auf.

Bea Lewkowicz und Anthony Grenville forschen am Research Centre for German and Austrian Exile Studies der University of London. “Double Exposure” ist Teil eines größeren Projekts zur jüdischen Emigration in Großbritannien, in dem seit 10 Jahren audiovisuelle Quellen und Archivmaterial (etwa der Association of Jewish Refugees) aufbereitet werden.

Die Ausstellung zeigt 25 Fotoporträts österreichischer jüdischer Flüchtlinge, unter ihnen bedeutende Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich wie die Tänzerin Stella Mann, die Verlegerin Elly Miller, der Musiker Norbert Brainin oder der Fotograf und Kameramann Wolfgang Suschitzky.

Double exposure” - doppeltes Ausgesetztsein – bezieht sich nicht nur auf das Leben der Vetriebenen zwischen den Kontinenten, Kulturen und Sprachen, sondern auch auf die Gesprächssituation mit der Filmemacherin: Die autobiografische Erzählung und deren mediale Interpretation, das "framing" durch die Interviewierin, sind ständig evident. In der begleitenden 50minütigen Video-Dokumentation sprechen die Porträtierten über ihre Lebensgeschichte, ihr Selbstverständnis als „Jewish refugees“, ihre britisch-jüdisch-österreichische Identität, ihr Verhältnis zur Vergangenheit und zum heutigen Österreich.

Vitrinen mit Originaldokumenten zum österreichischen Exil in Großbritannien aus den Sammlungen des Literaturhauses ergänzen die Ausstellung.

Das Buch ist im Wiener Czernin Verlag erschienen.

Noch bis 23. Dezember 2011 und vom 9. bis 13. Januar 2012


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