Der Reinhard-Priessnitz-Preis 2018 geht an Antonio Fian


© Nikolaus Korab

Antonio Fian schafft in seiner Prosa, in seinen Dramoletten, Gedichten und Bildern groteske und bizarre Situationen mit erfindungs- wie variantenreichen Sprachformen. Mit großer innovatorischer Lust an Witz und Sprache demontiert er Phänomene der Politik, des Alltags und des Kulturbetriebs kunstvoll und provokant bis zur Kenntlichkeit.
(aus der Jurybegründung)

Antonio Fian ist ein Autor, der mit seiner literarischen Arbeit weit über die Literaturszene hinaus wirkt. Das hat mit seinem Sprachwitz ebenso zu tun wie mit seiner Wahl der Themen. Tagespolitik, Kultur und Gesellschaft sind Ziele seiner dramatischen Interventionen. Nun erhält der Meister der Satire, der nicht nur die allseits bekannten Dramolette, sondern auch Erzählungen, Gedichte und Romane veröffentlicht, den Reinhard-Priessnitz-Preis 2018. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vom Bundeskanzleramt Kunst/Kultur finanziert und erinnert an einen der bedeutendsten Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz (1945–1985).

Die Jury: Gustav Ernst und Robert Schindel
Laudatio:
Karin Fleischanderl
Lesung:
Antonio Fian

Antonio Fian, geb. 1956 in Klagenfurt, lebt seit 1976 in Wien; schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Dramolette, mit denen er in unregelmäßigen Abständen das österreichische Kultur- und Geistesleben kommentiert. Er wurde u. a. mit dem Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik und dem Humbert-Fink-Literaturpreis ausgezeichnet. Mit seinem Roman Das Polykrates-Syndrom stand er 2014 auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen im Literaturverlag Droschl Schwimmunterricht. Dramolette VI (2016) und der Gedichtband Mach es wie die Eieruhr (2018).

Zur Preisverleihung & Lesung am Montag, den 29.10.2018 um 19.00 Uhr im Literaturhaus laden wir Sie herzlich ein!