Fährten. Mensch-Tier-Verhältnisse in Reflexionen des Exils.


Wolf Suschitzky: Guy the Gorilla, London, 1958, © Estate of Wolf Suschitzky

Von Spatzenhirnen ausgedacht
Bläh ich mich groß, ich Lump aus Lumpen –
Und Dünste der Gespensternacht,
Die mich zum Völkerschreck aufpumpen –
Ich: Manito der hohlen Gäuche –
Ich: Frack – Ich Braunhemd – Ich Brokat
Bin das System – Ich bin der Staat
   Ich bin der Führer
   Ich bin Nichts
   Die
        Menschenscheuche.
  
(Walter Mehring, 1933)
Da saßen wir nun in unsrer Arche Noah,
von Stürmen und Unwettern geschüttelt,
von Plagen heimgesucht, von einer Kette kleiner Katastrophen verfolgt,
und lernten dabei, wie man großen Katastrophen begegnet,
Plagen abhilft und sich bei Sturm und Unwetter verhält.

(Alice Herdan-Zuckmayer, 1952)
Kein Wunder, daß der Tierschutz-Verein in allen Ländern, in allen Schichten der Bevölkerung populärer ist, als der Völkerbund.
(Joseph Roth, 1937)

Von 22. bis 24. Oktober 2020 wird die Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Exilbibliothek und der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien stattfinden.
Wie bereits bei der 2014 von der Österreichischen Exilbibliothek ausgerichteten Jahrestagung Kometen des Geldes. Ökonomie und Exil wird im Vorfeld der Tagung ein Dissertant/inn/en-Workshop angeboten.

Die Jahrestagung 2020 beschäftigt sich mit dem Thema: Fährten. Mensch-Tier-Verhältnisse in Reflexionen des Exils. Bereits seit einigen Jahren befragen interdisziplinäre Studien das überlieferte dichotome Mensch-Tier-Verhältnis. Bei dieser Tagung soll die Exilforschung die Fragestellungen und Ergebnisse dieser aktuellen Debatten aufnehmen. Den call for papers finden Sie hier.

Willkommen sind Beiträge aus allen Disziplinen. Die Abstracts für Beiträge bitten wir bis 15. Jänner 2020 einzusenden an: Veronika Zwerger