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Veronika Zwerger wird neue Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek


Ursula Seeber und Veronika Zwerger, Literaturhaus Wien / Foto: Lukas Dostal

Der ursprüngliche Auftrag des Bundes war es, eine „Bibliothek des Exils“ aufzubauen. Für Ursula wurde jedoch sehr schnell evident, dass "mit den Büchern die Menschen kamen, die sie geschrieben hatten. Und es war klar, dass unsere Aufgabe hier nicht in der Forschung und Dokumentation allein liegen könne, sondern auch und vor allem in der Begegnung mit den Künstlerinnen und Künstlern des Exils selbst, in der Begegnung mit ihren Familien und Nachkommen. Das verstehen wir bis heute als unseren Auftrag."

– so die designierte Leiterin der Österreichischen Exilbibliohtek Veronika Zwerger beim Fest für Ursula Seeber im Wiener Literaturhaus am 2. Juni 2016.

Literaturhaus-Geschäftsführer Robert Huez gab der künftigen Leiterin der Exilbibliothek zum Einstand die besten Wünsche mit auf den Weg. „Ich freue mich, dass wir im eigenen Haus die ideale Besetzung für diese wichtige Funktion gefunden haben“, so Robert Huez.
Veronika Zwergers Einstieg in die Österreichische Exilbibliothek war ein Studentenjob. 2001 kam sie ins Literaturhaus, um die Nachlassbibliotheken von Alfred Marnau und Hilde Zaloscer aufzunehmen. Dabei wurden ihr die Personen hinter den Büchern lebendig und in der Folge befasste sie sich im Rahmen ihrer beiden Studien der Geschichte sowie der Kultur- und Sozialanthropologie mit Asyl und Exil, bis hin zu ihrer Diplomarbeit über das Tagebuch des Kurt Weinberg. Dieses Tagebuch eines 16-Jährigen kam als Geschenk eines Exilautors, der in Israel lebt, an die Exilbibliothek, und es war anfangs nicht ersichtlich, wer der Verfasser war. Diese Recherche über das Schicksal des Kurt Weinberg führte zur damals wissenschaftlich noch nicht dokumentierten Flucht der so genannten Zagreb-Kinder von Wien nach Palästina.
Im Laufe der letzten 15 Jahre haben Ursula Seeber und Veronika Zwerger nicht nur in der Alltagsarbeit zu einem perfekten Arbeitsverhältnis gefunden, sondern gemeinsam auch große Projekte durchgeführt. Zuletzt realisierten sie 2014 zum 20-jährigen Jubiläum der Exilbibliothek die Ausstellung „Zufall heißt uns Zuhause“ und organisierten die internationale Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung „Kometen des Geldes“ zum Thema Ökonomie und Exil, zu der sie gemeinsam mit Claus-Dieter Krohn auch den gleichnamigen Tagungsband herausgaben.
Aktuell ist die Exilbibliothek mit einer Leihgabe in der soeben eröffneten Ausstellung des Wien Museums vertreten: Chapeau! Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes präsentiert u. a. einen Hut der österreichischen Exilautorin und Modistin Mimi Grossberg, deren Nachlass im Besitz der Exilbibliothek im Literaturhaus ist. Der Ausstellungskatalog enthält einen Beitrag von Ursula Seeber zu den Hüten der Mimi Grossberg.

Mit Anfang Juli 2016 übernimmt Veronika Zwerger als Nachfolgerin von Ursula Seeber die Leitung der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus.
Kontakt: exkr4nilbiblihkwxqotcn6w4hek@k3pkliteraturhaus.a/mt, Tel. +431 5262044-39


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MMag. Veronika Zwerger

Geb. 1983 in Wien.
Seit 2001 Mitarbeiterin der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien.
Seit 2011 Mitarbeit im Organisationskomitee der Erich Fried Tage.
Ab Juli 2016 Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek.


Publikationen (Auswahl):

  • 2016 Österreicherin im Haushalt: The Periodical of Austrian Domestics. Überlegungen zu den Arbeits- und Lebensbedingungen der österreichischen Hausgehilfinnen in England. In: Charmian Brinson, Andrea Hammel (Hg.): Exile and Gender I: Literature and the Press. Yearbook of the Research Centre for German and Austrian Exile Studies.
  • 2015 „Kometen des Geldes. Ökonomie und Exil“. Jahrbuch der Gesellschaft für Exilforschung. Hrsg. gemeinsam mit Ursula Seeber und Claus-Dieter Krohn
  • 2015 Facts and Fiction. Literarische Reportagen. kolik 67. Zeitschrift für Literatur. Sondernummer anlässlich des Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage. Hrsg. gemeinsam mit Anne Zauner und Barbara Zwiefelhofer.
  • 2015 Erinnerungswege: die Österreichische Exilbibliothek. Gemeinsam mit Ursula Seeber. In: Die Doku. Gänzlich unabhängige einmalige Tageszeitung anlässlich des 50. Jubiläums der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur.
  • 2014 „Zufall heißt uns Zuhause“ 20 Jahre Österreichische Exilbibliothek. Ausstellung im Literaturhaus Wien. Kuratiert gemeinsam mit Ursula Seeber. (gleichnamige Ausstellungsbroschüre)




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