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Neue Materialien zu Utta Roy-Seifert in unserer Handschriftensammlung


Programmfolder "Der Rote Hund", Ende 1947

Utta Roy-Seifert, Foto von Astrid Wallner (2011)

Im Juli 2018 erhielt die Handschriften-Sammlung des Literaturhauses weitere Materialien aus dem Vorlass der Übersetzerin Utta Roy-Seifert als Geschenk. Utta Roy-Seifert wuchs in Breslau auf, 1937 übersiedelte die Familie nach Berlin, von dort 1944 nach Wien, wo sie Kunstgeschichte und Anglistik studierte. Neben dem Studium engagierte sich Roy-Seifert beim Sozialistischen Studentenverband, schrieb Theaterkritiken für die Zeitschrift "Der Strom", fand Zugang zu evangelischen Studentenkreisen und lernte die junge Schriftstellerin Ilse Aichinger kennen.
Nach dem Studium war Roy-Seifert als Dolmetscherin tätig und erhielt schließlich erste Angebote vom Wiener Zsolnay-Verlag für literarische Übersetzungen.
Seit 1981 engagiert sich Roy-Seifert als Mitbegründerin der österreichischen Interessengemeinschaft Übersetzerinnen Übersetzer für ihr Hauptanliegen: die Anerkennung und Wertschätzung der literarischen Übersetzung.
Sie selbst übersetzte zahlreiche Erzählungen, Romane und Gedichte aus dem englischen Sprachraum, vor allem aus Indien. 1992 wurde sie mit dem "Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung" ausgezeichnet, 1998 erhielt sie das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Die Nachlieferung umfasst 8 Boxen ihrer Übersetzungen von Romanen, Erzählungen und Hörspielen aus dem Englischen ab den 1970er Jahren bis 1999, u. a. von James Aldridge, Ruth Prawer-Jhabvala, Alexander Ramati und Iris Murdoch. Darüber hinaus enthält die Sammlung Ergänzungen zu bereits archivierten berufsspezifischen Sammlungen sowie zwei Mappen mit Materialien des Studentenkabaretts "Der rote Hund" aus der zweiten Hälfte der 1940er Jahre.

Zum Bestand:
http://www.literaturhaus.at/index.php?id=7994

 


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