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Stille Nacht * Silent Night * Noite Feliz


Hertha Pauli: Silent Night New York: Alfred A. Knopf 1943

Hertha Pauli: Noite Feliz São Paulo: Edições Melhoramentos [1946]

Wir wünschen allen unseren BesucherInnen frohe Weihnachten!
Das Literaturhaus Wien ist
von 21. Dezember 2018
bis 6. Jänner 2019 geschlossen.

Unser Weihnachtssujet stammt von der Wiener Schauspielerin, Journalistin und Schriftstellerin Hertha Pauli (1906-1973). Die Originalausgabe von "Silent Night" erschien 1943 im Exil in New York, die portugiesische Übersetzung ca. 1946 in São Paolo, die deutsche Ausgabe 1954 in Wien. Eine Begegnung mit einem Amerikaner, der das Lied "Stille Nacht" für ein amerikanisches Volkslied gehalten hatte, führte dazu, dass Hertha Pauli die Geschichte des Liedes aufschrieb. Die abgebildeten Buchausgaben sind im Bestand der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien zu finden.

2018 wurde Hertha Paulis Roman "Jugend nachher", der 1959 im Zsolnay Verlag erschienen ist und einen Blick von außen auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft wirft, im Rahmen der Veranstaltungsreihe Grundbücher der Österreichischen Literatur seit 1945 präsentiert. Die begleitende Publikationsreihe (hrsg. v. Klaus Kastberger und Kurt Neumann) erscheint in der Buchreihe Profile des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek ebenfalls im Zsolnay Verlag.

Obwohl ihre Familie zum Teil jüdischer Herkunft war, fühlte sich Hertha Pauli ihr ganzes Leben als "Halbchristin". Sie war die Tochter der Journalistin und Frauenrechtlerin Berta "Maria" Schütz (1878–1927) und des Arztes und Universitätsprofessors für Kolloidchemie Wolfgang Joseph Pauli (1869–1955), der aus einer jüdischen Prager Verleger-Familie stammte. Ihr Bruder war der Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Pauli. Ihre Einstellung und ihr familiärer Hintergrund schützten sie jedoch nicht davor, in der Zeit des Nationalsozialismus diffamiert und verfolgt zu werden. 1936 erschien ihr erster Roman "Toni, ein Frauenleben für Ferdinand Raimund". Der zweite Roman, der sich der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner widmete, wurde 1938 in Deutschland auf die "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums" gesetzt. Nach ihrer Emigration in die USA setzte sie ihre schriftstellerischen und journalistischen Arbeiten fort. Ab 1940 erschien im "Aufbau" in vier Folgen ihr "Tagebuch einer Flucht". Ihre Biografie "Alfred Nobel. Dynamite King. Architect of Peace" hatte großen Erfolg. Ihre in Wien verfassten Bücher erschienen als Fortsetzungsromane in der New Yorker Staatszeitung "Herold". Ihre Erinnerungen veröffentlichte sie 1970 unter dem Titel "Der Riß der Zeit geht durch mein Herz. Ein Erlebnisbuch".
Darüberhinaus erlangte Hertha Pauli in den USA große Bekanntheit als Jugendbuchautorin.
Hertha Pauli starb am 9.2.1973 im Southside Hospital in Bay Shore auf Long Island, USA.

 

 

 

 

 

 

 


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