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Franz Blaas: Omas kleine Erde. Eine Art Roman.


Typoskript des Romans für die Oma zu ihrem 100. Geburtstag

Stark überarbeitete Typoskriptseite aus dem Kapitel "Penthouse" (S. 337)

BOBO FING Vogelmaske, o.D.; aus der Box "Ideensammlung".
"Das hebt die Stimmung: Wenn Menschen in der Maske von Vögeln auftreten können, sind sie immer fabelhaft im Bilde."
(b, c, Comet Books 2007)

Blick in die Box der „Wörtersammlung“

Im Mai übergab der Künstler und Schriftsteller Franz Blaas der Dokumentationsstelle im Literaturhaus Wien zwei große Kartons mit Materialien zur Entstehung seines Romans "Omas kleine Erde", der 1995 im Linzer Grosser Verlag erschienen ist.

Franz Blaas, geboren 1955 in Passau, wuchs in Freinberg, Oberösterreich, auf. Er besuchte die Pädagogische Akademie, ab 1976 die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz und war Mitbegründer der Stadtwerkstadt Linz. 1982 ging er nach Wien und studierte bis 1984 an der Hochschule für Angewandte Kunst. Nach einem dreijährigen Berlinaufenthalt bis 1989 kehrte Franz Blaas nach Wien zurück, wo er seither als Zeichner und Schriftsteller tätig ist. Drei Jahre arbeitete er an seinem Roman, in dem er 1995 zu seinem 40. Geburtstag auf 526 Seiten eine Art Rechenschaftsbericht über sein bisheriges Leben unternahm, "eine Textmasse, die sich mit landläufigen Kriterien schwer beschreiben läßt: Künstlerautobiographie wäre wohl noch die Schublade, in der man sie am ehesten unterbringt, ein österreichisches Leben, das in den noch düsteren fünfziger Jahren beginnt und sich dann im Schlußteil unter dem Titel 'Die Zukunft: sitzen, drücken, schauen, schlafen' ins nächste Jahrtausend bis ins Jahr 2048 katapultiert." (Wendelin Schmidt-Dengler, Profil, 09.10.1995)

Der Bestand umfasst sämtliche Text- und Korrekturstufen sowie diverse Materialien, die Franz Blaas für den Roman verwendet hat: Notizzettel mit Ideen- und Wörtersammlungen, Text- und Fotomaterialien zu den einzelnen Kapiteln, ein Verzeichnis der verwendeten Bücher, Tonkassetten von Gesprächen mit der Großmutter, zwei Radiosendungen sowie eine Videokassette der "Dreharbeiten in Omas Zimmer in Freinberg O. Ö." von C. B. Schneider aus dem Jahr 1991. Die Sammlung enthält aber auch die Spiralblöcke, auf denen die Oma beim Kartenspiel "Watten" die Spielstände festhielt, Fotos zu ihrem 100. Geburtstag und Beispiele ihrer Strickarbeiten.

Ein Konvolut mit Rezensionen und eine Dissertation von Pascal Pätow ergänzen den Bestand. Erhalten ist auch das Fax von Wendelin Schmidt-Dengler an den Verleger Anton Hauser vom 1. Juli 1995, in dem er noch vor Abschluß der Lektüre seiner Begeisterung Ausdruck verleiht und eine Besprechung des Bandes ankündigt, die mit den Worten schließt: "Es ist zu wünschen, daß dieses Buch aus einem bislang so gut wie unbekannten Verlag seinen Platz in den Annalen der österreichischen Literatur erhält, und zwar nicht nur wegen seines Umfangs."

Werke von Franz Blaas in der Literaturhaus-Bibliothek: 

  • Omas kleine Erde. Eine Art Roman. Grosser, 1995
  • a, b. Comet Books, Bd. 7, 2007
  • b, c. Comet Books, Bd. 8, 2007
  • c, d. Comet Books, Bd. 9, 2007
  • Österreichische Literatur 2007. Ein Pressespiegel. Zirkular Sondernummer 69. (Covergestaltung)

 

 


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