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Buchkultur im Exil

Ausstellung
22. März - 13. April 2011

Martin Flinker (Archiv E. Fischer)

H. P. Kraus 1945 in seinen Antiquariat in Manhattan (Archiv E. Fischer)

Mary S. Rosenberg (Archiv E. Fischer)

 

Das NS-Gewaltregime hat in der deutschsprachigen Buchkultur einen zerstörerischen Kahlschlag verrichtet. Unzählige rassistisch oder politisch Verfolgte aus der Buchbranche wurden um ihre Firmen und Arbeitsplätze gebracht, waren zur Flucht gezwungen oder wurden im Holocaust umgebracht. Wer emigrieren konnte, hatte sich eine berufliche Existenz in Südamerika oder Palästina, London oder New York aufzubauen.

So leistete diese Emigrantengruppe, bis in die Gegenwart nachwirkend, einen enormen Beitrag für den kulturellen Transfer und die internationalen Verflechtungen in der Welt des Buches.
Unter ihnen war der Buchhändler Martin Flinker, dessen Librairie ein bedeutender Pariser Intellektuellentreffpunkt wurde. Oder der Wiener Antiquar Hans Peter Kraus, Fachmann für alte Handschriften und Drucke, der sich in den USA mit Kraus Reprint Corp. auf Nachdrucke von wissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften spezialisierte.
Hans Ungar schuf in Bogotá mit seiner Librería Central in den Anfangsjahren des Exils eine Anlaufstelle für die europäischen Flüchtlinge, später ein landesweites Vertriebssystem für spanischsprachige Bücher und Zeitschriften.
Mary S. Rosenberg, Buchhändlerin aus Fürth, war in New York zunächst Promotorin von Exilverlagen wie Pazifische Presse oder Aurora und führte später eine bedeutende Importbuchhandlung.
George Weidenfeld,
geboren 1919 in Wien, ist wohl der bekannteste Exilverleger der jüngeren Generation.

Ernst Fischer, Germanist und Professor für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, hat diese Berufsgruppe in 20jähriger Arbeit erforscht und präsentierte am Dienstag, den 22. März 2011 um 19 Uhr im Literaturhaus erstmals die über 800 Lebenswege und Fluchtgeschichten in seinem biographischen Handbuch
Verleger, Buchhändler & Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933
  in Text und Bild (Verband Deutscher Antiquare e.V. 2011).
Begrüßung: Eberhard Köstler, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Antiquare e.V.
Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich.

Im Kontext zeigt das Literaturhaus Bücher, Verlagsprospekte, Lebensdokumente, Fotos und Korrespondenzen aus der Sammlung Ernst Fischer und aus eigenen Beständen in der Bibliothek.

Eine Rezension von Murray G. Hall ist im Buchmagazin erschienen.

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