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Leseprobe: Walter Wippersberg - "Die Geschichte eines lächerlichen Mannes."

Er mußte endlich aus dem Gefühlssumpf herauskommen, in den er durch Bernhammer geraten war, er mußte das Bernhammer-Problem in den Griff bekommen, das hieß: Er mußte es analysieren, sich die wichtigsten zu klärenden Fragen aufschreiben.
An diese Überlegung von vorhin knüpfte er an: Bernhammer konnte Täter oder Werkzeug sein. Daß er auf eigene Faust - mit welchem Ziel auch immer - gekommen sei, dafür sprach dies: Wer sich seiner zu irgendeinem miesen Zweck bedient hätte, der hätte damit rechnen müssen, daß Roller sich gar nicht erst mit ihm einlassen würde. Wenn irgendwer etwas hatte, womit Roller abgeschossen werden könnte, würde der sich ausgerechnet der Hilfe eines Sandlers bedienen? Wenn ja, dann konnte - anders herum überlegt - eben darin die Lösung des Rätsels liegen. Freilich: Welche Art von Spiel könnte das sein, für das man einen Obdachlosen brauchen könnte, einen ehemaligen Schulkollegen?
Auch das war freilich zu bedenken: Bernhammer hatte es genau richtig angefangen, um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Roller war ihm auf den Leim gegangen ... Was von dem stimmte, was er erzählt hatte? Nicht viel vermutlich, stellte Roller jetzt fest. Nichts deute laut Piborosch darauf hin, daß jener Hans Bernhammer von damals kriminell geworden sei. Wa-rum hatte er sich dann als alten Häfenbruder ausgegeben? (S. 88f.)

© 2000, Otto Müller, Salzburg, Wien.
Publikation mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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