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Peter R. Wieninger: Die Fährte des Drachen.

Kriminalroman.
Leipzig: Reclam, 1997.
224 S., brosch.; DM 16.-.
ISBN 3-379-01591-1.

Link zur Leseprobe

Daniel Dillinger, Möchtegern-Privatdetektiv amerikanischer Prägung - Frauenheld, Trinker, stets am Rande des finanziellen Ruins - erhält Besuch. Oberoffizial Eduard Novotny erteilt ihm den Auftrag, seine Frau Gloria, die Sekretärin des Bürgermeisters, zu beschatten. Er verdächtigt sie des Ehebruchs.

In der Hauptstadt herrscht eine drückende Stimmung. Es ist heiß, hat seit Wochen nicht geregnet. Auch der Wahlkampf um die Schicksalswahl des Jahrtausends nähert sich seinem Höhepunkt. Wer wird die Wahl gewinnen?
Dillinger nimmt die Spur der Frau seines Klienten auf und verfolgt sie durch die ganze Stadt. Er vermutet, daß sie einem Callgirlring angehört und auch der Bürgermeister zu ihren Kunden zählt.

Gloria Novotny bemerkt ihren Schatten und stellt ihn zur Rede. Das Blatt wendet sich und der Verfolger wird zum Verfolgten. Dillinger macht Bekanntschaft mit Hauptmann Rellik, der ihn auf äußerst unsanfte Art davon zu überzeugen versucht, seine Finger aus dem Spiel zu lassen.

Ohne es zu wollen, ist er in einen Machtkampf um die Herrschaft der Stadt geraten. Doch ein private eye gibt nicht so schnell auf. Wenig später findet man Glorias Leiche neben dem völlig betrunkenen Privatdetektiv in dessen Büro. Dillinger flüchtet auf spektakuläre Weise vor der Polizei und findet bei seiner Geliebten, der Journalistin Diana Colditz, Unterschlupf. Er kennt nur noch eines: Haß. Er muß den Mörder Gloria Novotnys finden.

Doch wer sind die Drahtzieher? Wer gibt die Befehle?
Die Ermittlungen führen ihn direkt in die Höhle des Drachen, wo er die Antwort auf alle seine Fragen findet.

Mit "Die Fährte des Drachen" legt Peter Wieninger seinen zweiten Kriminalroman vor. Eine teilweise überdrehte und unappetitliche Story, die den Leser jedoch von der ersten Seite an in ihren Bann zieht. Eine Geschichte um Geld, Macht, Korruption und Information, dem technischen Standard der Internet-Gesellschaft angepaßt. Der wahre Mörder ist unsterblich. Big brother läßt grüßen.

Karin Fleisch
13. August 1997

 

 

 

 

 

 

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