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Ilse Aichinger: Kurzbiografie

Buchcover "Ilse Aichinger. ein Bilderbuch von Stefan Moses". S.Fischer, 2006.

Ilse Aichinger ist am 11. November 2016 in Wien gestorben.

Im Rahmen der Internationalen Erich Fried Tage 2016 gibt es am 19. November um 19.00 einen Programmschwerpunkt zu Ilse Aichinger:
In memoriam Ilse Aichinger
Eine Würdigung
mit Originaltoneinspielungen

http://www.erichfriedtage.at/2016/samstag19-11.php

Sie war da. Aber stets irgendwie so, als wäre sie nicht da,
schreibt Klaus Kastberger in seinem Nachruf in der "Zeit Online" vom 12. 11. 2016:
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-11/ilse-aichinger-nachruf


1921 werden Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga Aichinger in Wien als Töchter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin geboren, 1938-1945 Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Viele Familienangehörige der Mutter werden ermordet, Ilse Aichinger wird "dienstverpflichtet".

1945 beginnt Ilse Aichinger ein Medizinstudium, das sie 1947 abbricht, um zu schreiben.
1948 wird ihr Roman "Die größere Hoffnung", ein Werk mit autobiographischen Zügen, veröffentlicht.
Ilse Aichinger ist in der Folge im Lektorat des S. Fischer-Verlages und als Assistentin an der Ulmer Hochschule für Gestaltung tätig.
1951 Einladung zur "Gruppe 47" , wo sie ihren Mann, den Schriftsteller Günter Eich kennenlernt. Heirat 1953.
1952 Literaturpreis der "Gruppe 47" für die "Spiegelgeschichte".
1954 bringt sie den Sohn Clemens, 1957 die Tochter Mirjam zur Welt.
1963 zieht Ilse Aichinger mit ihrer Familie nach Groß-Gmain bei Salzburg, wo sie (unterbrochen von einer Afrikareise 1966 und einer Lesereise durch die USA 1967) bis 1984 lebt. 1972 stirbt ihr Mann Günter Eich.
Von 1984-88 lebt Ilse Aichinger zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen in Frankfurt, danach in Wien.

Enge Freundschaft mit Richard Reichensperger (1961 - 2004), Ende der 1990er Jahre nach einer langen Schaffenspause wieder literarische Arbeiten, in der Folge Texte für die Tageszeitung "Der Standard", die gesammelt auch in Buchform erschienen sind (siehe Werke).

Ilse Aichinger war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Akademie der Künste in Berlin.

Im S. Fischer Verlag Frankfurt erschienen 1990 Materialien zu Leben und Werk von Ilse Aichinger, 1991 eine achtbändige Werkausgabe (siehe "Werke")

Preise, Auszeichnungen (Auswahl):

  • 1952 Literaturpreis der Gruppe 47
  • 1955 Karl-Immermann- Preis der Stadt Düsseldorf
  • 1957 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen
  • 1961 u. 1991 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
  • 1968 Anton-Wildgans-Preis der Österr. Industrie
  • 1971 Nelly- Sachs- Preis der Stadt Dortmund
  • 1974 Würdigungspreise der Stadt Wien und des BMUK
  • 1979 Georg-Trakl-Preis für Lyrik des BMUK Wien und des Landes Salzburg
  • 1979 Franz-Nabl-Literaturpreis der Stadt Graz
  • 1982 Petrarca-Preis des Burda Verlages München
  • 1983 Franz-Kafka-Preis der Stadt Klosterneuburg
  • 1984 Günter-Eich-Preis der Rauriser Literaturtage
  • 1984 Marie- Luise- Kaschnitz- Preis
  • 1987 Europa-Literaturpreis der Europäischen Union
  • 1988 Weilheimer Literaturpreis
  • 1990 Manès-Sperber-Preis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung
  • 1991 Solothurner Literaturpreis
  • 1991 Peter-Rosegger-Literaturpreis des Landes Steiermark
  • 1995 Großer Österrreichischer Staatspreis für Literatur
  • 2000 Joseph-Breitbach-Preis der Mainzer Akademie der Wissenschaften
  • 2002 Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln
  • 2015 Großer Kunstpreis des Landes Salzburg

Werke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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