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Internationale Erich Fried Gesellschaft

Erich Fried, Hamburg 1982. Foto: Catherine Boswell Fried

Am 22. November 1989, genau ein Jahr nach Erich Frieds Tod, wird die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache durch den Gründungspräsidenten Hans Mayer ins Leben gerufen.
Die Gesellschaft hat es sich zum Anliegen gemacht, die deutschsprachige Literatur und im besonderen natürlich Erich Frieds Werk durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen zu fördern.
Seit 1990 wird der Erich Fried Preis, einer der höchstdotierten Literaturpreise Österreichs (15.000 Euro), verliehen.
Im Herbst 1996 übernahm die Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus in Wien die Organisation der Erich Fried Tage, seit 1999 Tagungen in Kooperation mit dem Literaturhaus.
Die Internationale Erich Fried Gesellschaft ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) http://www.alg.de/

RÜCKSCHAU
link: Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage 2015

Catherine Boswell Fried Foto: © Lukas Dostal
Erich Fried Skulptur, gezeigt im Literaturhaus Wien, 2007

Nachruf:

Die Internationale Erich Fried Gesellschaft gibt mit großem Bedauern bekannt, dass Erich Frieds Witwe, die britische Künstlerin Catherine Boswell Fried, am 4. Februar 2015 in London verstorben ist.

Catherine Boswell Fried wurde 1936 in London geboren; sie zählte mehr als fünfzig Jahre und hatte bereits drei Kinder mit ihrem Mann, dem österreichischen Dichter Erich Fried, groß gezogen, als sie ihr Kunststudium begann. Allerdings hatte sie durch ihre Mutter, eine Absolventin der berühmten Slade-Kunstschule, schon früh einen Zugang zu den bildenden Künsten gefunden - erste Zeichnungen, Skizzen, Radierungen und Malereien entstanden.

Ursprünglich studierte Catherine Boswell Fried englische Sprach- und Literaturwissenschaft. Sie zog nach Paris, wo sie unter anderem als Lehrerin arbeitete, sowie für das Radio, im Kunstbereich und in der Bildrecherche tätig war.

Catherine Boswell Fried entwarf auch Storyboards für Filme und arbeitete als professionelle Fotografin. Nachdem sie Bildhauerei am Central St. Martins College studiert hatte, wurde diese Kunstform zeitlebens zu ihrem bevorzugten Ausdrucksmittel. Sie lernte darüberhinaus Malerei mit Jennie Franklin und Jeremy le Grice, ihr Interesse an Kupferstich und Radierung vertiefte sie in London, Paris und Hangzhou (Volksrep. China).

Ihr Werk ist in zahlreichen Publikationen dokumentiert. Zuletzt zeigte das Literaturhaus Wien in Zusammenarbeit mit der Internationalen Erich Fried Gesellschaft im Jahr 2007 eine Schau ihrer bildhauerischen und fotografischen Arbeiten. Ihre Erinnerungen an Erich Fried erschienen unter dem Titel Über kurz oder lang (Aus dem Englischen von Eike Schönfeld) 2008 im Verlag Wagenbach.

Näheres zur Internationalen Erich Fried Gesellschaft

 

Organisationsbüro:

Literaturhaus Wien
Dr. Anne Zauner
A-1070 Wien, Seidengasse 13
Tel.: 0043.1.526.20.44-0
Fax: 0043.1.526.20.44-30



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