Wolfgang Hildesheimer

Geb. 1916 in Hamburg. Schriftsteller und Maler. 1933 Emigration über England nach Palästina. Tischlerlehre in Jerusalem, Ausbildung als Zeichner und Bühnenbildner in London. 1939 Rückkehr nach Palästina. Von 1940 bis 1942 als Englischlehrer in Tel Aviv tätig. Von 1946 bis 1949 Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen. 1950 erste schriftstellerische Arbeiten, 1952 erste Buchveröffentlichung. Ab 1957 Wohnsitz in Poschiavo/Graubünden (Schweiz). 1983 bewußte Aufgabe der Produktion von Primärtexten (nur noch Essays, Reden u.ä.). Mitglied des PEN-Zentrums in der BRD sowie der Akademie der Künste in Berlin. 1982 Ehrendoktorat der Universität Gießen. Gest. 1991 in Poschiavo.

Auszeichnungen: u. a. 1954 Hörspielpreis der Kriegsblinden, 1966 Georg-Büchner-Preis, 1982 Literaturpreis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste, 1991 Weilheimer Literaturpreis.

Publikationen (Auwahl):
Lieblose Legenden. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1952.
Das Opfer Helena. Monolog. Zwei Hörspiele. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1965.
Über Georg Büchner. In: Büchner-Preis-Reden 1951-1971. Stuttgart: Reclam, 1972.
Mein Judentum. In: Hans-Jürgen Schultz (Hg.): Mein Judentum. Stuttgart: Kreuz, 1978.
The Jewishness of Mr. Bloom/Das Jüdische an Mr. Bloom. Zweisprachige Ausgabe. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1984.
Die Theaterstücke. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1989.
Der Ruf der Wüste. Erzählungen. Stuttgart: Reclam, 1991.