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Erich Fried Preis 2006

Der Erich Fried-Preis wird auf Vorschlag einer jährlich wechselnden, autonom entscheidenden Jurorin oder eines ebensolchen Jurors vergeben. Dieser Modus ist dem Verfahren nachgebildet, das bei der Vergabe des renommiertesten deutschen Literaturpreises vor 1933, des Kleist-Preises, angewendet wurde und das seit der Neuerrichtung des Preises 1985 wieder angewendet wird.
Beim alten, 1912 gegründeten Kleistpreis hieß der Juror Vertrauensmann. Er war also derjenige, dem der Vorstand der Gesellschaft zutraute, den Richtigen oder die Richtige zu finden und dem er vertraute, dass er sich bei dieser Aufgabe ausschließlich von literarischen, d.h. von qualitativen Gesichtspunkten leiten ließe; dass also persönliche Rücksichten und Beziehungen außer Betracht blieben.
Ein solcher Juror, nein, ein solcher Vertrauensmann ist Michael Krüger. Er ist einer, für den von jeher das Außerordentliche bestimmend war.

 
Kurt Groenewold   Marcel Beyer   Klaus Amann mit Arno Geiger   Marcel Beyer, Franz Morak   Klaus Amann, Walter Hinderer, Michael Krüger   Jacqueline Merz, Marcel Beyer, Friederike Mayröcker  
Marcel Beyer   Walter Hinderer, Franz Morak  
  Sonntag, 26. November 2006
11 Uhr im Literaturhaus in Wien Programm Verleihung des Erich Fried Preises 2006 an Marcel Beyer
im Literaturhaus in Wien
1070, Seidengasse 13 Begrüßung Kurt Groenewold
Vorsitzender der Erich Fried Gesellschaft Einführung Klaus Amann
Präsident der Erich Fried Gesellschaft Laudatio Michael Krüger
alleiniger Juror (Verleger Carl Hanser Verlag) Preisverleihung Franz Morak
Staatssekretär für Kunst und Medien Rede Marcel Beyer
Auszug aus der Rede von Klaus Amann
Den Text in voller Länge finden Sie hier   Der Erich Fried-Preis wird auf Vorschlag einer jährlich wechselnden, autonom entscheidenden Jurorin oder eines ebensolchen Jurors vergeben. Dieser Modus ist dem Verfahren nachgebildet, das bei der Vergabe des renommiertesten deutschen Literaturpreises vor 1933, des Kleist-Preises, angewendet wurde und das seit der Neuerrichtung des Preises 1985 wieder angewendet wird.
Beim alten, 1912 gegründeten Kleistpreis hieß der Juror Vertrauensmann. Er war also derjenige, dem der Vorstand der Gesellschaft zutraute, den Richtigen oder die Richtige zu finden und dem er vertraute, dass er sich bei dieser Aufgabe ausschließlich von literarischen, d.h. von qualitativen Gesichtspunkten leiten ließe; dass also persönliche Rücksichten und Beziehungen außer Betracht blieben.
Ein solcher Juror, nein, ein solcher Vertrauensmann ist Michael Krüger. Er ist einer, für den von jeher das Außerordentliche bestimmend war. Auszug aus der Laudatio von Michael Krüger
Den Text in voller Länge finden Sie hier Marcel Beyer gehört zu der Handvoll jüngerer Dichter - jünger als ich, um genau zu sein, - die mich mit jedem neuen Text - egal ob Gedicht oder Roman oder Essay - überraschen. Auf die Frage, was ein Gedicht auszeichnen müsse, um sie zu interessieren, sagte die amerikanische Dichterin Elizabeth Bishop: Es muß mich überraschen. Die meisten Dichter tun dies nicht, und das soll gar nicht abwertend klingen. [...] Und es gibt auf der anderen Seite Dichter, die einen nicht loslassen. Oft sind es ihre dunklen Gedichte, die einen länger verfolgen, weil man ihnen auf die Sprünge kommen will, die Wendungen haben, die man auf Anhieb nicht versteht, oder mit einem Vokabular arbeiten, das einem nicht vertraut ist und das man sich erst er-lesen muß. Um solche Gedichte abzuwerten oder sich ihrer zu erwehren, nennt man sie gerne hermetisch. In Deutschland ist dies ein Verdachtswort, in Italien dagegen eine hohe Auszeichnung, die auf Ungaretti, Montale und Luzi angewandt wurde: auf eine Literatur, auf eine Poesie, die auf hochkonzentrierte Weise die genaue Beobachtung und die Reflexion im begriffszersetzenden Medium der poetischen Sprache zum Ausdruck bringt. Nicht viel anders geht auch Marcel Beyer in seinem mir ans Herz gewachsenen Band „Erdkunde“ vor. Aber er sieht eben anders und anderes als Ungaretti, Montale, Celan, Jandl oder Kling. Auszug aus der Rede von Marcel Beyer Es ist etwas ganz Besonderes für mich, hier an diesem Ort einen Preis entgegennehmen zu dürfen. Wer meine Texte kennt, weiß, daß Österreich mein Literaturland ist, daß Wien meine Literaturstadt ist, daß ich weit mehr als die Literatur der Bundesrepublik Deutschland österreichische Literatur zur Kenntnis genommen habe oder das, was ich österreichische Literatur nenne. Das kann ja auch ein galizischer Autor polnischer Sprache sein.
Ich bin Erich Fried zwei Mal in Wien begegnet, zunächst am 28. Februar 1988, als Ernst Jandl und Friederike Mayröcker mich zu einer Matinee im Tabakmuseum mitgenommen haben, wo ein bibliophiles Buch von Erich Fried vorgestellt wurde. Kurz darauf gab es im März in der Secession eine Lesung, die sehr viele Zuhörer hatte - Erich Fried schon sehr schwach. Wir im Publikum waren erschrocken, weil da ein Mann auf dem Podium saß, der dem Tod näher war als dem Leben. Während wir also dachten, bloß nicht an ihn rühren, damit er seine Lesung übersteht, beklagte sich Erich Fried über den mangelnden Widerspruchsgeist des Publikums. Die Ehrfurcht, die hier herrschte, paßte ihm gar nicht.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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