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Archiv der Erinnerung

Zehn Jahre Österreichische Exilbibliothek im Literaturhaus in Wien

Ein Essay von Klaus Amann

Im Rückblick sieht manches so aus als gehorchte es einer inneren Logik. Nach Friedrich Schlegel ist der Historiker ja ein "rückwärts gekehrter Prophet" (Anm. 1). Bei der Österreichischen Exilbibliothek standen die Propheten allerdings schon bei der Gründung parat und sie weissagten nichts Gutes, eher schon das Gegenteil dessen, was uns heute als vernünftig und schlüssig erscheint. Sie bedienten sich dabei, wie bei Propheten üblich, der einfachsten Mittel (Anm. 2). Das ist in Österreich allemal die Presse. So bewirkte der Entschluss Rudolf Scholtens, im Literaturhaus in Wien eine 'Österreichische Exilbibliothek' einzurichten, im Frühjahr 1993 kurzfristig sogar ein Rauschen im Blätterwald. Der 'Falter' mutmaßte, dass ein Minister, der so etwas plane, unzureichend informiert sein müsse und warnte vor übereilten Schritten; der Kulturredakteur der 'Presse', Hans Haider, unterstellte ein Komplott und sah durch die geplante Gründung die Existenz der nicht institutionalisierten Exilforschung gefährdet. Die Kulturstadträtin wurde mit dem Argument, das Projekt sei absurd, zum Handeln aufgefordert und der Schriftsteller Erich Hackl erklärte dem Minister, dass mit der Gründung einer Exilbibliothek im Literaturhaus "öffentliche Gelder für eine nutzlose Parallelaktion verplempert würden." Sogar im fernen New York wiederholte der 'Aufbau', das traditionsreiche Organ der deutschsprachigen Emigration, den Wiener Kulissentratsch. Der Hintergrund für die Erregung: In den Beständen des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes in Wien, so die Argumentation der Opponenten, seien mehr als eintausend einschlägige Titel vorhanden, die geplante Exilbibliothek wäre demnach eine unnötige Verdoppelung. Offenbar stießen einige Leute sich am geplanten Standort und mehr noch daran, dass manchmal die anderen die guten Ideen haben.

Die Anspielung auf die Parallelaktion zeigt, wie ernst die Sache war. In Musils Roman wird sie bekanntlich nur noch durch die Anzettelung eines Weltkrieges vereitelt. Dazu kam es zum Glück nicht. Denkwürdig an Hackls Argumentation bleibt aber, dass er unterstellte, es reiche völlig aus, wenn die Publikationen des österreichischen Exils in einer öffentlichen Institution des Landes vorhanden seien, der Aufbau einer zweiten Sammlung sei eine Verschwendung von Steuermitteln - ein Standpunkt, den er im Hinblick auf die öffentliche Verfügbarkeit seiner eigenen Werke wohl kaum vertreten würde. Doch selbst wenn jener damals oft zitierte Bestand im Dokumentationsarchiv, wie Hans Haider hemdsärmlig formulierte, "eine nahezu komplette Exilbibliothek" dargestellt hätte - in Wahrheit wäre dafür wohl mehr als der zehnfache Umfang anzusetzen - so ist dennoch nur schwer nachvollziehbar, weshalb man dem Literaturhaus in Wien den Ausbau seiner eigenen Sammlung partout verwehren wollte (Anm. 3).

Die im Literaturhaus beheimatete 'Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur', die 1965 von Viktor Suchy gegründet worden war, hat von Anfang an als wahrscheinlich erste und einzige wissenschaftliche Einrichtung in Österreich das literarische Exil als selbstverständliches Sammelgebiet und als Arbeitsschwerpunkt definiert. Viktor Suchy hatte als rassisch Verfolgter des NS-Regimes und als Mitarbeiter der Widerstandsbewegung(Anm. 4) früh die historische Dimension und die nachhaltigen Wirkungen des Vernichtungswerks erkannt, das die Nazis auch auf dem Gebiet des literarischen Lebens angerichtet hatten. Er definierte für die 'Dokumentationsstelle' deshalb eine "enge Affinität zur Erforschung der Emigrationsliteratur" (Anm. 5). Die Literatur des Exils war für ihn zu einem Zeitpunkt, als kein österreichischer Universitätsgermanist sich für dieses Gebiet interessierte oder zuständig fühlte, bereits selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit der Dokumentationsstelle. So suchte Suchy den Kontakt mit den noch lebenden Autoren und Autorinnen, begann ein Archiv aufzubauen, etablierte die Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen, etwa mit der Stockholmer Koordinationsstelle zur Erforschung des deutschsprachigen Exils und ihrem Leiter, dem Pionier der Exilforschung, Walter A. Berendsohn, brachte 1970 die von Mimi Grossberg initiierte erste Exil-Ausstellung über 'Österreichische Autoren in Amerika' aus New York nach Wien und organisierte 1975 gemeinsam mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes das erste Internationale Symposium zur Erforschung des österreichischen Exils (Anm. 6). Im Umkreis dieses Symposiums zog Viktor Suchy Bilanz: die österreichische Literaturwissenschaft habe es in dreißig Jahren nicht der Mühe wert gefunden, so zürnte er, "sich des Erbes und des Auftrages der österreichischen Exilautoren [...] in gezielter Forschungsarbeit anzunehmen". Der österreichische Geist, der von den Nazis vertrieben wurde, sei "außerhalb der Grenzen dieses Landes geblieben". Die österreichische Exilliteratur werde "nicht einmal [...] wahrgenommen." Als eindrucksvollen Beleg konnte er einen Artikel Ilse Leitenbergers aus der 'Presse' vom 1. Februar 1975 zitieren, in dem sie das große Exilsymposium als "subventionierte Fleißaufgabe zum Jubiläumsjahr 1975" und die Exilautoren als "Karteileichen" abgetan hatte (Anm. 7).

Die Situation hat sich in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten - auch durch einen Generationswechsel in der Wissenschaft - zwar gebessert, doch im Vergleich zu den Anstrengungen in der Bundesrepublik Deutschland, etwa jenen im Umkreis des Deutschen Exilarchivs in Frankfurt/M., blieben die österreichischen Bemühungen um das literarische Exil insgesamt bescheiden. Eine der wenigen Ausnahmen war die Dokumentationsstelle. Heinz Lunzer akzentuierte als Nachfolger Viktor Suchys den Schwerpunkt Exil durch den offensiven Erwerb von Originalausgaben und Nachlassmaterialien und baute mit seinen Leuten den Arbeitsschwerpunkt durch große, publikumswirksame Ausstellungen, u. a. zu Ödön von Horváth, Joseph Roth, Franz Werfel und Stefan Zweig weiter aus. Anfang der neunziger Jahre verfügte die Dokumentationsstelle über beachtliche Bibliotheks- und Archivbestände, umfangreiche bio-bibliographische Daten, eine Fotosammlung und mehr als 100 Tonbänder, die Gespräche mit Exilautoren, Erinnerungen und Lesungen dokumentieren. Deutlich mehr als die Hälfte der hauseigenen Buchpublikationen waren Exilthemen gewidmet (Anm. 8).

Doch während in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit nach und nach ein Bewusstsein für die künstlerischen und politischen Leistungen des Exils entstand, schwärten in anderen Zusammenhängen unter der dünnen Oberfläche der Gleichgültigkeit die alten Ressentiments weiter. So gab es in der Waldheim-Ära eine ganze Reihe von Anlässen, da diese Ressentiments hervorbrachen wie das Gift aus alten Eiterbeulen. Wenn sich beispielsweise Österreichs dazumal meistzitierter Kommentator über Emigration und den Massenmord an den Juden äußerte, kam allemal das heraus, was die Nazis immer schon gesagt hatten: dass nur "verhältnismäßig wenige jüdische Opfer, [...] vergast worden" seien und dass nur die "weniger begüterten Juden" Opfer Hitlers geworden seien - "die wohlhabenderen konnten sich ja zumeist durch die Emigration retten, nicht selten auch bei den Nazis loskaufen." Mit anderen Worten: Exil als Beleg jüdischer Geschäftstüchtigkeit; statt sich vergasen oder erschlagen zu lassen, hatten sie es sich wieder einmal gerichtet. So konnte man es, nur eine Woche vor der Präsentation der bis dahin größten Exil-Ausstellung des Literaturhauses, 'Die Zeit gibt die Bilder' von Alisa Douer und Ursula Seeber, im Mai 1992 in der 'Kronen-Zeitung', Österreichs traditionsreichem Vehikel zur Festigung von Dummheit und Niedertracht, lesen (Anm. 9).

Im Rahmen dieses großen biographisch-dokumentarischen Projekts (Anm. 10), bei dem auch mehr als 40 Exilierte in Wien zu Gast waren - die meisten von ihnen das erste Mal seit ihrer Vertreibung aus Österreich - wurde öffentlich die Gründung einer "Bibliothek der österreichischen Exilliteratur" angeregt. Vorbild für die Sammlungen, so der Vorschlag, könnte das Exilarchiv der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/M. sein (Anm. 11). Der für das Literaturhaus zuständige Minister Rudolf Scholten sagte spontan seine Unterstützung zu und ließ sich in der Folge durch Interventionen und Störmanöver auch nicht beirren. Anfang 1993 wurde die Österreichische Exilbibliothek vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst als eigene Abteilung der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus eingerichtet. Das war und ist der ideale Ort: mit seiner einschlägigen Vorgeschichte, mit der passenden Infrastruktur, mit kompetenten und erfahrenen Mitarbeiterinnen, die besten Kontakte in alle Richtungen haben. Dies haben im Laufe der Zeit auch anfängliche Skeptiker erkannt und gewürdigt. Es ist deshalb mehr als nur ein symbolisches Zeichen, dass der Gründer und langjährige Leiter der Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, Herbert Steiner, selber ein Exilierter, seine umfangreiche und wertvolle private Exilsammlung der Exilbibliothek überlassen hat.

Die Anbindung der Bibliothek an diesen Ort bedeutete auch, dass die finanziellen Aufwendungen für die Exilbibliothek aus dem Literaturförderungsbudget des Bundes bestritten wurden. Damit aber blieben nicht nur die Mittel für die Exilforschung, die traditionellerweise aus dem Wissenschaftsbudget kamen, entgegen allen Prophezeiungen unangetastet, sondern das Gesamtbudget, das für die Erforschung, Dokumentation und Präsentation der Exilliteratur in Österreich zur Verfügung stand, wurde vermehrt. Die Gesamtdotation der Exilbibliothek für Personal, Aufbau der Sammlungen und für Veranstaltungen belief sich auf jährlich ca. 1 Mill. Schilling. Selten einmal dürfte mit verhältnismäßig so geringen Mitteln so viel bewegt worden sein wie in den vergangenen zehn Jahren durch die Aktivitäten der Österreichischen Exilbibliothek. Ursula Seeber, die als einzige fixe Mitarbeitern die Einrichtung aufgebaut und geleitet hat, und die nur von Fall zu Fall Unterstützung durch projektgebundene Teilzeitkräfte erfuhr, kann eine Bilanz ziehen, um die sie jedes mittelgroße Archiv oder Universitätsinstitut beneiden muss. Ein prägnantes Resümee dieses Eindrucks stammt vom Ordinarius für Außereuropäische Geschichte an der Universität Wien, Gerhard Drekonja, der 1995 anlässlich der großen Lateinamerika-Ausstellung der Exilbibliothek (Anm. 12) geschrieben hat: "Liebe Frau Seeber, BRAVO, BRAVO, BRAVO [...] die Universität Wien hat das ja 30 Jahre lang nicht zusammengebracht." (Anm. 13). Dabei war das nur eine Ausstellung unter anderen und das Ausstellungmachen war nur eine Arbeit unter anderen.

So wurden seit 1993 für die Exilbibliothek im engeren Sinn mehr als 7000 Titel erworben und bearbeitet, darunter auch umfangreiche Schenkungen mit Rarissima und zahlreichen Widmungsexemplaren (Anm. 14). Dazu kommen Nachdrucke und die wichtigste wissenschaftliche Literatur. Die Exilbibliothek erwirbt zwar keine Nachlässe, doch im Zuge der intensiven persönlichen Kontakte, die Alisa Douer und Ursula Seeber mit den Exilierten aufgebaut haben, hat sich gezeigt, dass immer wieder die Österreichische Exilbibliothek als Aufbewahrungsort für Nachlässe und Sammlungen ausdrücklich gewünscht und bestimmt wird. Auf diesem Wege sind bisher mehr als zwanzig, zum Teil sehr umfangreiche und substanzielle Nachlässe und Sammlungen, größtenteils durch Schenkungen, in das Haus gelangt. In kleineren Sammlungen (mit bio-bibliographischen Informationen, Zeitungsausschnitten, Plakaten, Sonderdrucken etc) ist Material zu mehr als 2000 Personen und zu sachbezogenen Themen des literarischen Lebens in den verschiedenen Exilländern zusammengetragen worden. Die bibliographische Datenbank, die die Grundlage eines geplanten Verzeichnisses der österreichischen Exilliteratur bildet, umfasst derzeit 13.000 Titel. Neben einer Tonbandsammlung und nahezu 600 Gesprächsprotokollen, die viele lebensgeschichtliche Informationen enthalten, betreut die Exilbibliothek auch eine biographische Datenbank mit derzeit mehr als 6.400 Einträgen. Sie umfasst exilierte Kulturschaffende aller Sparten und weist, wenn möglich, u. a. auch Bildvorlagen, Rechteinhaber und Standorte von Nachlässen nach. Zusammen mit dem in den Räumen der Exilbibliothek aufgestellten biographischen Archiv von Desider Stern, das Material zu mehr als 10.000 Personen jüdischer Herkunft enthält (darunter mehr als 1000 österreichische Exilautoren) dokumentieren die biographischen Materialien der Exilbibliothek im Ganzen eine eigene Welt aus Lebenszusammenhängen, von sich berührenden und überschneidenden Lebenslinien und Arbeitsbeziehungen, von denen vor einem Jahrzehnt noch so gut wie nichts bekannt war. In zahlreichen Ausstellungen wurden diese biographischen und künstlerischen Netze dokumentiert und sichtbar gemacht. Ein schönes Beispiel dafür ist auch die gegenwärtige Ausstellung, 'Geteilte Erinnerung. Generationen des Exils', die das Exil nicht als etwas Vergangenes, in die Ferne Gerücktes, als archivierte Geschichte zeigt, sondern als Bruch, als offene Wunde, die das Leben der betroffenen Familien über Generationen hinweg prägt und bestimmt.

Die Fotos, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, stammen aus dem Fotoarchiv der Exilbibliothek, das 650 Porträts von österreichischen Autorinnen und Künstlerinnen umfasst, die Alissa Douer an ihren Exilorten in allen Weltgegenden gesucht und gefunden hat. Hunderte von Briefen, die in der Exilbibliothek aufbewahrt werden, viele davon mit unsicherer und schon altersmüder Hand geschrieben, erzählen vom Unmöglichen, Unglaublichen, Unerwarteten: dass nach so vielen Jahrzehnten jemand gekommen ist und die Verjagten, die mit dem Tod Bedrohten befragt hat, die Geschichte ihres Lebens kennen lernen wollte, sich für ihre Erinnerungen, ihr Schicksal, ihre literarischen Arbeiten interessierte und ein Foto ihres Gesichtes mitnehmen und aufbewahren wollte, in dem die Geschicke, die Freuden, die Schmerzen, das Geglückte und das Unerfüllte dieses Lebens eingeschrieben ist. Ich habe lange nichts gelesen, das mich ähnlich berührt hat wie die Briefe dieser in die "Wüste des Exils" (H. Heine) Getriebenen, die, am Rande des Grabes beinah, ein Zeichen aus ihrer ehemaligen Heimat erreichte. Die Exilbibliothek ist, das sagen auch diese Briefe, zu einem "geistigen Ort der Rückkehr" (Anm. 15), zu einem Archiv der Erinnerung geworden und sie ist, vor allem auch in den mittlerweile fast 100 Veranstaltungen der Bibliothek, zu einem Ort geworden, an dem diesen Erinnerungen Stimme und Gehör verliehen wurden. Die Exilbibliothek hat, nicht neben und nicht jenseits ihrer historischen, wissenschaftlichen und archivalisch-dokumentarischen Funktionen, sondern in und mit ihnen eine immense soziale und humanitäre Aufgabe übernommen. Sie hat in einem Land, das den Vertriebenen ans Leben wollte, das sie als Personen auslöschen und die Erinnerung an sie tilgen wollte, den Ort einer möglichen Heimkehr geschaffen - und sei es auch nur als Aufbewahrungsort für die materiellen Reste einer Existenz in der Fremde. Das ist der Grund, weshalb so viele ihre künstlerischen Vermächtnisse und persönlichen Gegenstände in der Exilbibliothek wissen möchten, warum so viele einen Besuch in der fremden Heimat, oft den einzigen, oft den letzten, gewagt haben. Eva Kollisch, deren Lebenserinnerungen Ursula Seeber in der von ihr gegründeten und seither betreuten Österreichischen Exilbibliothek (einer Buch- und CD-Reihe mit mittlerweile mehr als einem Dutzend Titel) im Wiener Picus Verlag herausgegeben hat, schrieb 1995 in einem Brief: "Wie schön, in einem Land vor dem man sich immer ein bisschen fürchtet, mit wirklichen Menschen zusammenzutreffen." (Anm. 16). Es liegt in den Händen der Verantwortlichen, ob solche Begegnungen weiterhin möglich sein werden oder ob diese einzigartige Einrichtung, und das ist eine aktuelle Bedrohung, nach und nach ausgehungert und kaputtgespart wird.

Anmerkungen
1 Friedrich Schlegel: Fragmente (Nr. 80). In: Ders.: Werke in zwei Bänden. Berlin/Weimar: Aufbau 1980 (= Bibliothek Deutscher Klassiker), Bd. 1, S. 199.

2 "Der Prophet hingegen sieht nur auf einen einzigen bestimmten Zweck; solchen zu erlangen, bedient er sich der einfachsten Mittel." (Johann Wolfgang von Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divans. In: Goethes Werke. Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz [=Hamburger Ausgabe], Bd.2, 9. Aufl., München: Beck 1972, S. 126-267, Zit. S. 143).

3 Vgl. Klaus Nüchtern: Für die Würscht? Im Wiener Literaturhaus soll eine Österreichische Exilbibliothek eingerichtet werden. Eine löbliche Idee. Allerdings existiert eine solche bereits im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands. Eine sinnlose Parallelaktion? In: Falter 17/1993, S. 22; Klaus Nüchtern: Die Parallelaktion. In: Falter 17/1993, S. 19; Hans Haider: Exil als Existenzkampf. In: Die Presse, 16.2.1993, S. 16; elce: Exil-Literatur als Zankapfel. In: Der Standard, 16.4.1993; Willi Schaber: Angelpunkt Exilforschung. Eine Wiener Kontroverse. Die Gründung einer Exilbibliothek im Literaturhaus wird als überflüssig angegriffen. In: Aufbau [New York], 18. 6. 1993, S. 6.

4 Vgl. Kurt Adel: Dem Freund. In: Viktor Suchy: Studien zur österreichischen Literatur. Zum 80. Geburtstag hrsg. Von Heinz Lunzer. Wien 1992 (=Zirkular. Sondernummer 32), S. 11-15.

5 Zit. nach Ursula Seeber: Nach dem 'Bedenkjahr'. Sammeln, Dokumentieren und Publizieren am Beispiel der Österreichischen Exilbibliothek. In: Evelyn Adunka, Peter Roessler (Hrsg): Die Rezeption des Exils. Geschichte und Perspektiven der österreichischen Exilforschung. Wien: Mandelbaum, S. 121-132, Zit. S. 123.

6 Vgl.: Österreicher im Exil 1934 bis 1945. Protokoll des internationalen Symposiums zur Erforschung des österreichischen Exils von 1934-1945. Abgehalten vom 3. bis 6. Juni 1975 in Wien. Hrsg. vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und der Dokumentationsstelle für neuere Österreichische Literatur. Red.: Helene Maimann und Heinz Lunzer. Wien 1977.

7 Viktor Suchy: Die Nicht-Heimgeholten. Zur Situation der Exil-Literatur in Österreich [1975]. In: Viktor Suchy, Studien (=Anm. 4), S. 161-166, Zit. S. 161f. (Zuerst erschienen in: Die Republik. Beiträge zur österreichischen Politik. 11[1975], Heft 2, S. 15-22).

8 Vgl. Seeber (Anm. 5), S. 123f.

9 Vgl. Kronen-Zeitung vom 10.5.1992 (Staberl-Kommentar, Methoden eines Massenmordes) und vom 12.5.1992 (Staberl-Leserbriefe).

10 Vgl.: 'Die Zeit gibt die Bilder'. Schriftsteller, die Österreich zur Heimat hatten. Fotografiert von Alisa Douer. Hrsg. von Ursula Seeber in Zusammenarbeit mit Evelyne Polt-Heinzl. Wien 1992 (= ZIRKULAR, Sondernummer 30).

11 Vgl. Klaus Amann: Von der Dauer des Exils. Eröffnungsrede zur Ausstellung 'Die Zeit gibt die Bilder' im Literaturhaus Wien am 19.5.1992, in: ZIRKULAR 16, 1992 ,S. 5-11.

12 Vgl. Wie weit ist Wien. Lateinamerika als Exil für österreichische Schriftsteller und Künstler. Hrsg. von Alisa Douer und Ursula Seeber. Mitarbeit von Edith Blaschitz. Wien: Picus Verlag 1995.

13 Brief vom 20. 4. 1995 an Ursula Seeber. Archiv der Österreichischen Exilbibliothek.

14 Vgl., auch zum Folgenden, Seeber (Anm. 5), S. 125-127.

15 Vgl. sala: Fünf Jahre 'Exilbibliothek: ein geistiger Ort der Rückkehr. In: Der Standard, 5.11.1998, S. 12.

16 Brief vom 6.6.1995 an Ursula Seeber. Archiv der Österreichischen Exilbibliothek.

Gekürzte Fassung erschienen in: Die Furche (Wien), Nr. 46, 13. 11. 2003, S. 13

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