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Joseph Roth Werke

Obwohl die Romane Roths seinen eigentlichen Erfolg beim Publikum ausmachten (fast alle wurden verfilmt), sollte das journalistische Werk des Autors - es ist etwa gleich umfangreich wie das erzählerische - nicht unterschätzt werden. In beiden Genres zeichnete Roth bildhafte, intensive Darstellungen von überraschender historischer und soziologischer Genauigkeit, bei großer Einfachheit mit sprachlicher Meisterschaft.

Romane und Erzählungen, Essays:

"Das Spinnennetz", 1923, Fortsetzungsroman in der Wiener sozialistischen "Arbeiter-Zeitung"
"Hotel Savoy" (1924)
"Die Rebellion" (1924)
"April. Die Geschichte einer Liebe" (1925, Erzählung)
"Der blinde Spiegel. Ein kleiner Roman" (1925)
"Juden auf Wanderschaft" (1927, Essay). Klarsichtig wie kaum ein anderer Autor charakterisierte Roth die Gegensätze zwischen Ost- und Westjudentum, die möglichen Stadien der Akkulturation an westeuropäische Kultur.
"Die Flucht ohne Ende. Ein Bericht" (1927). Roman eines Menschen, der als Folge des Krieges seine Orientierung, seine soziale Einbettung verliert.
"Zipper und sein Vater" (1928)
"Rechts und Links" (1929)
"Panoptikum. Gestalten und Kulissen" (1930, Reportagen)
"Hiob. Roman eines einfachen Mannes" (1930). Der biblische Stoff übertragen in jüdisches Schicksal des 19. Jahrhunderts in Rußland und Amerika.
"Radetzkymarsch" (1932). Der klassische Roman über die letzten Jahrzehnte der österreichisch-ungarischen Monarchie, dargestellt mit der Geschichte von drei Generationen einer Familie, die dem Staat auf unterschiedliche Weise dient. "Stationschef Fallmerayer" (1933, Erzählung)
"Tarabas, ein Gast auf dieser Erde" (1934)
"Le triomphe de la beauté" / "Triumph der Schönheit" (1934, Erzählung)
"La buste de l'empereur" / "Die Büste des Kaisers" (1934, Erzählung)
"Der Antichrist" (1934). Roths Essay über das Böse in der Welt, das so unausweichlich eindringt und die Oberhand gewinnt - ein Buch gegen den Trend der Zeit.
"Die Hundert Tage" (1935)
"Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht" (1936)
"Das falsche Gewicht. Die Geschichte eines Eichmeisters" (1937). Der Roman aus dem Grenzgebiet der Monarchie zu Rußland, vorwiegend jüdischem Territorium, um Ehrlichkeit und kleine bis große Korruption.
"Die Kapuzinergruft" (1938)
"Die Geschichte von der 1002. Nacht" (1939). Die märchenhafte Situation eines Staatsbesuchs in Wien zur Weltausstellung 1873, in der aus Dank für eine Liebesnacht ein Schatz gegeben wird, der denen, die ihn sich teilen, nicht zum Glück verhilft.
"Die Legende vom heiligen Trinker" (1939). Erzählung mit autobiografischem Hintergrund von einem Arbeitslosen in Paris, dem Geld geborgt wird, das er zurückgeben, oder versaufen kann.
"Der Leviathan" (1940, Erzählung)
"Der stumme Prophet" (1966, Romanfragment)
"Erdbeeren" (1978). Postume Fragmente eines lange geplanten Romans über Geschichten aus dem Leben in Brody, Galizien

Roths Werk ist in zahlreichen Einzeldrucken und in einer umfassenden Werkausgabe erhältlich:
Joseph Roth: Werke. Band 1-3. Das journalistische Werk. Band 4-6. Romane und Erzählungen. Köln, Kiepenheuer & Witsch, 1989 -1991, ergänzt durch:
Joseph Roth: "Unter dem Bülowbogen". Prosa zur Zeit. Hrsg. Rainer-Joachim Siegel. Köln, Kiepenheuer & Witsch, 1994.

 

Roths Werk ist genau verzeichnet in:
Rainer-Joachim Siegel: Joseph Roth-Bibliografie. Morsum / Sylt, Cicero Presse 1995.

 

Von der Benützung der Roth-Texte auf der site
http://www.scribd.com/doc/42067/Roth-Joseph-Das-Journalistische-Werk-Erster-Band
und ähnlichen wird abgeraten, da der Text nicht frei von Scanfehlern ist.

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