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Josef Mugler: Melange, Verkehrt und Einspänner.

Ein Wirtschaftskrimi aus Wien.
Stuttgart: ibidem- Verlag, 2008.
357 S.; brosch.; Euro 21,40.
ISBN 978-3-89821-899-3.

Link zur Leseprobe

 Nachdem die Begriffe "Melange", "Verkehrt" und "Einspänner" einmal geklärt sind, kann es losgehen mit dem ersten literarischen Werk von Josef Mugler, das stark von seiner Professur für Betriebswirtschaftslehre der Klein- und Mittelbetriebe an der Wirtschaftsuniversität Wien beeinflusst wird und deshalb passagenweise sogar an ein Sachbuch erinnert.

Bei seiner Ankunft in Wien wird dem IT- Spezialisten Ron Sturiak schnell klar, dass jemand unbedingt verhindern will, dass er einen Fehler in einer von seinem Konzern gelieferten Software findet. Einer Entführung entgeht er haarscharf, doch sieht er sich nun vor die Herausforderung gestellt seine Auftraggeber zu kontaktieren, ohne dabei seinen Beinahe-Entführern in die Arme zu laufen. Mit Hilfe des Hobbydetektivs Karl Weissacher, der die gesamte Erzählung hindurch seinen geliebten Einspänner konsumiert, gelingt die Kontaktaufnahme nach einigen Komplikationen und Sturiak kann die georderte Fehlersuche beginnen. Damit scheinen alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, die Geschichte zu Ende, doch verwunderlicher Weise hat man noch nicht einmal die Hälfte des Buches gelesen.

Weissacher bekommt nun nämlich den Auftrag herauszufinden, wem etwas daran liegen könnte, den Softwarefehler nicht zu finden. Damit steht er vor einem scheinbar unlösbaren Problem – das Pharmaunternehmen mit dem Softwarefehler, Sturiaks Auftraggeber sowie die Forschergruppen beider Firmen sind in den Fall verwickelt. Zäh wie ein Kaugummi ziehen sich Weissachers Untersuchungen, ebenso die Handlung. Der Krimi verliert an Spannung, Weissacher treibt in einem Meer von Ungereimtheiten und findet keine Antworten auf seine Fragen, obwohl er sich mit detektivischem Sinn fürs Detail um eine Auflösung des Knotens bemüht. Ohne Intensität nehmen die Dinge ihren Lauf, die von einem Krimi erwartete Spannung beschränkt sich auf einzelne Abschnitte. Die Auflösung sämtlicher Verstrickungen am Ende erweist sich zwar als überraschend, zugleich aber auch als Bestätigung einer Ahnung.

Als störend erscheinen die akribisch aufgelisteten biographischen Details der Figuren, die meist keinerlei Bezug zur Handlung aufweisen. Trotzdem ist dem Wirtschaftskrimi ein unterhaltsamer, wenn auch wenig dramatischer Aspekt nicht abzusprechen. Mugler versteht es außerdem, wirtschaftliche Themen und Motive in klarer Sprache auch einem wissenschaftlich weniger fundierten Publikum verständlich zu machen.

Elisabeth Dorner
18. August 2010

Für die Rezensionen sind die jeweiligen Verfasser verantwortlich. Sie geben nicht notwendig die Meinung der Redaktion wieder.

 

 

 

 

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