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Leseprobe: Gernot Wolfgruber - "Auf freiem Fuß."

Es war alles zu selbstverständlich. Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass es nicht selbstverständlich sein könnte. Weil es sich von selbst verstand, brauchte ich nichts zu verstehen. Es sprach alles dafür: ich würde einen Beruf erlernen, würde Lehrling werden. Reden waren da nicht notwendig. Mein Bruder war schon Lehrling, Elektriker, im vierten Jahr. Ich würde auch einer werden. Oder Hilfsarbeiter. Aber für einen Hilfsarbeiter war ich zu gescheit. Und das ganze Gesindel waren Hilfsarbeiter. Wir waren anständige Leute. Alle Brüder meiner Mutter hatten einen Beruf erlernt. Sie lebten nicht mehr. Aber es wurde oft von ihnen gesprochen. Die Handelsschule wäre theoretisch noch eine Möglichkeit gewesen. Vielleicht wäre ich gegangen, wenn es eine im Ort gegeben hätte. Aber die nächste war dreißig Kilometer entfernt. Und meine Mutter sagte, ich weiß nicht, ob wir uns das leisten können. Ich hatte auch kein Interesse.
(S. 5)

© 2009 Verlag Jung und Jung, Salzburg-Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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