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Leseprobe: Paul Divjak - "In der grauen Lagune."

Die Männer nehmen ständig an, dass die Frauen alles für sie machen. Und sie selbst leisten nichts. Gar nicht kümmern tun die sich. Ich glaub die heutige Jugend ist da anders. Aber die meisten sagen trotzdem: Seit sie verheiratet sind, ist alles schlechter. Das ist einfach so. Also, ich werde nie mehr heiraten. Ich versteh auch nicht, was die Leute im Internet wollen. Die suchen alle Männer. Die suchen alle Frauen. Gehen's die san doch blöd.
(Zappen; kurz: Fernseh-O-Ton) Jö der Taus ist da! Der Josef Taus! Dem verdanke ich eigentlich das Kindergeld! Wir haben ja gar nichts gekriegt. Mein Sohn war schon auf der Universität. Und der Taus hat's dann möglich gemacht, dass auch die Hochschüler was kriegen. Da hab ich drei Monate für meine beiden Söhne 350 Schilling bekommen. 350 Schilling! Ich bin auf das Amt gegangen. Bei der Meidlinger Hauptstraße, da war das Amt für den 12. Bezirk. Und hab gesagt: "Mein Mann gibt mir das Geld nicht, kann man da nicht irgendetwas tun? Das ist ja fürchterlich." Der Beamte hat nachgedacht. Und konnte auch nichts tun.
Wissen's, da sind alle katholischer als der Papst, und dann das. Samuels Sohn war ja auch so ein Gauner. Ich hab ihn gefragt. Ich hab ihn doch behandelt wie meinen Sohn. Ich hab gesagt: "Hörst, genierst du dich nicht?" – "Na, die paar mal, die sie mich da erwischen beim Schwarzfahren in der Straßenbahn. Wenn ich denke, was ich mir da all die Jahre schon gespart hab."
Das ist ja eine Schande.

© 2010 Czernin Verlag, Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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