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Leseprobe: Robert Prosser - "Strom."

mythematique und schab den Dreck vom Körper und reibe stärker daran, bis hin zum Wesentlichen: Seelensmegma innerhalb der Bewegungsabläufe angesammelt, stinkt es unterm Hausdach, welches sich übers Leben schließt und viel zu selten zurückgezogen wird, obwohl: Die Gruselkabinette, selbst Märkte und Bazare der Städte sind austauschbar, überall bleibt als Gesinnungszeichen eine Piratenflagge in der Hand klapprige Organe und ein Totenkopf hinter Geisterbahnen im Reservat entsorgter Sensenmänner kommt die Zeit als zerrissener Mantel daher und wird ins Laub geworfen: ein schwarzes Knäuel in Herzgestalt wird die Asphalthaut durchstoßen und Schächte hindurch zu den Stimmbändern der Streifzüge gehauen, um bestimmte Tonlagen festzuhalten, und währenddessen führt der Weg gehörlos an Häuserblocks vorbei als Gegenreaktion spinn ich Erinnerung zur Netzhaut für einen bedeutsamen Blick einmal gezwinkert liegt ein Flirren über der Realität, vielleicht ist's eine gedankenverlorene Rasterfahndung nach vergangenen Bewegungen bis zum Auffinden damaliger Wünsche im Anblick der Plastikgrimassen eines Vergnügungsparks wäre jeder weitere Schritt zu bedenken, doch wo Liebespaare spazieren, kann es nicht gefährlich sein, nur Armadas kreuzen den Weg und gleiten vorbei unterwegs zu Schlacht oder Liebe die Siegel blähen sich allein durch Phantasie, allein dadurch die Front entlang der Stadtgrenze aufgegeben verkünde den Rückzug Hals über Kopf auf der Suche nach der perfekten Welle, nach einem lohnenswerten Grund, einen Bahnhof betreten und dort zur Veranschaulichung Satellitenbilder des Temperaturgefälles unter der Haut ein Wolkenbild herangezogen, detailgenaue Aufnahmen der Innenwelt, welche zwischen Trafik und Fahrkartenschalter kondensiert, und dort Stunden damit verbracht, die Bahnhofshallen nach Impulsen abzutasten, ich such nach dem einen Laut, der eine Sintflut herbeiruft spül mich hinaus
(S. 43f.)

© 2009 Klever Verlag, Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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