Rückblick

Ausstellungen

2008
Wien

März bis Juni 2008
Joseph Roth im Exil in Paris 1933 bis 1939. Literaturhaus in Wien

2009München, BambegJoseph Roth im Exil 1933 bis 1939 Eine Ausstellung zum 70. Todestag des SchriftstellersKurator der Ausstellung und Verfasser des Begleitbuches: Heinz Lunzer in Zusammenarbeit mit Victoria Lunzer-Talos.Herausgeber der Ausstellung: Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition in Zusammenarbeit mit der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, der Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek, der Internationalen Joseph-Roth-Gesellschaft in Wien und der Münchner Stadtbibliothek.Das Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Österreichischen Generalkonsulat in Bayern und Baden-Württemberg und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.Gezeigt vom 7. bis 20. Mai 2009 im Münchner Gasteig und Juni und Juli bis September 2009 in der Universitätsbibliothek Bamberg.Diese Wanderausstellung kann nach wie vor verliehen werden.

Ljubljana
Mai bis Juli 2009
Narodna in Univerzitetna Knjiznica / Slowenische Staats- und Nationalbibliothek:
Joseph Roth im Exil 1933 bis 1939
Kuratoren: Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos, Marjan Rupert, Johann Lughofer

Paris
17. Juni bis 25. September 2009
Musée d'art et d'histoire du Judaïsme
Joseph Roth L’exil à Paris 1933-1939
Kuratoren: Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos, Laurence Sigal, Dorota Sniezek

Andere Veranstaltungen

2009
Ljubljana
25.-27. Mai 2009
„Ein übernationaler Mensch und also ein Adeliger echter Art“
Konferenz zur Aktualität von Joseph Roth
Koordination: ao. Prof. Dr. Mira Miladinovic Zalaznik und Dr. Johann Lughofer, Universität Ljubljana, Abteilung für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana. <Johann.Lughofer(at)ff.uni-lj.si>

Gent28.-29. Mai 2009„Joseph Roth als exilauteur. Receptie en vertaling in Nederland en Vlaanderen. Joseph Roth als Exilautor. Rezeption und Übersetzung in den Niederlanden und in Flandern“Hogeschool GentHet Pand (Ghent University)Koordination: Els Snick Els.SNICK@hogent.be, Petra Campe

Dortmund
18.-20. Juni 2009
“Joseph Roth und die Reportage“
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
in Zusammenarbeit mit Melange e.V.,
der österreichischen Botschaft, Berlin,
und der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, Wien
Kontakt:
Auslandsgesellschaft Nordrhein Westfalen e.V.
Claudia Steinbach
Steinstr. 48
44147 Dortmund
Tel.: 0231/8380019
steinbach(at)agnrw.de
Melange e.V. Dr. Thomas Eicher
http://www.melange-im-netz.de/start/index.php?page=2131593199&f=1&i=2131593199

Paris
24.-26. September 2009
„Joseph Roth im Pariser Exil (1933-1939)“
Koordination: Stéphane Pesnel, Université de Paris-Sorbonne - mail "Opens window for sending email"><pesnel.stephane@wanadoo.fr>

Berlin
3.-5. Dezember 2009 in Berlin
„Joseph Roth - zur Modernität des melancholischen Blicks“
Eine internationale Tagung zum 70. Todestag Joseph Roths, Berlin
Organisatoren: Prof. Dr. Hans Richard Brittnacher, Prof. Dr. Irmela von der Lühe, Kontakt: Astrid Herzog a.herzog(at)fu-berlin.de

Metz
4. und 5. Dezember 2009
Colloque international: Le rapport critique de Joseph Roth à la (nouvelle) objectivité
Das kritische Verhältnis Joseph Roths zur (neuen) Sachlichkeit
Université Paul Verlaine – Metz, Koordination: Françoise Lartillot, Professeur des universités lartillot(at)univ-metz.fr

Das Volkstheater Wien zeigt weiterhin:

Hiob nach dem Roman von Joseph Roth in einer Fassung von Koen Tachelet
http://www.volkstheater.at/home/premieren/727/Hiob/
Einige Daten zum Bearbeiter:
http://www.ruhrtriennale.de/de/presse/kuenstler/koen-tachelet/
Ein Rückblick zu der Aufführung dieser Bearbeitung der Münchner Kammerspiele, Frühjahr 2008. die auch als Gastspiel bei den Wiener Festwochen 2008 zu sehen war:
http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1272

Die Kammerspiele München zeigen im Herbst 2010:

Hotel Savoy nach dem Roman von Joseph Roth, in einer Fassung von Koen Tachelet
Uraufführung
Spielhalle, 7. Oktober 2010; im Programm bis Dezember 2010
Regie: Johan Simons, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Musik: Warre Simons, Licht: Lothar Baumgarte, Dramaturgie: Matthias Günther
Mit: Stephan Bissmeier, Pierre Bokma, Katja Herbers, Brigitte Hobmeier, Nico Holonics, André Jung, Stefan Merki, Wolfgang Pregler, Steven Scharf
http://www.muenchner-kammerspiele.de/programm/premieren/

Oktober / November 2010

In Kooperation mit den Kasseler Musiktagen zeigt das freie „Theater Wahlverwandte“ eine dramatisierte Fassung von Roths „Die Legende vom heiligen Trinker“
Bühnentext: Silvia Armbruster mit Musik von Robert Merdzo.
Uraufführung: 12. Oktober 2010 im Staatstheater Kassel, tif.
Weitere Termine: 10. und 11. November 2010.
Regie: Silvia Armbruster.
Schauspiel: Ernst Konarek, Wolfgang Seidenberg, Lisa Wildmann.

Die Produktion wird als Gastspiel auch im „Theaterhaus Stuttgart“ gezeigt:
Aufführungstermine: 21. Oktober, 15. und 19. November 2010.

http://www.nh24.de/index.php?option=com_jevents&task=icalrepeat.detail&evid=18296&Itemid=107&year=2010&month=10&day=12&uid=ee007cdd5982f036f6b80ce5a8f814b7

http://www.stuttgart.de/item/show/184789/1/event/45020

Dezember 2010

Hotel Savoy von Joseph Roth
Es liest Vera Borek

Sonntagsmatinée  am 12. Dezember 2010
Beginn 12 Uhr
Ort: Theater Nestroyhof Hamakom
1020 Wien, Nestroyplatz 1
Karten bei: contact@hamakom.at

Hotel Savoy ist ein Meisterwerk von Joseph Roth, welches 1924 erschienen ist. Der schmale Band ist eine präzise Analyse der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und somit eine Vorausschau auf den zweiten. Das Hotel Savoy mit seinen sieben Stockwerken symbolisiert die zerfallene Gesellschaft der Nachkriegszeit.. Die Reichen wohnen in den luxuriösen unteren Etagen, die Armen, wie auch Gabriel Dan in den beiden letzten Stockwerken. Oft müssen sie ihre Koffer dem Hotelwirt Kaleguropulos, den bis zum Ende nie jemand kennen lernt, verpfänden. Auch die Hotelordnung ist für die Armen besonders streng, während den Reichen alles erlaubt ist.
Das Buch wurde in den siebziger Jahren von Helmut Qualtinger vor einem begeisterten Publikum in Berlin gelesen. Die Schauspielerin Vera Borek wird die von Helmut Qualtinger damals selbst eingerichtete Textfassung lesen.

22. Februar 2011

Präsentation des Buches Joseph Roth. „Ich zeichne das Gesicht der Zeit“. Essays, Reportagen, Feuilletons. Hrsg., Kommentar: Helmuth Nürnberger. 544 S.; geb.; EUR 39.90 [D]. ISBN-13: 978-3-8353-0585-4 im Rahmen einer Veranstaltung der Internationalen Joseph Roth Gesellschaft.

Juli 2011

Workshop:Joseph Roth als Stilist. Annäherung durch Theorie und Übersetzung.Mainz, 15.-16. 07. 2011.Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth gilt als großer Stilist. Forschung und Kritik preisen seinen bildhaften, ‚musikalischen‘ (August Obermayer) und ‚biblischen‘ (Achim Küpper) Stil und heben seine magisch wirkende Sprache, ja seine ‚Sprachkrise und Sprachgläubigkeit‘ (Joachim Beug) als zentrale Aspekte seines Schaffens hervor. Doch was diesen Stil im Einzelnen ausmacht, wie seine Formen und Wirkweisen sich jenseits solcher ungenauen, metaphorischen Feststellungen und Umschreibungen tatsächlich fassen lassen, wurde bisher erstaunlicherweise kaum genauer analysiert.Hier möchte der Workshop ansetzen und im gegenseitigen Austausch durch die Zusammenführung verschiedener Sichtweisen auf Roths Texte nach Möglichkeiten suchen, diese nicht ganz einfache Frage zu beantworten. Stiltheoretische und -analytische Ansätze sollen in Austausch mit Analysen von Roth-Übersetzungen sowie Erfahrungsberichten der Übersetzer treten, die in ihrer Arbeit im aktiven und kreativen Umgang mit seinen Texten genau die Entscheidungen treffen und Vorgehensweisen umsetzen, die für Stil als zentral gelten.Der erste Teil mit stiltheoretischen und -analytischen Beiträgen zu Joseph Roth soll verschiedene Herangehensweisen, sich der Frage nach seinem Stil zu nähern, sowie durch sie erreichbare Ergebnisse aufzeigen. Das weiterverzweigte Feld Stilistik mit seinen konkurrierenden Ansätzen soll hier anhand von Joseph Roth diskutiert und geordnet werden, um sich der Grundfrage zu stellen, was Stil ist und wie und zu welchem Zweck er sich analysieren lässt: Ist er etwa als Prinzip der Wahl, der Frequenz, der Normabweichung (und wenn ja von welchen Normen, inner- oder außertextuellen?) oder des Gestaltens zu begreifen? Bezieht er sich allein auf sprachliche Mittel (Mikrostilistik) oder auch auf nichtsprachliche (Makrostilistik), müssen also auch inhaltliche und formale, im engeren Sinne nicht sprachliche Aspekte berücksichtigt werden, bzw. ist eine solche Trennung überhaupt möglich? Zielt man auf Pragma-, Kommunikations-, Rezeptions-, Funktional- oder historische Stilistik und zu welchen Zwecken?Erweitert und überprüft werden diese theoretischen Vorgehensweisen im zweiten Teil durch Analysen von Roth-Übersetzungen und Erfahrungsberichte der ÜbersetzerInnen, die sich exemplarisch mit stilistischen Elementen befassen und Modelle zu ihrer adäquaten Wiedergabe in einer anderen Sprache erarbeiten. Anhand der Übersetzungen lassen sich so die Frequenz bestimmter stilistischer Merkmale, Normabweichungen und historisch sowie kulturell verankerte Muster aufzeigen. Untersucht werden soll, inwieweit die Abwägungen zwischen verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten und die getroffenen Entscheidungen bei der Übersetzung der stilistischen Elemente die individuellen Besonderheiten des Rothschen Stils verstärkt sichtbar machen können. Die sprachlich-stilistischen Transformationen, Modifikationen und Abweichungen von den deutschen Originaltexten sollen dokumentiert und interpretiert werden, um herauszuarbeiten, welche Stilmerkmale Roths durch die jeweiligen Übersetzungen exponiert werden – und welche sich eventuell als unübersetzbar oder besonders problematisch erweisen.Wir laden Sprach-, Literatur- und ÜbersetzungswissenschaftlerInnen sowie Roth-ÜbersetzerInnen herzlich zur Teilnahme am Workshop ein und freuen uns über Ihre Beiträge zum Stil Joseph Roths und den Übertragungen seiner Texte. Die Publikation ausgewählter Vorträge ist geplant.

2015

Wir trauern um Dr. Fritz Hackert, den Initiator unserer Gesellschaft,
der am 21. April 2015 gestorben ist.

Es ist so viel, was wir ihm verdanken: die von ihm betreuten Bände der Werkausgabe Joseph Roths, seine wissenschaftlichen Arbeiten zu Roth, den Zuspruch, die Ermunterung, das Interesse, mit denen er unser aller Arbeiten begleitet hat, die Freundschaft und das Teilen persönlicher Sorgen, Freude und Erfolg.

Wieviel hat er befördert, ermuntert, durch Diskussion geklärt, gestärkt, geschärft: im Rahmen seines Wirkens an der Universität, in Freundeskreisen in Tübingen und an so vielen andern Orten der Welt, und auch in unserer Gesellschaft, die es ohne ihn nicht geben würde.

Danke, lieber Fritz, danke!