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Ausstellung zu Ernst Jandl im Literaturhaus Wien 2000

"ernst jandl. a komma punkt"

 

Die Ausstellung, gemeinsam vom Literaturhaus München und dem Literaturhaus  Wien geplant, konzipiert von Klaus Siblewski, dem Herausgeber der Werke Jandls, wird wie vorgesehen am 5. Juli 2000 um 20 Uhr in Wien eröffnet und bis Freitag, 15. September zu sehen sein. Anschließend wird die Ausstellung in den Literaturhäusern in München und in Frankfurt gezeigt werden.

 

Am 9. Juni 2000, wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag, ist Ernst Jandl in seiner Heimatstadt Wien an einem Herzleiden verstorben. Kein experimenteller Autor hat einen ähnlichen Bekanntheitsgrad erreicht wie er. Mit seinen lautmalerischen und wortspielerischen Gedichten hat Jandl an den Zäunen zwischen "ernster" und "populärer" Kultur gerüttelt. Populär wurde er auch einem größeren Leserkreis, weil er "dieses Geschäft nicht so akademisch und bierernst betrieb, wie viele seiner Kollegen von der 'konkreten Poesie'", schreibt Harald Jähner in der Berliner Zeitung.

"Jandl gab der Lyrik - und damit auch der Sprache, in der er schrieb - einen heiteren Witz zurück, der sich in der kulturellen Spießigkeit der fünfziger Jahre noch nicht durchsetzen konnte", schreibt Uwe Käding im "Spiegel". Auch der Verleger Siefried Unseld lehnte zuerst eine Veröffentlichung seiner Gedichte ab. Erst in den siebziger Jahren gehörten Jandls lyrische Sprachexperimente fast schon zum festen Kulturgut. Wer kennt zum Beispiel nicht diese Zeilen aus dem Jahr 1966?

"Manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum".

  • Zu Jandls 60. Geburtstag hat der Luchterhand-Verlag eine dreibändige Werkausgabe herausgebracht, die neben Lyrik auch seine wichtigsten Hörspiele und Dramen enthält.
  • Ernst Jandl: 1925 in Wien geboren, Germanistik- und Anglistikstudium, ab 1949 langjährig als Gymnasiallehrer tätig, häufig beurlaubt aufgrund seiner dichterischen Arbeit. 1956 erschien sein erster, noch konventioneller Gedichtband "Andere Augen". Beeindruckt von den Sprachexperimenten der "Wiener Gruppe", aber auch von der angelsächsischen Literatur - vor allem von James Joyce - entwickelte er ein Werk, das ihn zum Hauptvertreter der "Konkreten Poesie" werden ließ. Er selbst hat sich in dem Gedicht "verwandtschaft" einmal "onkel der wiener gruppe" genannt. Jandls Lyrik lebte vor allem im Vortrag, und keiner konnte sie so pointiert rezitieren wie Jandl selbst.
  • Für Ilse Aichinger ist Jandl "einer der wenigen Anarchisten" (Standard, 13. Juni 2000) und Elfriede Jelinek meinte im ORF-Mittagsjournal am Samstag: "Er hat immer versucht, etwas für Kollegen und die Literatur zu tun." Noch letzten Montag signierten Jandl und seine langjährige Lebensgefährtin Friederike Mayröcker ihre Werke. Die beiden engagierten sich damit für das Wiener Literaturhaus und protestierten gegen die geplanten Budgetkürzungen im Literaturbetrieb.
  • Die Liste seiner Auszeichnung und Preise ist lang: Österreichische Staatspreis, Büchner-Preis, Mühlheimer Dramatikerpreis, Trakl-Preis, Deutscher Kleinkunstpreis, Peter Huchel-Preis.
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