Christine Lavant – "Ich bin wie eine Verdammte die von Engeln weiß"


Christine Lavant, Foto: © Ernst Peter Prokop, 1963

Bella Ban: Bronzekopf Christine Lavant, Foto: © Karin Gasser

Christine Lavant: Zeichnung, Foto: © Karin Gasser

Eva Chung Fux: Skizze zu Christine Lavants Wechselbälgchen, 1998

09.05. bis 25.09.2019

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrem Werk und die Veröffentlichung bislang unbekannter Texte rücken Christine Lavant (1915–1973) neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die erst jüngst komplettierte vierbändige Werkausgabe (Wallstein Verlag) ermöglicht eine literarische Neu- und Wiederentdeckung der österreichischen Dichterin.

Die Ausstellung "Ich bin wie eine Verdammte die von Engeln weiß" stellt die Person Christine Lavant anhand von Briefen, Fotografien und Dokumenten in den Mittelpunkt.

So sind etwa – erstmals in Wien – Zeichnungen von ihr zu sehen oder das wenig bekannte einzige Fernsehinterview, das, 1968 von der Autorin Jeannie Ebner für das Österreichische Schulfernsehen gedreht, in die bescheidene Wohnung der Dichterin in St. Stefan im Lavanttal führt.

Zugleich zeigt die Ausstellung auch, wie sehr Christine Lavants Gedichte und Prosatexte nicht nur Freunde und Wegbegleiter, sondern auch nachfolgende Generationen von Künstler/inne/n zu neuen Werken inspirierten.

Auf dem Audioguide sind neben O-Tonaufnahmen der Autorin auch Ausschnitte aus Vertonungen von Gerhard Lampersberg, Dieter Kaufmann und Elisabeth Naske sowie der Liedermacherin Ramona Kasheer zu hören.

Die bildenden Künstler Reimo Wukounig und Eduard Lesjak haben sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise Lavants Werk genähert. Eva Choung Fux schuf Skizzen zur Erzählung Das Wechselbälgchen, Bella Ban formte 2018 einen beeindruckenden Bronzekopf der Dichterin, dem eines von sieben farbigen Portraits von Werner Berg gegenübersteht. Der Fotograf Ernst Peter Prokop zeigt in einem 13-teiligen Fotozyklus ein anderes Gesicht der Dichterin: nicht das von den ärmlichen Verhältnissen und von Krankheit gezeichnete, sondern das einer dem Leben zugewandten selbstbewussten Frau.

Kuratorin: Annemarie Türk

Mit Dank an die teilnehmenden Künstler/innen für die Zusammenarbeit sowie den Leihgebern für die großzügige Kooperation: Hans Schmid Privatstiftung (Wien), Robert-Musil-Institut Klagenfurt/Kärntner Literaturarchiv, Kunstsammlung des Landes Kärnten MMKK, Österreichische Gesellschaft für Literatur (Wien), ORF Archiv (Wien).

Eine Kooperation von Internationale Christine Lavant Gesellschaft und Literaturhaus Wien, unterstützt von Literar-Mechana und Land Kärnten

Ausstellungseröffnung: Mi, 08.05.2019, 19.00 Uhr
Begleitveranstaltungen "Lavant lesen": Mo, 27.05.2019; Di, 04.06.2019 und Di, 24.09.2019, jeweils um 19.00 Uhr
Die Ausstellung ist von 09.05.2019 bis 25.09.2019 geöffnet.
Öffnungszeiten Mai–Juni: Mo–Do: 9.00–17.00 Uhr
Öffnungszeiten Juli–September: Mo–Mi: 9.00–17.00 Uhr
Schließtage: Do, 23.5.2019, Mi, 19.06.2019,
Mo 1.7.2019 bis Mi 3.7.2019 ist die Ausstellung jeweils nur von 09.00 bis 15.00 Uhr zugänglich