logo kopfgrafik links adresse mitte kopfgrafik rechts
   

FÖRDERGEBER

   Bundeskanzleramt

   Wien Kultur

PARTNER/INNEN

   Netzwerk Literaturhaeuser

   mitSprache

   arte Kulturpartner
   Incentives

   Bindewerk

kopfgrafik mitte

Brigitta Falkner – Strategien der Wirtsfindung


Brigitta Falkner, Vorsatzblatt (Detail) aus: "Strategien der Wirtsfindung" (Matthes & Seitz 2017)

Brigitta Falkner, Filmstill

Porträtfoto (privat)

20.03. bis 29.06.2017

Das Literaturhaus Wien zeigt neue Arbeiten der Autorin und Zeichnerin Brigitta Falkner. Die Auswahl umfasst neben Beispielen aus ihrem jüngsten Buch Strategien der Wirtsfindung (Matthes & Seitz, 2017), das im Rahmen der Ausstellungseröffnung präsentiert wird, auch unveröffentlichtes Material wie Entwürfe und Vorstufen, großformatige Grafiken und das dem gleichnamigen Kurzfilm zugrunde liegende Storyboard aus dem Jahr 2013, anhand dessen sich Falkners Beschäftigung mit dem Thema parasitäre Strategien vom fertigen Buch bis zu den filmischen Anfängen zurückverfolgen lässt. Die ausgestellten Arbeiten nähern sich dem Thema aus wechselnden Perspektiven, Blick- und Schlupfwinkeln.

Falkners hybride Text- und Bildwelten werden von infektiösen Reimen und fremdartigen Lebensformen besiedelt, die sich jeder anthropomorphisierenden Zuschreibung entziehen. „In jedem Behältnis wartet eine potenzielle Metamorphose.
Was in das Versteck hineinkriecht, kann dieses in einer anderen Gestalt verlassen“, schreibt Werner Hofmann über das Phantastische in der Kunst. Transformationsprozesse folgen in Strategien der Wirtsfindung der Logik viraler Abläufe. Im parasitären Wechselspiel zwischen Bild und Text werden fluktuierende Verhältnisse erzeugt, wobei die Trennlinien zwischen Sichtbarem und Sagbarem, Makro- und Mikrokosmos, Wirt und Parasit verschwimmen. Die unscharfe Grenzziehung eröffnet wiederum Interpretationsspielräume, worin – wie in Wimmelbildern – alles zum Bedeutungsträger werden kann, ein Fichtenzapfen ebenso wie das menschliche Artefakt unter der üppig wuchernden Vegetation, die von potenziellen Vektoren in Insektengestalt und amphibischen Zwischenwirten bevölkert wird: „Die helikale Anordnung der Schuppen / verweist auf einen Fichtenzapfen (Picea abi- es). / Die triviale Anordnung der Noppen / verweist auf einen schlichten Schlapfen (Flip Flop). / Laichgründe verweisen auf Tiefgang. / Das Ende verweist auf den Anfang.“

Brigitta Falkner, geb. 1959 in Wien, lebt in Wien. Bücher, Kurzfilme, Fotos, Comics, Zeichnungen. Veröffentlichte zuletzt Populäre Panoramen I (Klever, 2010) und Strategien der Wirtsfindung (Matthes & Seitz, 2017). Gruppen- und Einzelausstellungen – zuletzt im Literaturhaus Graz (2015) und im Literaturmuseum Wien (2016).

Ausstellungsgestaltung: Brigitta Falkner

Ausstellungsaufbau: Gerhard Spring, Clemens Posch

Ausstellungseröffnung: Do, 16.03.2017, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: Mo, 20.03.2017 – Do, 29.06.2017

Öffnungszeiten: Mo–Do 9.00–17.00 Uhr
Dienstag, den 21. März 2017 ist die Ausstellung geschlossen.


Link zur Druckansicht
Veranstaltungen
Radio rosa 12 – Verena Dürr | Ilse Kilic | Caroline Profanter | Sophie Reyer

Do, 20.09.2018, 19.00 Uhr Text-Sound-Performances "Warum sind wir da, wo wir sind, wenn...

Gabriele Petricek Die Unerreichbarkeit von Innsbruck (Sonderzahl, 2018)
Jürgen Berlakovich Tobman (Klever, 2018)

Fr, 21.09.2018, 19.00 Uhr Neuerscheinung Herbst 2018 | Buchpräsentationen mit Lesungen &...

Ausstellung
ZETTEL, ZITAT, DING: GESELLSCHAFT IM KASTEN Ein Projekt von Margret Kreidl

ab 11.06.2018 bis Juni 2019 Ausstellung | Bibliothek Der Zettelkatalog in der...

Cognac & Biskotten

Das schräge Tiroler Literaturmagazin feiert seinen 20. Geburtstag und präsentiert sich mit einer...

Tipp
flugschrift Nr. 24 von Lisa Spalt

Wenn Sie noch nie etwas vom IPA (dem Institut für poetische Allltagsverbesserung) gehört haben,...

Literaturfestivals in Österreich

Sommerzeit - Festivalzeit! Mit Literatur durch den Sommer und quer durch Österreich: O-Töne in...