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Ein verborgenes Netzwerk – Zu Gast bei Alois Vogel von 1953 bis 1966


Gerhard Spring: Collage mit Einladungskarten von Alois Vogel

Einladungskarte von Alois Vogel, © Helmut Peschina, Fotos: Gerhard Spring

Einladungskarte von Alois Vogel, © Helmut Peschina, Fotos: Gerhard Spring

Einladungskarte von Alois Vogel, © Helmut Peschina, Fotos: Gerhard Spring

Einladungskarte von Alois Vogel, © Helmut Peschina, Fotos: Gerhard Spring

30.01.2019 bis 18.04.2019

In Alois Vogels Haus in Pulkau fand sich eine kleine Archivbox mit über 100 grafisch gestalteten Einladungen, die sein Nachlassverwalter Helmut Peschina im Oktober 2017 unserem Archiv übergab.

Mit diesen hier erstmals gezeigten Kärtchen, Flyern und Zetteln, die Vogel selbst illustriert und eigenhändig "vervielfältigt hat" lud er zwischen Oktober 1953 und Juni 1966 einmal im Monat zu literarischen Abenden ein.

Als "Gesamttext" gelesen ergeben sie das Bild einer bislang unbekannten Initiative zur Selbstorganisation im Literaturbetrieb der bleiernen Zeit vor dem kulturpolitischen Aufbruch Ende der 1960er-Jahre – und neue Einblicke in den Karrierebeginn bekannter Autor/inn/en.

In der Ausstellung verbinden sich die Einladungskärtchen mit Objekten aus unseren Sammlungen zu kleinen Geschichten rund um verschiedene Akteure und Themenfelder, beginnend beim Setting der privaten Treffen samt ihren wechselnden Orten.

Die Bandbreite der eingeladenen Autor/inn/en war groß, sie reicht von Christine Busta und Hans Lebert bis zu Vera Ferra-Mikura und Jeannie Ebner, die beide selbst private literarische Abende organisierten. Zu Gast waren aber auch René Altmann, Gerald Bisinger und Elfriede Gerstl, oder Friederike Mayröcker und Ernst Jandl, einbegleitet von Peter Weibel.

Ein besonderes Augenmerk gilt der künstlerischen Gestaltung der Einladungen. Vogel spielte bei einzelnen Autor/inn/en wie Alfred Gesswein oder Jeannie Ebner mit Variationen bestimmter Bildmotive und setzte mitunter Sujets auch thematisch ein wie bei Gerhard Fritsch und Adelbert Muhr. Wo sich zu einer Veranstaltung zwei oder drei Kärtchen erhalten haben, zeigt sich ihr Unikat-Charakter besonders augenfällig.

Konzept: Evelyne Polt-Heinzl
Mitarbeit: Astrid Wallner
Grafik und Gestaltung: Gerhard Spring

(Mit freundlicher Unterstützung der Literar-Mechana, Wien)

Ausstellungseröffnung: Di, 29.01.2019, 19.00 Uhr
Die Ausstellung ist von 30.01.2019 bis 18.04.2019 in der Bibliothek des Literaturhaus Wien zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo–Do: 9.00–17.00 Uhr

Im Herbst, vom 2. September bis 14. November 2019, wird die Ausstellung im Ausstellungsraum der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten zu sehen sein.



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