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Otto Rudolf Schatz – Zum 50. Todestag des österreichischen Buchkünstlers


Illustration von Otto Rudolf Schatz zu Stefan Zweigs "Phantastische Nacht", 1929

Buchumschlag Upton Sinclair "Co-Op", gestaltet von Otto Rudolf Schatz, 1937

 

26.04.2011–24.06.2011

Am 26. April 1900 in Wien als Sohn einer Beamtenfamilie geboren, besuchte Schatz die Kunstgewerbeschule unter Oskar Strnad und arbeitete in der Ersten Republik als Buchillustrator, Grafiker und Maler. Im März 1938 verließ er, wie viele Mitglieder des Hagenbundes, Österreich und lebte bis 1944 in Brünn. 1944 wurde er ins Konzentrationslager Bistritz verschleppt, wo er 1945 von den sowjetischen Truppen befreit wurde. Das Wien der Nachkriegsjahre hielt er in vielen Arbeiten fest und schuf auch einige Wandmosaike im Rahmen der Initiative „Kunst am Bau“.

Ein 40 Quadratmeter großes Fresko über den Wiederaufbau des Druckerei- und Zeitungswesens befand sich bis zum Abriss des „Kurier“-Hauses in der Seidengasse in unmittelbarer Nachbarschaft des Literaturhauses – das Fresko wurde auf Initiative der Stadt Wien abgenommen und soll, auf mobile Träger montiert, bald für Ausstellungszwecke zur Verfügung stehen.

Die Vitrinenausstellung zeigt Beispiele von Schatz‘ Buchkunst aus den Beständen der Bibliothek: Seine Holzschnitte finden sich in Zeitschriften, Broschüren und Büchern wie Stefan Zweigs „Phantastische Nacht“ (1929) oder Upton Sinclairs „Co-Op“ (1937), dem letzten Band der Büchergilde Gutenberg.



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